Dekorationen und DIY rund um Wohnen und Garten, Pflanztipps für schwierige Standorte, Anleitungen zum Filzen und alles selbst gemacht
Samstag, 2. Juli 2022
Blumen nachhaltig kaufen: Lilien vom Feld
Die Schnittblumen vom Feld sind auch nicht wirklich teuer. Eine Lilie kostet 1,20 Euro. Messer und Bindematerial gibt es bei der Kasse. Bezahlen kann man mit Bargeld, aber auch per Paypal über einen QR-Code an der Kasse, was ich sehr praktisch finde, wenn man gerade kein Bargeld dabei hat.
Die Lilien auf dem Feld blühen in ganz verschiedenen Farben und es war gar nicht so leicht, sich zu entscheiden, welche Farbe am schönsten ist. Damit sie in der Vase noch eine Weile halten, habe ich solche ausgewählt, die noch nicht so ganz aufgeblüht waren. So schön sie auf dem Feld auch aussehen, aber voll aufgeblühte Lilien halten nicht mehr lange in der Vase.Am besten soll man die Lilien schneiden, wenn an der größten Blüteknospe die Farbe schon zu erkennen ist. Ich habe mich nach langem Überlegen für orange Lilien entschieden - auch deshalb, weil an diesen Stielen noch etliche Knospen nicht aufgeblüht waren.
Zu Hause ist mir leider eine der Blütenknospen abgebrochen. Ich habe diese mit einem farblich passenden Wollfaden umwickelt und an der Glasvase befestigt.
Da ich nur vier Blütenstiele gekauft habe, habe ich mich dafür entschieden, diese ganz eng zu binden. Dazu werden alle Blätter von den Stängeln entfernt und die Stiele habe ich mit der gleichen Wolle umwickelt, wie die abgebrochene Blütenknospe. Die Samenstände des Zierlauchs machen sich ganz nett dazu in der kleinen Tonvase.
Sehr hübsch wäre bestimmt auch ein üppiger Strauß mit vielen verschiedenen Farben in der Vase. Dann würde ich die Blätter oberhalb des Vasenrandes auch dran lassen. Ich fürchte nur, inzwischen ist das Lilienfeld schon weitgehend verblüht. Als nächstes kommen die Sonnenblumen und ich bin auch schon gespannt, ob es Dahlien gibt. Seit ich diese selbst nicht mehr im Garten habe, halte ich gerne danach Ausschau.
Sonntag, 14. Februar 2021
Sind Blumen systemrelevant?
Bei uns in Rheinland-Pfalz haben die Blumengeschäfte seit Beginn des zweiten Lockdowns im Dezember geschlossen, so wie fast der gesamte Einzelhandel. Das ist aber nicht überall so. In unserem Nachbarland Hessen beispielsweise sind die Blumengeschäfte offen.
Laut einem Tageszeitungsbericht im Darmstädter Echo hat sich der Deutsche Floristenverband dafür eingesetzt. Blumen seien systemrelevant, heißt es hier. Das Argument: Blumen würden in jedem Supermarkt und an vielen Tankstellen verkauft. Es wäre eine enorme Wettbewerbsverzerrung, wenn Fachgeschäfte ausgeschlossen wären, so die Geschäftsführerin des Floristenverbandes Hessen-Thüringen. Zudem seien Blumen und Pflanzen verderbliche Ware, die man nicht lagern und später verkaufen könne. Glück für die Hessen.
Der heutige Valentinstag ist einer der wichtigsten Tage für Blumenfachgeschäfte. Immerhin konnte man auch in unserem Bundesland in etliche Läden auf Bestellung Sträuße kaufen. Aber das ist natürlich nicht dasselbe, wie im Geschäft die Blumen auszuwählen. Dabei gibt es ja auch im Floristikbereich schon Online-Shops. Ich habe tatsächlich in den letzten Wochen überlegt, ob ich das mal ausprobieren soll. Neulich hatte ich in einem dieser Shops so niedliche rosafarbene Wachsblumen gesehen. Die sehen in Tulpensträußen ganz hübsch aus. Und natürlich gibt es solche Besonderheiten meist nicht im Supermarkt-Blumen-Angebot.
Wachsflowers (Chamelaucium unicatum) gehören zur Familie der Myrtengewächse, kommen ursprünglich aus Australien und sind nicht mit der Porzellanblume (Hoya) zu verwechseln, die zur Familie der Hundsgiftgewächse gehört und bei uns ebenfalls als Wachsblume – meist als Zimmerpflanze – verkauft wird.
Wachsflowers müssen aber importiert werden – sie kommen meist aus Israel oder Südafrika. Doch so groß war mein Wunsch nach Wachsblumen dann doch nicht, dass ich sie aus einer Region kaufen muss, die zurzeit ein Virusvariantengebiet ist.
Für mich spielt auch der Valentinstag keine Rolle – auch wenn ich mir trotzdem mal einen Strauß Tulpen zum Wochenende gegönnt habe. In diesem war etwas Eukalyptusgrün als Beiwerk gebunden, sowie einige Stängel Bupleurum, die mit ihren gelbgrünen Blüten den Euphorbien etwas ähneln. Leider haben diese die eisige Kälte beim Heimtransport nicht überstanden. Sie wären allerdings eine schöne Alternative zu Wachsflowers.
Ach ja, Eukalyptus ist natürlich auch nicht bei uns heimisch. Der Fachhandel bezieht es zum Beispiel aus Italien, was zum Glück nicht ganz so weit entfernt ist – und momentan auch kein Virusvariantengebiet.
Eine ganz andere Alternative zu den kleinen Wachsflower-Blüten sind übrigens die knospenden Zweige des Obstbaumschnitts, die ich im Januar in die Mini-Weckgläser dekoriert hatte. Die blühen tatsächlich so allmählich auf.
Die Frage, ob Blumen systemrelevant sind, ist damit noch nicht geklärt. Ich dachte bisher, systemrelevant ist alles, was unser System am Laufen hält – Gesundheitswesen, Lebensmitteleinzelhandel, Müllabfuhr, Öffentlicher Nahverkehr und so weiter. Blumengeschäfte gehören da eigentlich nicht dazu. Aber Blumen machen glücklich und insofern tragen sie wohl doch etwas dazu bei. Und stelle man sich nur eine Hochzeit ohne Blumen vor, oder eine Beerdigung. So ganz ohne Blumen geht es eben auch nicht.
Montag, 20. Juli 2020
Tischdekoration mit Kokosnüssen
Um den Rand der Steckmasse zu verstecken, habe ich ihn nicht mit Moos abgedeckt, sondern passend zur Jahreszeit mit einigen entblätterten Ranken der Zaunrübe. Die ist ja eigentlich eher ein Unkraut, aber ihre Blüten sind sehr beliebt bei Insekten, weshalb sie an unserer Pergola wachsen darf. Trotzdem mussten einige der Zaunrüben gejätet werden und waren daher sowieso übrig und da konnte ich sie doch auch gleich verwenden.
Die Blüten der Wilden Möhre sind auch beliebte Insektenweiden, aber weil sie momentan in großer Menge an den Wegesrändern blühen, habe ich dann doch mal drei, vier Stängel abgeschnitten. Sie bilden den weißen Eyecatcher im Gesteck.
Besonders schön finde ich die Blütenstände der Wilden Möhre ja auch, wenn sie verblüht sind und diese krallenförmigen Fruchtstände bilden.
Ein weiterer Farbtupfer sind die violetten Blüten der Disteln. Auch die sind bei Insekten beliebt und ich habe mich daher mit den schon fast verblühten Exemplaren begnügt.
Dienstag, 20. August 2019
DIY - Sommerkranz vom Wegesrand
Eigentlich sollte es gar kein Kranz werden, sondern ein Herz. Der kupferfarbene, weiche Aludraht, den ich schon als Kranzunterlage beim Frauenmantelkranz verwendet habe, sollte den Kern bilden.
Zuerst habe ich einfach eine lange Girlande gewickelt, mit allem, was ich so gepflückt hatte. Der Silber-Blumendraht passt gut zu den spätsommerlichen Tönen, der Gräser und Samen. Einige Blüten sorgen für bunte Farbtupfer in der Girlande.
Für ein Herz hatte ich dann einfach zu wenig Material. Ich habe extra darauf geachtet, nicht zu viele Blüten am Wegesrand zu pflücken, damit ich den Bienen und anderen Insekten nicht die Nahrung wegnehme.
Also wurde aus der Blütengirlande ein Kranz. Der kann zum Beispiel einen langweiligen Zinkübertopf sommerlich aufpeppen.
Man kann ihn aber auch auf einen Untersatz wie diesen Betonteller legen. Mit einer Kerze im Glas, wird es ein sommerliches Windlicht.
Oder man stülpt eine Drahtglocke darüber - oder eine Glasglocke. Da gibt es eine Menge Ideen. Euch fällt bestimmt auch noch etwas ein.
Sonntag, 13. Januar 2019
Die ersten Frühlingsboten
Moos findet man bei diesem feuchten Wetter schnell - im Garten und beim Spaziergang im Wald. Zwei, drei Handvoll davon habe ich in eine Glasschale gelegt, als Bett für die Hyazinthen.
Man kann die Hyazinthen entweder ins Moos einbetten oder man arrangiert sie obendrauf. Dazu muss man natürlich zunächst die Erde entfernen und die Wurzeln in Wasser etwas auswaschen. Damit die Hyazinthen gut auf dem Moos halten, werden sie mit einem Zahnstocher befestigt und damit ins Moos gesteckt.
Ein paar Wachteleier und Federn habe ich dazu dekoriert und schon ist die erste frühlingshafte Dekoschale fertig. Wobei ich jetzt noch gar nicht an Ostern denke - eher an die vielen Vögel, die momentan auf Futtersuche in unseren Garten kommen.
Sie steht jetzt auf der Fensterbank mit Blick in den Garten. Ich gebe jeden Tag ein wenig Wasser auf das Arrangement, damit die Pflanzen und das Moos frisch bleiben.
Beim Blick von draußen durchs Fenster kann man sie sogar noch besser sehen.
Nach einigenTagen auf der Fensterbank sind die Hyazinthen bereits aufgeblüht. Und weil es eben doch noch Winter ist, habe ich mich mal wieder für weiße Blüten entschieden.
Und auch die Küchenfensterbank hat einen Frischekick mit Hyazinthen bekommen. Leider war es schon zu dunkel zum Fotografieren, sodass ich das erst beim nächsten Mal zeigen kann.
Montag, 4. Juni 2018
DIY - Schwimmkerzen selbst gießen
Einige Kerzenwachsreste von den Weihnachtskerzen habe ich immer im Schrank. Die habe ich im Wasserbad eingeschmolzen. Und auch Teelichter sind bei uns immer im Haus. Weil natürlich auch die Schwimmkerzen einen Docht brauchen, habe ich kurzerhand die kleinen Dochte aus den Teelichtkerzen verwendet. Als Form zum Wachsgießen dienten Papiermuffinförmchen - auch die waren noch im Vorratsschrank.
Die weißen und roten Kerzenwachsreste haben beim Schmelzen einen schönen Rosaton ergeben. So passen die Schwimmkerzen gut zu den rosa Blüten der Rosa "Leonardo da Vinci". Schon nach wenigen Stunden konnte ich die Papierform abziehen und den Wachs aus der Form lösen.
Und noch eine Deko-Idee habe ich mal wieder aus dem Schrank gekramt. Die hängenden Glasvasen hatte ich vor einigen Jahren als Kerzenhalter gebastelt. Jetzt im Sommer kann man sie aber auch gut als Blumenvasen verwenden.
Ganz gespannt war ich, ob denn die Schwimmkerzen auch wirklich im Wasser schwimmen. Sie können! Und sie leuchten wunderschön in der Glasschale mit den Rosenblüten, wenn es dunkel wird. Laue Sommerabende ihr könnt kommen. Ich habe noch ziemlich viele Papierförmchen, Teelichter und Wachsreste...
Donnerstag, 31. Mai 2018
Zeit für Rosen
Die uralte Sammeltasse mit Blütenmuster, die ich von meiner Oma geerbt habe, passt wunderbar zu den blassrosa Blüten des Ramblers "Pauls himalayan musk".
Auch meine gefilzte Nelke macht sich ganz gut vor den beiden rosafarbenen Gläsern, in denen je eine Blüte von Leonardo da Vinci steckt.
Die LED-Kerze, die in der Weihnachtszeit meinen Sempervivum-Topf geziert hat, habe ich durch eine leere Sahneflasche ersetzt, die hier nun als Vase dient.
Das Wiesenbuch ist ein ganz besonderes Notizbuch, das ich geschenkt bekommen habe. In das Spiralbuch sind alte Buchseiten und Scherenschnitte eingearbeitet, die aus einem ziemlich alten Buch stammen: Es heißt "Das Wiesenbuch" und stammt von einem K. H. Maggerl.
Da kann ich meine Ideen auf ganz altmodische Art und Weise notieren - schön!
Hier noch einmal Filznelke an Rosenblüten mit Süßkirschen. Man beachte, dass auch das Kirschenschälchen ein zartes Rosendekor hat.
Bei der aktuellen Hitze wird die Rosenblüte bald vorbei sein. Aber am heutigen freien Feiertag konnte ich sie noch mal richtig genießen. Hach, wie schön!



































