Von wunderschönen dekorativen Stichen bin ich weit entfernt. Ich habe ja auch keinerlei Übung mit Stickerei. Dennoch zeige ich mal, wie ich vorgegangen bin. Zunächst habe ich mehrere quadratische Stoffstücke übereinander gelegt und an drei Seiten zusammengeheftet. Die vierte Seite bleibt offen, damit man das Stoffstück von innen nach außen wenden kann. Wichtig ist es also, dass die schönen Stoffseiten zuerst innen sind, damit sie beim Wenden nach außen kommen.
Als nächstes werden die Ränder der offenen Seite nach innen umgeschlagen und mit Stecknadeln zugesteckt, bevor sie mit dem Stickgarn zugenäht werden. Dazu verwendet man einen ganz einfachen Heftstich.
Weil ich zunächst ganz ohne Hilfslinien einfach drauf los geheftet habe, sind die Stiche ziemlich schief und schräg geraten, insbesondere in der Mitte. Ich bin einfach einer Anleitung auf Youtube für sogenannte Sashiko-Zokins gefolgt. Allerdings hatte die Youtuberin sehr viel Erfahrung in der japanischen Stickkunst und ihre Putzlappen wurden auch ohne Hilfslinien zu Kunstwerken. Meine hingegen nicht.
Also habe ich doch erst einmal ein paar Grundlagen geübt: Ich habe mit einem Stoffstift Hilfslinien eingezeichnet. Außerdem habe ich mir angeschaut, wie man stickt, ohne einen Knoten zu machen.
Wichtig ist auch, dass man nicht an einer Ecke, sondern immer in der Mitte einer Seite mit der Stickerei beginnt. Außerdem sollte man den Faden in der gewünschten Länge zuvor abmessen und abschneiden. Ich habe jede Runde in einer anderen Farbe gestickt und wie im Bild oben links, immer zunächst die Länge der Runde ausgemessen.
Wichtig ist es auch, dass man darauf achtet, schöne Ecken hinzubekommen.
Und dass die Stiche möglichst alle gleichgroß werden. Das ist mir noch nicht so gut gelungen. Ich habe bei meinem ersten Versuch mit Hilfslinien dann auch wirklich jeden Heftstich einzeln machen müssen, um zu schauen, dass er einigermaßen so groß wird, wie der vorherige. Beim zweiten Versuch habe ich mich dann schon getraut, gleich mehrere Stiche auf einmal zu machen, wie im Bild oben.
Ich kann nicht behaupten, dass ich die Technik nach drei Versuchen schon beherrsche, aber als Putzlappen kann sich das Ergebnis sehen lassen. Weil man mehrere Lagen Stoff aufeinander stickt, werden die Lappen auch schön griffig.
Jetzt muss ich sie nur noch Ausprobieren. Stoffreste, um mich in der Sashiko-Technik weiter zu üben, habe ich jedenfalls noch genug.














