Sonntag, 1. Dezember 2019

Ein Wollkranz zum Advent

Adventsgesteck mit Wollkranz, Silberblättern, Kiefernzweigen in Weiß
 Als ich vor einigen Wochen den kleinen Kranz aus Silberblättern gewickelt habe, hatte ich im Grunde schon die Idee im Kopf, dass daraus doch auch ein Adventsgesteck werden könnte. Der graue Wollkranz war bereits vor zwei Jahren schon einmal ein Adventskranz in Weiß gewesen. Und der hat mir gut gefallen. Dieses Mal hat er allerdings nur eine dicke Kerze in die Mitte bekommen.
Adventskranz aus Wolle mit Pappelblättern, Silberblättern und Kiefer
Als ich die Kerze ausgepackt habe, war ich überrascht, dass sie diesen goldenen Aufdruck mit Hirsch und Sternen hatte. Ich dachte, der wäre nur auf der Folie aufgedruckt. Das ist zwar nicht so ganz mein Geschmack, aber ich finde, der Goldton passt ganz gut zu den Silberblättern. Die schimmern auch ganz leicht golden.
Weißer Adventskranz mit Holzsternen
 So ganz ohne Grün wollte ich den Adventskranz dieses Mal aber auch nicht machen. Also habe ich im Vorgarten ein paar spillerige Zweige von der kleinen Krüppelkiefer geschnitten und diese mit eingearbeitet. Kerze und Kiefernzweige wurden in der Trockensteckmasse befestigt, mit der ich das Kranzinnere ausgefüllt habe. Wie schon vor zwei Jahren sind auf dem Wollkranz noch einige Pappelblätter so mit Perlennadeln befestigt worden, dass man ihre weiße Blattunterseite sehen kann.
Adventskranz mit Silberblättern und Silberzapfen
Ein fetter Silberzapfen und drei weißgekälkte Holzsterne sowie eine Handvoll Mini-Kiefernzapfen vervollständigen das Ganze. So in Weiß mit Grau und Silber hat das Adventsgesteck einen eher kühlen Charme. Ich bin mir noch nicht sicher, ob mir die typisch roten Kerzen nicht vielleicht doch fehlen werden.
Adventskranz aus Wolle, Kiefer, Silberbättern und weißer Kerze
Egal, gleich werde ich die Kerze im Wohnzimmer anzünden - zum Glück ist es dort nicht so windig, wie hier auf dem Bild - und dann lasse ich ein wenig Adventsstimmung ins Haus.

Sonntag, 24. November 2019

Amaryllis selbst wachsen

Gewachste Amaryllis auf einem Zinkteller dekoriert
 Es ist tatsächlich schon drei Jahre her, dass ich einen Post zum Wachsen von Amaryllis gemacht habe. Damals dachte ich, der Trend sei schon längst vorbei. Aber es scheint, als habe er da erst angefangen. Inzwischen sieht man überall im Handel gewachste Amaryllis, Amaryllis mit Samtbezug oder Amaryllis mit einer Wachsschicht, die wie Zuckerguss wirkt. Diese Wachs-Amaryllis sind im Durchschnitt dreimal so teuer, wie eine einfache Amaryllisknolle. Und weil Selbermachen doch viel mehr Spaß macht als fertig kaufen, habe ich mal wieder gewerkelt.
Material zum Wachsen von Amaryllis
Man benötigt dazu eine Amaryllisknolle aus dem Gartencenter, einen alten Topf oder eine Metalldose und Kerzenreste, die man einschmelzen kann. Die weißen Kerzen habe ich im Wasserbad zunächst in dem Topf erhitzt. Weil die Wachsmenge im Topf aber nur den Boden zwei Finger breit bedeckte, habe ich den flüssigen Wachs anschließend in eine leere und saubere Konservendose umgefüllt.
Amaryllis in flüssigen Wachs tauchen
Dorthinein ließ sich die Amaryllis viel besser tauchen. Nach jedem Tauchgang muss man einen Moment warten, bis der Wachs leicht angetrocknet ist, bevor man die Amaryllis erneut in den flüssigen Wachs taucht.
Auch die Wurzeln werden gewachst
 Am längsten dauert es, bis die Wurzeln einigermaßen mit Wachs umhüllt sind. Wer schon einmal Kerzen getaucht hat, weiß, dass es nicht ganz leicht ist, eine gleichmäßige Kerzenform hinzubekommen, weil das untere Dochtende viel länger im heißen Wachs verbleibt als das obere Ende. Daher schmilzt der Wachs am unteren Ende immer wieder weg. So ähnlich ist es auch hier. Man benötigt einfach Geduld und muss die Wachsschicht wirklich gut antrocknen lassen, bevor man die Knolle wieder eintaucht. So entwickelt sich auch um die Wurzeln nach und nach eine Wachsschicht.
Gewachste Amaryllis mit Bändern verzieren
 Die fertig gewachste Amaryllis wird anschließend noch ein wenig verziert. Passend zum weißen Wachs und zum Grün der Blattspitzen habe ich einige Bänder aus der Nähkiste herausgesucht.
Selbst gewachste Amaryllis mit Bändern und Kiefernnadeln dekoriert
Die Bänder und Wollfäden werden einfach um den Schaft der Amaryllis gewickelt und verknotet. Auf den Knoten habe ich einen kleinen goldenen Engel geklebt - passend zum goldenen Glitzerfaden.
Wollfäden und Glitzerfäden um den Schaft der Amaryllis wickeln
 Die Kiefernnadeln, die ich durch den Knoten gesteckt habe, greifen den dunkelgrünen Farbton der Wolle auf. Der hellgrüne Samtfaden spiegelt das Hellgrün der Triebspitzen wider.
Selbst gewachste Amaryllis mit Kiefernadeln auf Moos dekoriert
 Arrangiert habe ich die Amaryllis auf einem Zinkteller mit etwas Moos, einigen Zapfen und zwei kleinen weißen Gipssternen. Auch das greift die Farben Grün, Weiß und Braun auf und schafft so eine Verbindung zu der Amaryllis.
Gewachste Amaryllis auf Zinkteller dekorieren
Fertig ist die erste Dekoration für den Advent. Und weil die Amaryllis nur circa 4 Euro gekostet hat und der Rest der Zutaten aus dem Fundus stammte, gehört dieses DIY in die Kategorie Low-budget.

Sonntag, 10. November 2019

Novemberblues und Novembergarten

Blick in den Garten von Filz und Garten
 Der nebelige Tag heute passt gut zu meiner Laune. Ich bin sauer. Seit ich vor einigen Wochen entdeckt habe, dass mein Blog von einem kriminellen Webseiten-Dieb gespiegelt wurde und fast eins zu eins unter einem anderen Namen veröffentlicht wird, habe ich keine große Lust mehr zu posten. Der Klon sieht fast genauso aus wie mein Blog. Alle meine Texte und Bilder sind darauf zu sehen. Und sogar mein Profilbild wird verwendet, nur die Verlinkungen zu meinen Social-Media-Kanälen und zu den Blogs, denen ich folge, fehlen. Und das Impressum wurde geändert. Dort ist statt meinem Namen der von einer ominösen Silke Meyer zu lesen. Ich vermute, die gibt es gar nicht, denn bei dem Versuch, den Eigentümer und die IP-Adresse über eine Whois-Abfrage herauszufinden, stellte ich nur fest, dass sich der Dieb hinter Cloudflare versteckt.
Blick ins Terrassenbeet von Filz und Garten
 Ich habe eine Urheberrechtsbeschwerde bei google eingereicht, damit die geklaute Webseite nicht mehr in der google-Suche auftaucht. Das hat aber leider bisher noch nichts gebracht. Außerdem habe ich begonnen, alle Fotos mit einem Copyright-Zeichen zu versehen, auf dem der Name meines Blogs genannt wird. Wenn du dennoch gerade auf der geklauten Webseite liest, dann findest du hier (klick) meinen Originalblog.
Urheberrechtsverletzung von Filz und Garten
 Ich habe natürlich auf etlichen anderen Blogs, denen das ebenfalls schon passiert ist, nachgelesen, was man dagegen tun kann. Wenn man sich mit HTML nicht so wahnsinnig gut auskennt, ist das allerdings ganz schön aufwendig. Und ich habe gar nicht die Zeit, mich so intensiv damit zu beschäftigen.
Funkien und Schneeglöckchen im November
 Es ist ja schon ein Aufwand alle Bilder mit Copyright-Zeichen zu versehen. Andere Blogger haben das ja schon immer gemacht. Ich hatte bisher darauf verzichtet, aber wie ich sehe, ist das der einzige Weg, um Nutzern zu zeigen, wer das Urheberrecht am Bild hat.
Rudbeckia triloba
 Damit deutlich wird, von welchem Blog die Bilder im Original stammen, habe ich im Copyright nicht meinen Namen, sondern den meines Blogs genannt. Der wird übrigens immer, wenn ich ihn hier im Text ausschreibe, in den Namen der geklauten Webseite geändert. Nur, wenn ich meinen Blognamen im Bild hinterlege, kann er nicht geändert werden.
Urheberrechtsverletzung ist eine Schweinerei
 Alles in allem eine ärgerliche Sache und ich bin mir noch nicht sicher, ob und wie ich hier weitermachen werde.
Blick in den Novembergarten von oben

Mittwoch, 16. Oktober 2019

DIY - Herbstkranz aus Silberblättern


Material Silberblätter Kranz

Vor zwei Jahren habe ich eine Handvoll Samen von Silberblättern (Lunaria annua) aus dem Wald mit nach Hause genommen und diese zuerst im Topf ausgesät und später dann in den Garten gepflanzt. Im April haben die Silberblätter zum ersten Mal geblüht und sie entpuppten sich als eine wahre Insektenweide. Inzwischen haben sich längst neue Samen gebildet und etliche von ihnen haben sich bereits selbst ausgesät und sind auch schon ausgetrieben. Die silbrigen Scheidewände der Schötchen, die die Samen enthalten haben, sind übriggeblieben. Sie machen sich im Herbst eigentlich ganz hübsch im Garten.
Silberblätter werden auf einen Kranz gewickelt
Aber man kann aus ihnen auch ganz prima einen Kranz binden. Und weil ich in diesem Jahr aus allem, was sich im Garten angeboten hat, Kränze gebunden habe, ist nun auch noch ein herbstlicher Silberblattkranz entstanden.
Silbrige Scheidewände der Schötchen
 In einigen Schötchen waren noch die Samen enthalten. Weil die äußeren Fruchtblätter jedoch nicht ganz so schön aussehen, wie die hauchdünnen Scheidewände, habe ich die meisten Fruchtblätter von Hand entfernt. Nur hier und da sieht man noch einen dunklen Samen durchschimmern. Auf manchen Blättern hatten irgendwelche Insekten ihre Eier hinterlassen (s. im Bild oben links).
Kranz aus Silberblättern auf Drahtring gewickelt
 Nach und nach wuchs der Kranz. Zuvor hatte ich mir ganz genau überlegt, wofür ich ihn verwenden wollte. Er sollte den doppelstöckigen Wollkranz neu verzieren. Ich hebe ja immer alles auf, was sich irgendwie noch wiederverwenden lässt. Und dieser Wollkranz lag jetzt schon viele Monate im Regal, seit ich ihn im November 2017 als Adventskranz gebastelt hatte.
Ein Wollkranz bildet die Unterlage für die Silberblätter
Es ist also Zeit für eine Neuauflage. Ich bin noch nicht so ganz sicher, ob ich den Kranz noch weiter verziere - vielleicht mit einer dicken Kerze in der Mitte. Vielleicht kann er auch noch einmal ein Adventskranz werden. Doch im Moment finde ich ihn so wie er ist am schönsten.
Wollkranz mit Silberblättern on top
 Einfach pur: nur Wolle und Silberblätter.
Silberblätter mit Wollkranz nah

Dienstag, 27. August 2019

Sonne im August

Rudbeckia triloba blüht im August
 Die Rudbeckia triloba ist eine Pracht. Sie blüht und blüht nun schon seit einigen Wochen und hat etwas Farbe in unseren sonst im August überwiegend grünen Garten gebracht. Das ist nicht leicht gewesen. Im vorigen Jahr habe ich zum ersten Mal mit Mädchenaugen, Sonnenbräuten und Sonnenhüten experimentiert und versucht, ein gelbes Beet anzulegen. Das hat nur bedingt geklappt, da einige dieser Stauden bei Schnecken sehr beliebt sind. Dieser Sonnenhut hier ist zum Glück schneckenresistent. Er bringt nun im wahrsten Sinne des Wortes Sonne im August - ganz unabhängig von der aktuellen Hitzewelle.
Blüte von Rudbeckia triloba
 Was ich nicht fotografiert habe, ist die Staudensonnenblume. Auch die blüht reich und kommt gut mit Schnecken zurecht. Allerdings leidet sie in diesem Jahr unter Mehltau. Irgendwas ist ja immer.
Sonnenhut und Palisaden-Wolfsmilch vor Gartenhaus
 Ansonsten ist es wie gesagt eher grün bei uns. Aber das ist nicht neu. Schon vor drei Jahren habe ich über den unordentlichen Augustgarten berichtet. Irgendwie ist es ja auch kein Wunder: In unserem eher schattigen Garten gibt es nicht allzu viele Sonnenplätze. Und im Schatten blühen Sonnenstauden nun mal nicht.
Blick in den überwiegend grünen Augustgarten
 Immerhin haben wir in diesem Jahr mal wieder Platz für Agastachen gefunden. Auch das hatten wir schon einmal probiert, doch leider sind sie dann irgendwann nicht mehr wieder gekommen. Die Bienen freuen sich jedenfalls. Sie mögen die blauen Blüten ganz besonders gerne.
Agastache, Kaukasus-Gamander und Funkie
Sie wachsen im Übergang vom Schattenbeet zum Terrassenbeet, dort, wo die Sonne einige Stunden am Nachmittag scheint.
Agastache blüht im August
 Agastache, Kaukasus-Gamander und Storchschnabel Rozanne bilden eine blaue Ecke an der Hecke. Sie kommen mit der Hitzewelle, die wir gerade haben (es ist ja schon die dritte in diesem Jahr) ganz gut zurecht. 
Storchschnabel Rozanne vor der Agastache im Beet