Mittwoch, 16. Oktober 2019

DIY - Herbstkranz aus Silberblättern

Fruchtschoten des Silberblatts im Herbst
Vor zwei Jahren habe ich eine Handvoll Samen von Silberblättern (Lunaria annua) aus dem Wald mit nach Hause genommen und diese zuerst im Topf ausgesät und später dann in den Garten gepflanzt. Im April haben die Silberblätter zum ersten Mal geblüht und sie entpuppten sich als eine wahre Insektenweide. Inzwischen haben sich längst neue Samen gebildet und etliche von ihnen haben sich bereits selbst ausgesät und sind auch schon ausgetrieben. Die silbrigen Scheidewände der Schötchen, die die Samen enthalten haben, sind übriggeblieben. Sie machen sich im Herbst eigentlich ganz hübsch im Garten.
Silberblätter werden auf einen Drahtkranz gewickelt
Aber man kann aus ihnen auch ganz prima einen Kranz binden. Und weil ich in diesem Jahr aus allem, was sich im Garten angeboten hat, Kränze gebunden habe, ist nun auch noch ein herbstlicher Silberblattkranz entstanden.
Silbrige Scheidewände der Schötchen
 In einigen Schötchen waren noch die Samen enthalten. Weil die äußeren Fruchtblätter jedoch nicht ganz so schön aussehen, wie die hauchdünnen Scheidewände, habe ich die meisten Fruchtblätter von Hand entfernt. Nur hier und da sieht man noch einen dunklen Samen durchschimmern. Auf manchen Blättern hatten irgendwelche Insekten ihre Eier hinterlassen (s. im Bild oben links).
Kranz aus Silberblättern auf Drahtring gewickelt
 Nach und nach wuchs der Kranz. Zuvor hatte ich mir ganz genau überlegt, wofür ich ihn verwenden wollte. Er sollte den doppelstöckigen Wollkranz neu verzieren. Ich hebe ja immer alles auf, was sich irgendwie noch wiederverwenden lässt. Und dieser Wollkranz lag jetzt schon viele Monate im Regal, seit ich ihn im November 2017 als Adventskranz gebastelt hatte.
Ein Wollkranz bildet die Unterlage für die Silberblätter
Es ist also Zeit für eine Neuauflage. Ich bin noch nicht so ganz sicher, ob ich den Kranz noch weiter verziere - vielleicht mit einer dicken Kerze in der Mitte. Vielleicht kann er auch noch einmal ein Adventskranz werden. Doch im Moment finde ich ihn so wie er ist am schönsten.
Wollkranz mit Silberblattkranz on top
 Einfach pur: nur Wolle und Silberblätter.
Silberblätter auf Wollkranz nah

Dienstag, 27. August 2019

Sonne im August

Rudbeckia triloba blüht im August
 Die Rudbeckia triloba ist eine Pracht. Sie blüht und blüht nun schon seit einigen Wochen und hat etwas Farbe in unseren sonst im August überwiegend grünen Garten gebracht. Das ist nicht leicht gewesen. Im vorigen Jahr habe ich zum ersten Mal mit Mädchenaugen, Sonnenbräuten und Sonnenhüten experimentiert und versucht, ein gelbes Beet anzulegen. Das hat nur bedingt geklappt, da einige dieser Stauden bei Schnecken sehr beliebt sind. Dieser Sonnenhut hier ist zum Glück schneckenresistent. Er bringt nun im wahrsten Sinne des Wortes Sonne im August - ganz unabhängig von der aktuellen Hitzewelle.
Blüte von Rudbeckia triloba
 Was ich nicht fotografiert habe, ist die Staudensonnenblume. Auch die blüht reich und kommt gut mit Schnecken zurecht. Allerdings leidet sie in diesem Jahr unter Mehltau. Irgendwas ist ja immer.
Sonnenhut und Palisaden-Wolfsmilch vor Gartenhaus
 Ansonsten ist es wie gesagt eher grün bei uns. Aber das ist nicht neu. Schon vor drei Jahren habe ich über den unordentlichen Augustgarten berichtet. Irgendwie ist es ja auch kein Wunder: In unserem eher schattigen Garten gibt es nicht allzu viele Sonnenplätze. Und im Schatten blühen Sonnenstauden nun mal nicht.
Blick in den überwiegend grünen Augustgarten
 Immerhin haben wir in diesem Jahr mal wieder Platz für Agastachen gefunden. Auch das hatten wir schon einmal probiert, doch leider sind sie dann irgendwann nicht mehr wieder gekommen. Die Bienen freuen sich jedenfalls. Sie mögen die blauen Blüten ganz besonders gerne.
Agastache, Kaukasus-Gamander und Funkie
Sie wachsen im Übergang vom Schattenbeet zum Terrassenbeet, dort, wo die Sonne einige Stunden am Nachmittag scheint.
Agastache blüht im August
 Agastache, Kaukasus-Gamander und Storchschnabel Rozanne bilden eine blaue Ecke an der Hecke. Sie kommen mit der Hitzewelle, die wir gerade haben (es ist ja schon die dritte in diesem Jahr) ganz gut zurecht. 
Storchschnabel Rozanne vor der Agastache im Beet
 

Dienstag, 20. August 2019

DIY - Sommerkranz vom Wegesrand

Kranz aus Gräsern und Samenständen vom Feldrand
 Viele der Sommerblumen, die am Wegesrand auf den Feldern geblüht haben, bilden inzwischen ihre Fruchtstände. Die Gräser sind gelb geworden - ein Glück, ich bin nämlich ziemlich allergisch. Beim Spaziergang habe ich heute einen Wiesenstrauß mit ganz vielen verschiedenen Samenständen gesammelt. Daraus habe ich einen kleinen Spätsommerkranz gewickelt.
Wiesenblumen und Gräser werden um einen Draht gewickelt.
 Eigentlich sollte es gar kein Kranz werden, sondern ein Herz. Der kupferfarbene, weiche Aludraht, den ich schon als Kranzunterlage beim Frauenmantelkranz verwendet habe, sollte den Kern bilden.
Girlande aus Samenständen und Gräsern im Hochsommer
Zuerst habe ich einfach eine lange Girlande gewickelt, mit allem, was ich so gepflückt hatte. Der Silber-Blumendraht passt gut zu den spätsommerlichen Tönen, der Gräser und Samen. Einige Blüten sorgen für bunte Farbtupfer in der Girlande.
Girlande aus Gräsern und Blüten wird zum Kranz gebogen
 Für ein Herz hatte ich dann einfach zu wenig Material. Ich habe extra darauf geachtet, nicht zu viele Blüten am Wegesrand zu pflücken, damit ich den Bienen und anderen Insekten nicht die Nahrung wegnehme.
Sommerkranz aus Gräsern und Blüten vom Wegesrand auf Zinktopf
 Also wurde aus der Blütengirlande ein Kranz. Der kann zum Beispiel einen langweiligen Zinkübertopf sommerlich aufpeppen.
Sommerlicher Kranz auf Betonteller unter Drahtglocke
 Man kann ihn aber auch auf einen Untersatz wie diesen Betonteller legen. Mit einer Kerze im Glas, wird es ein sommerliches Windlicht.
Deko mit Sommerkranz unter Drahtglocke auf Gartentisch
 Oder man stülpt eine Drahtglocke darüber - oder eine Glasglocke. Da gibt es eine Menge Ideen. Euch fällt bestimmt auch noch etwas ein.
Sommerkranz aus Blumen vom Wegesrand als Gartendeko

Samstag, 13. Juli 2019

Kränze gehen immer

DIY Kranz aus Frauenmantel selbst binden
Der Frauenmantel musste zurückgeschnitten werden, damit er noch einmal neu austreibt. Irgendwie wächst er in diesem Jahr nicht so gut. Weil aber die Blüten viel zu schade zum Wegwerfen sind, habe ich daraus einen sommerlichen Kranz gebunden. Kränze gehen ja immer.
Frauenmantelblüten für einen sommerlichen Kranz

Sommerlicher Kranz aus Frauenmantel am Fenster

Blütenstände des Frauenmantels

Sommerlicher Kranz aus Frauenmantel am Gartenhaus

Sonntag, 7. Juli 2019

Stockrosen - und was sie mit Guerilla-Gardening zu tun haben

Lachsfarbene Stockrose im Juli
 Vor zwei Jahren dachte ich ja, dass wir ein Jahr haben, in dem die Stockrosen besonders gut wachsen. In diesem Jahr sind sie aber tatsächlich noch üppiger - und sie blühen in vielen Farben. Ursprünglich haben wir im Herbst 2012 eine weiße und eine dunkelrote Sorte in den Garten gepflanzt. Die haben sich seitdem prächtig vermehrt und an vielen Stellen selbst ausgesät. Die Stockrosen blühen von Juli bis Oktober. Sie sind leider etwas anfällig für Malvenrost, einen Pilz, der die Pflanze befällt, wenn sie zu feucht werden und zu eng stehen.
Stockrosenblüte im Juli
 Aber davon kann ja bei den trockenen Sommern, die wir immer häufiger haben, keine Rede mehr sein. Vielleicht bekommt ihnen das ja ganz gut. Wenn sie von Malvenrost befallen werden, sehen die Blätter allerdings gar nicht mehr schön aus. Dann hilft nur noch ein Pilzmittel oder man besprüht die Blätter mit einer wässrigen Seifenlauge.
Weiße Stockrose
Das sind vermutlich die beiden ursprünglichen Sorten: die weiße (oben) und die rote mit gelbem Blütengrund (unten).
Rote Stockrose blüht im Juli
 Es gibt inzwischen aber auch diese wunderschöne lachsfarbene, etliche pinkfarbene und sogar eine gelbe Sorte.
Rosa Stockrose im Juli
 Weil Stockrosen so eine schöne Fernwirkung haben, hat sie übrigens der erste Guerilla-Gärtner in der Schweiz verwendet, um damit in den 80er-Jahren Baumscheiben an Straßen zu verschönern. Damals war urbanes Gärtnern noch unbekannt - und Guerilla-Guardening sogar strafbar. Maurice Maggi hat die Stockrosen ausgewählt, weil die Malvengewächse nicht wie Unkraut wirken. Er habe sie ausgesät und dann geschaut, ob sie von den Stadtgärtnern gejätet wurden, hat er mir mal erzählt. Die Stadtgärtner ließen die Stockrosen stehen und so nach und nach wurde das Bepflanzen der Baumscheiben ein Trend in Zürich, den auch andere nachmachten.
Stockrosen unter einer Schwarzkiefer
In unserem Garten sind Stockrosen schon lange ein Trend. 2013 haben sie zum ersten Mal geblüht, und in diesem Jahr erfreuen sie uns also zum siebten Mal und noch dazu sind sie größer wie nie zuvor.