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Sonntag, 23. April 2023

Gartenrundgang im April

Palisaden-Wolfsmilch und Darwin-Tulpen blühen im April
Die Tulpenblüte war im vergangenen Jahr definitiv besser als in diesem. Wo sind all die gelben und pinkfarbenen Darwin-Hybriden hin? Aktuell blühen nur rote Tulpen - und noch dazu nicht gerade viele.
Tulpe Darwin-Hybride Red Impression
Die ersten Allium-Blüten stehen auch schon in den Startlöchern.
Taubnessel ist eine Insektenweide im April
Im Terrassenbeet gibt es eine neue Pflanze, den Nesselkönig (Lamium orvala), eine Taubnessel, die bei Bienen und Hummeln recht beliebt ist. Damit haben wir eine weitere Nahrungsquelle für Insekten im Frühjahr, wenn noch wenig blüht.
Ableger von Balkan-Storchschnabel gepflanzt
Der Balkan-Storchschnabel im Beet unter der Kiefer, der sich so gut ausgebreitet hatte, der so robust war und jedes Jahr verlässlich ab Ende April/Anfang Mai blühte, hat den Winter nicht gut überstanden. Er treibt zwar langsam wieder aus, hatte aber sonst um diese Jahreszeit bereits immer einen dichten Blätterteppich gebildet.
Kiefer unterpflanzt mit Balkan-Storchschnabel
Zum Glück hatte ich vor einigen Jahren einige Ableger des Storchschnabels in einen großen Kübel gepflanzt und hiervon habe ich nun wieder einige Ableger ins Kiefernbeet gesetzt. Ich hoffe, die neuen Ableger breiten sich wieder so aus, wie einst die ursprünglichen vier Mutterpflanzen.
Kaukasus-Beinwell breitet sich im Garten aus
Gleich neben dem Kiefernbeet hat der Kaukasus-Beinwell das Beet am Zaun erobert. Er wird in jedem Jahr üppiger und hat schon manch andere Pflanze verdrängt. 
Insektenweide Kaukasus-Beinwell im April
Aber auch der Beinwell ist eine sehr gute Insektenweide.
Blick ins Beet unter der Kiefer und auf die Palisaden-Wolfsmilch
Und sogar in den Palisaden-Wolfsmilch summt und brummt es, obwohl diese Pflanze aus dem Mittelmeerraum kommt und laut manchem Experten gar nicht für heimische Bienen und Insekten geeignet sein soll. 
Schwarzmeer-Elfenblume blüht im April
Auch bei der Schwarzmeer-Elfenblume (Epimedium pinnatum ssp. colchicum) muss man schon genau hinschauen, um die wunderbar zartgelben Blüten zwischen den neu ausgetriebenen Blättern zu sehen. Ich habe es in diesem Jahr tatsächlich versäumt, das Laub vom Vorjahr rechtzeitig zum Neuaustrieb zurückzuschneiden.
Auch die Osterdekoration auf dem Pflanztisch blüht noch im April

Insgesamt war der April bisher recht durchwachsen. Es hat viel geregnet und es war eher kühl. Ein Kollege meinte neulich, man könnte meinen, dass der Herbst nie enden wolle. So schlimm finde ich das Wetter nicht. Immerhin war der Regen für die Natur bitter nötig.
 

Sonntag, 3. Mai 2020

Blau trifft Gelb im Maigarten

Blaue Akelei
Der Regen gestern und heute war Balsam für den Garten. Es könnte ruhig noch ein wenig mehr regnen. Der April war schließlich viel zu trocken. Während es im April zur Tulpenblüte noch recht bunt im Terrassenbeet war, hat sich im Mai der Garten wie immer in sanfte Blautöne gehüllt.
Blau blühende Hasenglöckchen
 Blau und Gelb ist eine wunderbare Farbkombination. Die grüngelben Blüten der Palisadenwolfsmilch geben eine schöne Kulisse für Akelei und Hasenglöckchen ab. Alle drei säen sich übrigens ganz gut selbst aus und so wachsen inzwischen in allen Beeten Akelei, Hasenglöckchen, aber auch Wolfsmilchgewächse.
Blaue Akelei und Palisadenwolfsmilch
 Auch die Iris zeigt schon die ersten Blüten, die Allium öffnen ihre Kugeln und überall dazwischen blühen die letzten Vergissmeinnicht. Das sind weitere "Wanderer durch den Garten".
Blau blühende Iris

Geranium phaeum blüht im Mai
 Zwischen all dem Blau und Gelb fällt die unauffällige Blütenfarbe von Geranium phaeum kaum auf. Sie passt sich perfekt an.
Blick ins Terrassenbeet

Blau blühende Stauden im Mai
Eine weitere schöne Farbkombination ist übrigens Gelb und Dunkelrot. Diese habe ich vor einigen Jahren im Schlosspark von Malmö entdeckt. 

Montag, 13. April 2020

Sommerlicher April

Weiße Muscari vor blühender Felsenbirne
 Der April hat sich in der vergangenen Woche mal wieder von seiner sommerlichen Seite gezeigt. Diese beiden Bilder sind vom 5. April - da blühte gerade die Felsenbirne im Hintergrund. Und die Tulpen standen in den Startlöchern. 
Felsenbirne, Tulpen und Euphorbia Anfang April
 Seitdem hatten wir jeden Tag Temperaturen von mehr als 20 Grad und die Tulpen sind ganz flott aufgeblüht. Das erinnert fast ein wenig an den April vor zwei Jahren - den April vor dem Hitzesommer 2018. 
Tulpenblühe Mitte April
Vor zwei Jahren war die Palisaden-Wolfsmilch hinten vor der Mauer noch ein ganzes Stück kleiner. Inzwischen hat sie sich schon an einigen Stellen selbst ausgesät. So schön wie die Mutterpflanzen, blüht sie aber nirgends. 
Tulpen und Helleborus foetidus Mitte April
Die Helleborus foetidus (Bild oben rechts) blüht ebenfalls und ich hoffe, auch sie sät sich aus. Es bleibt immer spannend, welche Pflanzen sich im Boden wohl fühlen und gut gedeihen. Manche verschwinden auch wieder und man fragt sich, wo sie eigentlich hin sind. Tulpen hatten wir schon mehr, aber auch schon weniger. Die Darwin-Hybriden halten sich jedenfalls ganz wacker.
Blick ins Terrassenbeet Mitte April
Heute gibt es mal einen Tag Regenpause im sommerlichen April, und nachts wird es empfindlich kalt. Zum Glück ist die Quitte noch nicht aufgeblüht. Ab Mittwoch soll es dann wieder wärmer werden - dann darf die Quitte loslegen.

Sonntag, 22. März 2020

Frühlingsbeginn im Garten

Gartentisch mit Hornveilchen, Muscari und Semperviven
Diese Woche hörte ich folgenden Spruch: Der Moment, in dem du begreifst, dass dein Lebensstil Ausgangssperre heißt. Der könnte fast auf mich zutreffen. Ich verlasse im Normalfall das Haus, um zu arbeiten, Lebensmittel einzukaufen, um spazierenzugehen oder Fahrrad zu fahren und um im Garten zu arbeiten. Okay, der ein oder andere Besuch kommt noch hinzu, aber ansonsten muss ich mich momentan nicht wirklich einschränken. Ich arbeite seit einer Woche im Homeoffice - auch das hat Vorteile. Da kann ich zumindest den Garten jeden Tag sehen.
Sempervivum Rosie
 Gestern bin ich endlich mal dazu gekommen, die Semperviven auf dem Gartentisch ein wenig aufzufrischen. Sie haben in den vergangenen Monaten ein wenig gelitten, weil es aufgrund des vielen Regens doch etwas feucht in den Töpfen wurde. Einige habe ich umgetopft und mit frischer Erde und etwas Dünger gepflegt.
Frühlingsblüher Muscari und Sempervivum Rosie im Topf
 Im Garten wächst und sprießt es seit Tagen - es war ja auch eine wirklich sonnige Woche mit Temperaturen bis zu 18 Grad.
Blick in den Garten zum Frühlingsbeginn
 Besonders gut gefällt mir aktuell die Mandelblättrige Wolfsmilch, die ich erst im vorigen Frühjahr gekauft habe. Im Bild unten links sieht man, dass sie sogar schon Ausläufer bildet und sich etwas verbreitert. Am schönsten aber sind die Blüten der Wolfsmilchgewächse.
Mandelblättrige Wolfsmilch mit Blüte
 Auch Tulpen, Narzissen und Hyazinthen stehen in den Startlöchern oder blühen sogar schon.
Tulpen und Frühlingsblüher im Terrassenbeet
Pünktlich zum Frühlingsanfang sind die Temperaturen zwar heute Nacht wieder unter null Grad gesunken und momentan weht ein eisiger Wind, aber die Sonne zaubert so schöne Lichtflecken in den Garten und bringt die Blüten ganz besonders schön zum Leuchten.
Schale mit Hornveilchen auf dem Gartentisch
Ich hoffe, ihr kommt alle gut durch die Corona-Krise - bleibt gesund!

Sonntag, 16. Juni 2019

Der Garten wird zum Schattengarten

Malvenblüte im Juni
 Im Mai war die Rote Spornblume am Zaun der Hingucker. Jetzt im Juni sind es die Malven. Farblich harmonieren die beiden nicht so gut miteinander, aber die Spornblumen sind inzwischen verblüht und ich habe sie zurückgeschnitten, damit sie neu austreiben können.
Malvenblüte am Zaun
 In diesem leuchtend pinkfarbenen Blütenmeer geht allerdings leider die rote Blüte der Macedonischen Witwenblume (Knautia macedonia) etwas unter. Schade! Ursprünglich hatte ich die Witwenblumen genau an diesen Standort gesetzt, dann haben wir sie zwischen die Katzenminze in ein anderes Beet umgepflanzt und jetzt wieder zurück an den Zaun - immer der Sonne hinterher. Denn Sonne ist bei uns ja leider etwas Mangelware.
Malven und Witwenblume

Witwenblume Knautia macedonia
Auch die Glockenblume hat es nicht leicht zwischen all den Malven. Ich habe sie nur durch Zufall entdeckt.
Glockenblume

Indische Kermesbeer (Phytolacca acinosa) blüht im Juni
Immerhin fühlen sich die Asiatischen Kermesbeeren (Phytolacca acinosa) im Schatten der Malven sehr wohl. Jetzt im Juni blühen sie gerade links und rechts des Weges zwischen den beiden Gartenhäuschen.
Frauenmantel blüht im Juni
Der Frauenmantel blüht im Terrassenbeet und auch einige der Semperviven schicken sich an, eine Blüte auszubilden.
Semperviven in Topfdeckel gepflanzt
 Manche der Wurzen sind richtig fett geworden.
Semperviven bilden Blütenstengel aus
 Kleiner Nachtrag: An Ostern hatte ich einige Ableger der Semperviven in Eierschalen gesetzt und auf der Kaffeetafel dekoriert. Auch die haben sich ganz gut gehalten.
Semperviven in Eierschalen gepflanzt
 In der Schattenecke blüht der Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum) und auch die Funkien sehen üppig grün aus. Leider haben das auch schon wieder die Schnecken entdeckt. Nachdem wir im vorigen Sommer mal Ruhe vor den Plagegeistern hatten, sind sie jetzt schon wieder auf dem Vormarsch.
Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum) blüht im Schatten
 Vermutlich wäre die Geranien-Blüte üppiger, wenn es hier etwas sonniger wäre. Ist es aber leider nicht und daher bin ich sehr froh, mit dem Bergwald-Storchschnabel eine Sorte gefunden zu haben, die auch im Schatten ganz gut gedeiht und hier sogar blüht.
Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum) blüht im Juni

Funkie und Salvia nemerosa (Steppen-Salbei)
Diese hellgrün-panaschierte Hosta-Sorte scheint den Schnecken zum Glück nicht zu schmecken. Den Steppen-Salbei, der hier blüht, habe ich vom Terrassenbeet weg ebenfalls mehr Richtung Sonne gepflanzt. Doch die wird immer rarer. Vielleicht müssen wir doch mal die unteren Zweige der großen Kiefer etwas stutzen, denn diese ragen inzwischen weit in den Garten hinein.
Schwarzkiefer sorgt für Schatten im Garten
Und dennoch ist es ziemlich grün im Garten. Man muss halt genau überlegen, welche Pflanzen man verwendet. Es gibt ja so viele Möglichkeiten, nur mit sonnenliebenden Stauden ist es etwas schwieriger.
Das blüht im Juni: Ramblerrose, Katzenminze, Bartnelke

Sonntag, 19. Mai 2019

Zaunbewuchs

Grundstücksgrenze mit Holzzaun Haselnuss und Dünenrose
Auf der Suche nach einem geeigneten Fotomotiv für einen Text über Ziergehölze in naturnahen Gärten, bin ich auch an unserem Zaun entlang gekommen. Von der Straße her wirkt es vielleicht ein wenig verwildert in unserem naturnahen Garten. Neben der Haselnuss (ganz links im Bild), deren Zweige schon fast in Bodennähe durch den Zaun wachsen, blüht gerade noch die Dünenrose.  
Rote Spornblume blüht am Holzzaun
 Der absolute Hingucker aber ist die Rote Spornblume, die einen großen Teil ihrer Blütentriebe durch den Zaun auf den Gehweg gesteckt hat - der Sonne entgegen. Denn das ist die Südseite des Grundstückes.
Rote Spornblume Blüten im Mai
 Schon 2016 sah das ganz hübsch aus und wir haben die Staude gewähren lassen. In diesem Jahr aber übertrifft sie sich noch einmal. Das hatte schon den Effekt, dass vorbeigehende Spaziergänger sich einfach ein paar Stengel mitgenommen haben. Prinzipiell ist das ja nicht schlimm, aber wenn jeder das machen würde... Außerdem könnte man fragen, vor allem, wenn die Besitzer nur ein paar Meter entfernt im Garten stehen. Und drittens muss man nicht die grünen Blätter, die man abstreift, weil sie in der Vase stören, einfach auf den Gehweg fallen lassen. Wenn jeder das machen würde...
Rote Spornblume mit Biene
 Selbst gestern Abend waren noch die Bienen unterwegs. Auch sie mögen die Rote Spornblume.

Dünenrose am Zaun
 Die Dünenrose ist innerhalb von zwei Jahren deutlich gewachsen. Das sieht man im Vergleich mit meinem Beitrag aus 2016.
Blick über den Gartenzaun von Filz und Garten
Vor dem Zaun blüht es also im Moment fast noch mehr als dahinter im Garten. Aber nein, das stimmt natürlich auch nicht.
Zaunbewuchs im Mai
 Alles kann man aus dieser Richtung halt doch nicht sehen.
Akelei und Allium blühen im Mai
 Zum Beispiel nicht, wie schön schon seit Wochen die Akelei blühen - so kommt es mir zumindest vor. Durch die Kälte der vergangenen Tage, halten sich die Blüten viel länger.
Beet mit Iris, Allium und Akelei
Im Terrassenbeet blühen Akelei, Allium und Iris.
Balkanstorchschnabel als Bodendecker unter Kiefer
 Unter der Kiefer hat es der Balkan-Storchschnabel doch noch geschafft, wieder einen grünen Teppich zu bilden. Auch er blüht gerade sehr schön. Über den Winter war der Storchschnabel ziemlich zurückgegangen. Ich habe zwei Säcke Komposterde in dem Beet verteilt, damit er sich wieder erholt. Das hat anscheinend geholfen.
Euphorbia characias
 Die Mittelmeer-Wolfsmilch ist von Stürmen und Gewittern ganz schön gebeutelt worden - ihre Zweige stehen nicht mehr so wunderbar aufrecht wie noch Anfang des Frühjahrs - doch auch sie blüht noch immer. Die Katzenminze davor ist ebenfalls eine Bienenfreude. Im Bild wird sie hier allerdings verdeckt von der kleineren Steppenwolfsmilch (links im Bild). Vorne steht die Taglilie in den Startlöchern.
Geranium phaeum (Brauner Storchschnabel)

Ein ganz wunderhübscher Traum ist der Braune Storchschnabel (Geranium phaeum), den ich ganz neu habe. Ich finde diese kleinen braunroten Blüten ganz bezaubernd.