Dienstag, 21. Februar 2017

DIY - Winterliche Deko mit Traubenhyazinthen

 Wir sehnen uns nach dem Frühling. Aber wenn wir mal ehrlich sind, sieht man in der Natur noch nicht so viele Farben wie uns die Blumenläden weiß machen wollen. Im Gegenteil: Es ist dort noch überwiegend kahl. Vertrocknetes braunes Laub hängt an den kleinen Eichen, die bei uns in Feld und Wald wachsen. Ob wir wollen oder nicht: Es ist noch Winter. Allerdings zeigen sich die ersten grünen Spitzen der Frühlingsblüher in den Beeten. Und weil ich bei einem meiner Spaziergänge eine Handvoll dieser braunen Eichenblätterzweige mitgebracht habe, habe ich passend dazu einen Topf weiße Traubenhyazinthen dekoriert. Das sieht fast so aus, wie im richtigen Garten, wo die Frühlingsblüher jetzt durch das Herbstlaub austreiben.
 Den Wurzelballen der Traubenhyazinthe habe ich mit einem Stück Plattenmoos eingepackt, dass es einem japanischen Kokedama (einer hängenden Mooskugel) ähnelt. Nur, dass die Mooskugel dieses Mal nicht aufgehängt wird, sondern in die Glasvase kommt. Dort wird sie von Eichenblättern und Gräsern umrahmt.


So warte ich nun auf den Frühling und freue mich an dem, was der Spätwinter uns alles bietet...

Freitag, 17. Februar 2017

Frühlingskranz mit Schneeglöckchen

 Da es mit der Vermehrung der Schneeglöckchen nicht so einfach ist, habe ich vorsichtshalber im Gartencenter drei Pflanzen gekauft, um diese dann demnächst ins Beet zu pflanzen. Doch bis dahin sind sie eine hübsche Dekoration auf dem Tisch - und eine Füllung für den Kranz aus Klettenlabkraut.
 Wer um diese Jahreszeit mit offenen Augen durch Feld, Wald und Wiesen spazierengeht, entdeckt so einiges, was man gut für Dekorationen verwenden kann. Das Klettenlabkraut ist so ein Beispiel. Es überwuchert gerne andere Pflanzen und lässt sich jetzt, da es vertrocknet ist, von diesen ganz leicht herunterziehen. Die langen Stängel mit den kleinen, kugeligen Früchten sind gut geeignet, um Kränze daraus zu winden. Da die Zweige mit Borstenhaaren versehen sind, haften sie aneinander auch ohne, dass man den Kranz irgenwie zusammenbinden muss.
 Um Schneeglöckchen oder andere Frühlingsblüher in den Kranz zu pflanzen, legt man am besten etwas Plattenmoos mit der grünen Seite nach unten ins Innere des Kranzes. Auf die braune Wurzelseite des Mooses kommen die Pflanzen und dann wird der überlappende Rand des Mooses so umgeschlagen, dass die Wurzelballen der Schneeglöckchen eingepackt werden.

 Ich habe zwei verschiedene Sorten Schneeglöckchen gekauft. Sie unterscheiden sich folgendermaßen: Die Blätter des heimischen Kleinen Schneeglöckchens (Galanthus nivalis) sind schmaler, als die des Großblütigen Schneeglöckchen (Galanthus elwesii). 
 Das Großblütige Schneeglöckchen verbreitet sich duch Tochterzwiebeln im Garten - allerdings deutlich langsamer als das Nivalis-Schneeglöckchen. Und letzteres verbreitet sich auch durch Samen, das Elwes-Schneeglöckchen dagegen nicht. Jetzt weiß ich auch, warum das mit dem Schneeglöckchen-Teppich im Garten noch nichts geworden ist. Ich habe nämlich überwiegend Großblütige Schneeglöckchen gepflanzt.
 Bei meinem Besuch im Gartencenter habe ich auch diese Wachteleier entdeckt. Sie passen perfekt zur Schneeglöckchen-Deko im Klettenlabkrautkranz. Es ist zwar noch nicht Ostern, aber zum Frühling gehört ja auch, dass die Vögel mit ihrer Nachwuchsplanung und dem Nestbau beginnen. Und so ein bisschen erinnert mein Kranz ja auch an ein Nest.
 Hier sieht man noch einmal, wie sich die Blüten von G. nivalis (rechts) und G. elwesii (links) unterscheiden.


Sonntag, 12. Februar 2017

Noch mehr Deko mit Wachs

 Nicht nur Blüten, Gräser und Samenstände eignen sich gut zum Wachsen, sondern auch Zwiebelgewächse. Nachdem das Wachsen bei meiner Amaryllis ganz gut funktioniert hat, gibt es nun einen weiteren Versuch: Gewachste Traubenhyazinthen. Damit man die Zwiebeln in flüssiges Wachs tauchen kann, muss man zuerst die Erde entfernen und die Wurzeln in etwas Wasser auswaschen. Anders als bei der Amaryllis habe ich die Wurzeln dieses mal mit eingewachst. Wurzeln und Zwiebeln werden also kurz in den heißen Wachs eingetaucht und dann zum Trocknen auf ein Stück Zeitungspapier gelegt. Die Wurzeln kann man kringelförmig um die Zwiebel legen, sodass sie in dieser Form fest werden. Dann stehen die kleinen Zwiebelchen ganz gut. So gewachst, passen sie perfekt zu meinen gewachsten Samenständen.
 Und wie ich die arrangiert habe, zeige ich jetzt wie versprochen. 

Man benötigt für diese Dekoration leere Marmeladengläser, Butterbrottüten, Filz- oder Wollschnüre und Gräser.
 
Die habe ich neulich beim Spazierengehen  gesammelt. Dazu einige Eichenblätter (die ich bisher noch nicht weiterverarbeitet habe) und ein paar rote Hartriegelzweige. Die gefilzten dünnen weißen Filzschnüre werden genauso hergestellt wie die dicken, die ich für die hängenden Hyazinthen gemacht habe. So wollig weiß passen sie perfekt zum winterweißen Arrangement in der Papiertüte.
 Die Gräser werden in Marmeladengläser gestellt und ganz gerade abgeschnitten, sodass sie eine Art Steckhilfe für die gewachsten Blüten ergeben. Diese werden dann einfach dazwischen gesteckt. Das Marmeladenglas kommt in eine weiße Butterbrottüte und wird mit einer Filzschnur zugebunden. Fertig.
 Weil die Gräser, die als Steckhilfe dienen, so kurz abgeschnitten sind, kommen die gewachsten Samenstände darin besser zur Geltung. Man muss die Gräser aber nicht unbedingt kurz abschneiden. Auch als längerer Strauß sehen sie hübsch aus - wie im Bild unten, wo sie einen Hintergrund für die gewachste Karde bilden.

 Ich habe drei Tüten mit drei verschiedenen Füllungen auf einem Holzbrett arrangiert.
 Man kann den flüssigen Kerzenwachs auch in Formen gießen: Eine wilde Möhre zum Beispiel wird kopfüber in eine leere Käseschachtel gedrückt und dann mit weißem Wachs ausgegossen. Vermutlich hätte ich etwas weniger Wachs nehmen sollen, denn so richtig gut ist der Samenstand in der erstarrten Form nicht mehr zu sehen. Das muss ich wohl noch verbessern.


 Zum Fotografieren habe ich alles nach Draußen getragen, weil dort besseres Licht herrscht. Aber eigentlich stehen die gewachsten Blütenarrangements ja auf der Kommode im Wohnzimmer.
Und weil heute Sonntag ist, kann ich dieses winterliche florale Arrangement noch schnell zu Holunderblütchen und ihrem Friday Flowerday schicken. Da habe ich schon lange nicht mehr mitgemacht.

Samstag, 11. Februar 2017

Schneeglöckchen im Februar

 Im Februar 2014, also vor genau drei Jahren, habe ich einige Schneeglöckchen unter den Flieder gepflanzt. Seitdem warte ich darauf, dass sie sich vermehren. Schön wäre ja, wenn sie einen Teppich bilden würden. Na gut, ich weiß schon, dass das mehrere Jahre dauert, aber ich habe den Eindruck, in unserem Garten benötigen die Schneeglöckchen vermutlich eher Jahrzehnte, bis sie eine ansehnliche Fläche bedecken. Ich weiß auch, dass man die Schneeglöckchenbüschel am besten im Frühling aus der Erde nimmt, teilt und wieder neu einpflanzt, damit sie sich vermehren. Nur sind meine Büschel so klein, dass ich mich gar nicht erst traue, sie zu teilen.
 Jedes Jahr im Januar/Februar kann ich es also gar nicht erwarten, bis sich die Schneeglöckchen zeigen und dann vergleiche ich sie mit den Bildern aus dem Vorjahr. Mir scheint, es könnten tatsächlich etwas mehr geworden sein. Allerdings bin ich mir nicht sicher.
 Im vorigen März habe ich noch drei weitere Töpfchen Schneeglöckchen daneben gepflanzt, doch die haben sich definitiv noch nicht verbreitert. Aber immerhin sind sie auch nicht eingegangen. So wie diejenigen, die ich im Herbst 2014 unter die Quitte gesetzt hatte. Zumindest dachte ich, dass sie eingegangen sind. Bisher war an der Stelle, wo ich sie vermutete, nichts als nackte Erde zu sehen.
 Heute morgen wollte ich mich noch einmal vergewissern und auf einmal waren sie tatsächlich doch gewachsen. In dem Schnee, der heute früh gefallen war, konnte ich kleine Spitzen entdecken. Ich freue mich, dass sie doch noch da sind, allerdings haben sie sich in den vergangenen zwei Jahren auch nicht wirklich unter der Quitte ausgebreitet.
Die Schneeglöckchen sind spät dran dieses Jahr. Kein Wunder, hatten wir doch seit Jahresbeginn fast jede Nacht und manchmal auch am Tag Frost. In den nächsten Tagen soll es wärmer werden. Ich kann es gar nicht erwarten und bin schon höchstgespannt, ob die Stauden den starken Frost überlebt haben.
 Die Semperviven sind jedenfalls robust. Wenn es kalt ist, färben sich ihre Blätter rot. Ansonsten scheint ihnen der Frost nichts auszumachen.
Heute morgen konnte ich ein Foto von einer Clematisranke mit echtem Schnee machen. Morgen zeige ich dann, wie ich meine wachsgefrosteten Blüten dekoriert habe.

Montag, 6. Februar 2017

Gefrostete Schönheiten

 Die Lust auf Winter schwindet so langsam. Dennoch habe ich versucht, die kalte Jahreszeit floristisch noch einmal ins Haus zu holen  - und zwar in Form von gewachsten Blüten. Bei einem Spaziergang habe ich die getrockneten Samenstände von verschiedenen Pflanzen gesammelt. Diesen wurde durch Tauchen in flüssiges weißes Wachs eine Art frostiges Aussehen verliehen - so als wären die Blüten unter Eis und Schnee erstarrt.
 Für das Tauchwachs habe ich einfach die Reste von weißen Kerzen in einem alten Topf im Wasserbad eingeschmolzen. Wichtig ist, dass man den Wachs im Wasserbad erhitzt, damit er sich nicht entzündet. Wenn der Wachs komplett geschmolzen ist, nimmt man den Topf vom Herd und lässt den Wachs eine Weile abkühlen, bis er fast wieder dickflüssig wird. So bleibt er umso besser an den Blüten haften, die man hineintaucht.
 Die puscheligen Samenstände der Gewöhnlichen Waldrebe (Clematis vitalba) sind jetzt im Februar in der freien Natur schon recht grau und fast schon ein wenig unansehnlich geworden. Mit dem weißen Wachs erhalten sie einen neuen frischen Anstrich, der irgendwie an Frost erinnert.
 Sehr hübsch sehen auch diese kleinen Knospen aus, von denen ich gar nicht weiß, was es ist.
 Ich habe außerdem Wilde Möhre, Goldrute und die Samenstände der Karde mit einem Wachsüberzug versehen.
Alle diese "gefrosteten" Schönheiten werde ich noch zu einem winterlichen Arrangement verarbeiten, doch das wird noch einige Tage dauern. Daher zeige ich heute schon mal einen kleinen Einblick in das, was ich gerade so mache.

Und natürlich ist auch das mal wieder ein Basteltipp aus der Reihe Low-budget, denn man benötigt dafür nur ein paar getrocknete Pflanzen, die man beim Spaziergang findet sowie einige weiße Kerzenreste zum Einschmelzen. Das kann jeder nachmachen. Viel Spaß dabei!

Sonntag, 29. Januar 2017

Die eingefilzten Hyazinthen blühen

 Die hängenden Hyazinthen blühen inzwischen. Es klappt also tatsächlich: Die Pflanzen haben so viel Kraft in ihren Zwiebeln, dass sie auch ganz ohne Erde eine Blüte ausbilden. Allerdings sollte man sie schon regelmäßig mit Wasser ansprühen. Ich denke, das verkraftet der Filz ganz gut. Hier zeige ich also heute noch einmal einige Hyazinthenbilder, allerdings diesmal mit Blüten.




 Auch die Amarylliszwiebel, die ich vor einigen Wochen im Dezember eingewachst habe, treibt jetzt langsam aus.
Jetzt habe ich aber wirklich genug Posts zum Thema Hyazinthen auf meiner Fensterbank gebracht. Für das nächste Mal muss ich mir etwas Neues einfallen lassen. 
Für alle, die aber noch nicht genug davon haben, gibt es hier das Ganze noch einmal als Video:

Mittwoch, 18. Januar 2017

DIY - Hyazinthenzwiebeln umfilzen

 Ich habe mir einen wollig-weißen Winter auf die Küchenfensterbank geholt. Nach einem frostigen Start in den Januar gab es vor genau einer Woche den ersten Schnee. Bisher habe ich diesen immer auf dem Blog dokumentiert, doch diesmal hatte ich keine Gelegenheit, Fotos davon zu machen. Schade. Der Schnee blieb auch nicht lange liegen, doch es ist noch immer ziemlich frostig draußen. Diese winterliche Stimmung habe ich nachzuempfinden versucht, indem ich die ersten Frühlingsblüher, die es im Supermarkt zu kaufen gab, in dicke "Wollmäntel" verpackt habe: Hyazinthenzwiebeln in Filzschnüren.
 Aus weißer Schurwolle habe ich dicke Schüre gefilzt. Pro Hyazinthe benötigt man ungefähr eine Länge von 2,50 Metern. Damit die Hyazinthen umwickelt werden können, muss man sie zunächst vom Blumentopf und der Erde befreien. Die Wurzeln werden unter fließendem Wasser ausgewaschen. Mit einem Stück Alufolie wird dann die Zwiebel zu etwa zwei Dritteln eingepackt.
 Damit die Filzschnur gut hält, wird sie an einigen Stellen mittels Heißkleber an der Alufolie befestigt und dann wie bei einem Wollknoll um die Zwiebel herumgewickelt, sodass die Alufolie komplett verdeckt wird. Schon ist die Hyazinthenzwiebel im Wollmantel fertig.
 Besonders hübsch finde ich es, wenn man mehrere solcher ummantelter Frühlingsblüher an Fäden aufhängt. Ich habe gleich drei Hyazinthen in unterschiedlichen Längen ins Küchenfenster gehängt. Sie ergänzen sich wunderbar mit dem winterlichen Gesteck, das ich in der vorigen Woche gemacht habe. Inzwischen blühen die Hyazinthen, die ich dafür verwendet habe, nämlich weiß.
 Auch mein Filzobjekt passt hierzu perfekt. Es ist aus der gleichen Schurwolle gefilzt wie die dicken Schnüre. Und es harmoniert ebenfalls mit Hyazinthen. Damit diese nicht im Filzübertopf versinken, habe ich ihn zuerst mit zusammengeknäueltem Zeitungspapier ausgestopft und das dann mit etwas Alufolie abgedeckt. Dahinein wird ebenfalls eine Hyazinthenzwiebel gesetzt.
 Die Hyazinthen haben genug Kraft in ihren Zwiebeln, um auch ohne Erde aufzublühen. Das sieht man bereits an denen, die ich ins Moosgesteck eingepackt habe, denn auch hier wurde die Erde weitestgehend entfernt.

Ich bin ganz begeistert von meiner winterlichen Fensterdeko. Wer noch genauer wissen möchte, wie man diese macht, kann mein neues Video-Tutorial auf Youtube anschauen. Viel Spaß dabei!