Samstag, 2. Juli 2022

Blumen nachhaltig kaufen: Lilien vom Feld

Schnittblumen zum Selbstschneiden hier Lilien
Ganz in der Nähe von unserem Ackerhelden-Acker gibt es ein Blumenfeld zum Selbstschneiden. Dort werden ganz verschiedene Sorten angepflanzt. Die Tulpen und Pfingstrosen habe ich leider verpasst. Zur Lilienblüte bin ich nun aber doch endlich dazu gekommen, mir einige Stiele zu schneiden. Frischer kann man Schnittblumen ja kaum bekommen. Noch dazu ist es viel nachhaltiger, die Blumen vom heimischen Feld zu schneiden als aus dem Ausland importierte zu kaufen. Der größte Teil der im Handel erhältlichen Schnittblumen wird nämlich importiert - zum Teil aus weit entfernten Ländern wie Kenia oder Ecuador. Und meistens werden die Blumen dort mit hohem Pestizideinsatz angebaut.
Kasse beim Blumenfeld zum Selbstschneiden
Die Schnittblumen vom Feld sind auch nicht wirklich teuer. Eine Lilie kostet 1,20 Euro. Messer und Bindematerial gibt es bei der Kasse. Bezahlen kann man mit Bargeld, aber auch per Paypal über einen QR-Code an der Kasse, was ich sehr praktisch finde, wenn man gerade kein Bargeld dabei hat.
Lilien auf dem Blumenfeld
Die Lilien auf dem Feld blühen in ganz verschiedenen Farben und es war gar nicht so leicht, sich zu entscheiden, welche Farbe am schönsten ist. Damit sie in der Vase noch eine Weile halten, habe ich solche ausgewählt, die noch nicht so ganz aufgeblüht waren. So schön sie auf dem Feld auch aussehen, aber voll aufgeblühte Lilien halten nicht mehr lange in der Vase.

Lilien schneiden, wenn die Knospen noch nicht aufgeblüht sind
Am besten soll man die Lilien schneiden, wenn an der größten Blüteknospe die Farbe schon zu erkennen ist. Ich habe mich nach langem Überlegen für orange Lilien entschieden - auch deshalb, weil an diesen Stielen noch etliche Knospen nicht aufgeblüht waren.
Orange Lilien vom Feld und Knospe mit Wolle umwickelt
Zu Hause ist mir leider eine der Blütenknospen abgebrochen. Ich habe diese mit einem farblich passenden Wollfaden umwickelt und an der Glasvase befestigt.
Lilien modern gebunden
Da ich nur vier Blütenstiele gekauft habe, habe ich mich dafür entschieden, diese ganz eng zu binden. Dazu werden alle Blätter von den Stängeln entfernt und die Stiele habe ich mit der gleichen Wolle umwickelt, wie die abgebrochene Blütenknospe. Die Samenstände des Zierlauchs machen sich ganz nett dazu in der kleinen Tonvase.
Lilienblütenknospe mit Wolle umwickelt

Strauß Lilien vom Blumenfeld geschnitten
Sehr hübsch wäre bestimmt auch ein üppiger Strauß mit vielen verschiedenen Farben in der Vase. Dann würde ich die Blätter oberhalb des Vasenrandes auch dran lassen. Ich fürchte nur, inzwischen ist das Lilienfeld schon weitgehend verblüht. Als nächstes kommen die Sonnenblumen und ich bin auch schon gespannt, ob es Dahlien gibt. Seit ich diese selbst nicht mehr im Garten habe, halte ich gerne danach Ausschau. 

Samstag, 25. Juni 2022

Ackerheldenabenteuer: Alles wächst

Ringelblumen blühen als Insektenweide
Auf dem Acker blühen seit einigen Tagen die Ringelblumen und die Kornblumen. Und prompt haben sich  jede Menge Insekten, wie Hummeln und Schwebfliegen eingestellt. Insekten waren allerdings auch schon vorher da. Wir haben massenhaft Schädlinge wie Blattläuse, Kohlfliegen aber auch Kohlweißlinge - doch glücklicherweise auch sehr viele Marienkäfer. Dennoch sind die Blattläuse in der Überzahl und ich halte es für eine Übertreibung zu glauben, dass die "guten Insekten" die Schädlinge in Schach halten können. Ich habe jedenfalls noch nie gesehen, dass Marienkäfer schwarze Blattläuse vertilgen - und schwarze sind meist viel häufiger als grüne. Und übrigens fressen die Igel in unserem Garten auch keine roten Wegschnecken, aber das nur am Rande.
Buschbohnen sind gerade aufgegangen
Aber zurück zum Acker: Nachdem der Spinat abgeerntet war, haben wir Buschbohnen nachgesät und wie man sieht, sind die Samen aufgegangen. Es dauert aber noch eine Weile, bis diese blühen werden.
Ackerhelden Acker im Juni
Aber wer weiß, ich bin ja mit dem Gemüseanbau nicht so sehr vertraut und ich wundere mich schon, wie schnell dann doch alles wächst, blüht und gedeiht.
Der Wirsing bildet einen Kopf
Der Wirsing beginnt jedenfalls schon damit einen Kopf zu bilden - dabei wächst er doch erst seit zwei Monaten.
Kohlrabi auf dem Acker im Juni
Auch die Kohlrabi sehen schon ganz appetitlich aus.
Kornblumen als Insektenweide

Mangold auf dem Acker im Juni
Und auch der Mangold. Ich finde dieses Gemüse mit den leuchtend roten und gelben Stielen fast schon viel zu schade, um es zu ernten. Dennoch habe ich schon einiges geerntet. Wir wollen ja nichts verkommen lassen. 
Mangold und Rote Bete im Juni
Nach gut sechs Wochen sieht der Acker jetzt inzwischen jedenfalls richtig schön grün aus. Wir ernten schon seit zwei Wochen jeden Tag einen Salat, haben schon kiloweise Zucchini gegessen und auch einen ganzen Berg Spinat. In den nächsten Tagen wollen wir noch so einiges nach säen. Mit Bohnen und Möhren haben wir schon begonnen. Für Grünkohl, Mairüben und Herbstrettich fehlt allerdings noch der Platz. Da müssen wir erst noch etwas mehr Salat essen.
Der Ackerheldenacker Ende Juni