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Dienstag, 27. August 2019

Sonne im August

Rudbeckia triloba blüht im August
 Die Rudbeckia triloba ist eine Pracht. Sie blüht und blüht nun schon seit einigen Wochen und hat etwas Farbe in unseren sonst im August überwiegend grünen Garten gebracht. Das ist nicht leicht gewesen. Im vorigen Jahr habe ich zum ersten Mal mit Mädchenaugen, Sonnenbräuten und Sonnenhüten experimentiert und versucht, ein gelbes Beet anzulegen. Das hat nur bedingt geklappt, da einige dieser Stauden bei Schnecken sehr beliebt sind. Dieser Sonnenhut hier ist zum Glück schneckenresistent. Er bringt nun im wahrsten Sinne des Wortes Sonne im August - ganz unabhängig von der aktuellen Hitzewelle.
Blüte von Rudbeckia triloba
 Was ich nicht fotografiert habe, ist die Staudensonnenblume. Auch die blüht reich und kommt gut mit Schnecken zurecht. Allerdings leidet sie in diesem Jahr unter Mehltau. Irgendwas ist ja immer.
Sonnenhut und Palisaden-Wolfsmilch vor Gartenhaus
 Ansonsten ist es wie gesagt eher grün bei uns. Aber das ist nicht neu. Schon vor drei Jahren habe ich über den unordentlichen Augustgarten berichtet. Irgendwie ist es ja auch kein Wunder: In unserem eher schattigen Garten gibt es nicht allzu viele Sonnenplätze. Und im Schatten blühen Sonnenstauden nun mal nicht.
Blick in den überwiegend grünen Augustgarten
 Immerhin haben wir in diesem Jahr mal wieder Platz für Agastachen gefunden. Auch das hatten wir schon einmal probiert, doch leider sind sie dann irgendwann nicht mehr wieder gekommen. Die Bienen freuen sich jedenfalls. Sie mögen die blauen Blüten ganz besonders gerne.
Agastache, Kaukasus-Gamander und Funkie
Sie wachsen im Übergang vom Schattenbeet zum Terrassenbeet, dort, wo die Sonne einige Stunden am Nachmittag scheint.
Agastache blüht im August
 Agastache, Kaukasus-Gamander und Storchschnabel Rozanne bilden eine blaue Ecke an der Hecke. Sie kommen mit der Hitzewelle, die wir gerade haben (es ist ja schon die dritte in diesem Jahr) ganz gut zurecht. 
Storchschnabel Rozanne vor der Agastache im Beet
 

Sonntag, 16. Juni 2019

Der Garten wird zum Schattengarten

Malvenblüte im Juni
 Im Mai war die Rote Spornblume am Zaun der Hingucker. Jetzt im Juni sind es die Malven. Farblich harmonieren die beiden nicht so gut miteinander, aber die Spornblumen sind inzwischen verblüht und ich habe sie zurückgeschnitten, damit sie neu austreiben können.
Malvenblüte am Zaun
 In diesem leuchtend pinkfarbenen Blütenmeer geht allerdings leider die rote Blüte der Macedonischen Witwenblume (Knautia macedonia) etwas unter. Schade! Ursprünglich hatte ich die Witwenblumen genau an diesen Standort gesetzt, dann haben wir sie zwischen die Katzenminze in ein anderes Beet umgepflanzt und jetzt wieder zurück an den Zaun - immer der Sonne hinterher. Denn Sonne ist bei uns ja leider etwas Mangelware.
Malven und Witwenblume

Witwenblume Knautia macedonia
Auch die Glockenblume hat es nicht leicht zwischen all den Malven. Ich habe sie nur durch Zufall entdeckt.
Glockenblume

Indische Kermesbeer (Phytolacca acinosa) blüht im Juni
Immerhin fühlen sich die Asiatischen Kermesbeeren (Phytolacca acinosa) im Schatten der Malven sehr wohl. Jetzt im Juni blühen sie gerade links und rechts des Weges zwischen den beiden Gartenhäuschen.
Frauenmantel blüht im Juni
Der Frauenmantel blüht im Terrassenbeet und auch einige der Semperviven schicken sich an, eine Blüte auszubilden.
Semperviven in Topfdeckel gepflanzt
 Manche der Wurzen sind richtig fett geworden.
Semperviven bilden Blütenstengel aus
 Kleiner Nachtrag: An Ostern hatte ich einige Ableger der Semperviven in Eierschalen gesetzt und auf der Kaffeetafel dekoriert. Auch die haben sich ganz gut gehalten.
Semperviven in Eierschalen gepflanzt
 In der Schattenecke blüht der Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum) und auch die Funkien sehen üppig grün aus. Leider haben das auch schon wieder die Schnecken entdeckt. Nachdem wir im vorigen Sommer mal Ruhe vor den Plagegeistern hatten, sind sie jetzt schon wieder auf dem Vormarsch.
Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum) blüht im Schatten
 Vermutlich wäre die Geranien-Blüte üppiger, wenn es hier etwas sonniger wäre. Ist es aber leider nicht und daher bin ich sehr froh, mit dem Bergwald-Storchschnabel eine Sorte gefunden zu haben, die auch im Schatten ganz gut gedeiht und hier sogar blüht.
Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum) blüht im Juni

Funkie und Salvia nemerosa (Steppen-Salbei)
Diese hellgrün-panaschierte Hosta-Sorte scheint den Schnecken zum Glück nicht zu schmecken. Den Steppen-Salbei, der hier blüht, habe ich vom Terrassenbeet weg ebenfalls mehr Richtung Sonne gepflanzt. Doch die wird immer rarer. Vielleicht müssen wir doch mal die unteren Zweige der großen Kiefer etwas stutzen, denn diese ragen inzwischen weit in den Garten hinein.
Schwarzkiefer sorgt für Schatten im Garten
Und dennoch ist es ziemlich grün im Garten. Man muss halt genau überlegen, welche Pflanzen man verwendet. Es gibt ja so viele Möglichkeiten, nur mit sonnenliebenden Stauden ist es etwas schwieriger.
Das blüht im Juni: Ramblerrose, Katzenminze, Bartnelke

Montag, 22. April 2019

Wer braucht schon Rasen?

Blick auf Mittelmeer-Wolfsmilch im April
 Eine Woche Urlaub bei schönstem Sonnenwetter liegt hinter mir. Und ich musste gar nicht verreisen, denn das grüne Paradies liegt direkt hinter dem Haus. Die Schönwetterphase im April lässt vermuten, dass der Sommer ähnlich heiß und trocken werden könnte wie der vergangene. Was soll man dazu sagen? Für Gartenbesitzer und Landwirte ist das nicht wirklich ein Traum, auch wenn momentan noch alle vom traumhaften Osterwetter schwärmen.
Tatarische Heckenkirsche (Lonicera tatarica) kurz vor der Blüte
 Der Mittelmeer-Wolfsmilch scheint das Wetter jedenfalls zu gefallen. Und was hier so verheißungsvoll viele Blüten angesetzt hat, ist die Tatarische Heckenkirsche (Lonicera tatarica).
Beetvergrößerung
 Wenn es weiter so trocken bleibt, ist es mit der Pflanzzeit allerdings bald vorbei. Dabei sind wir noch gar nicht ganz fertig mit der Umgestaltung. Ich habe nämlich beschlossen, statt des Rasens in der Mitte, das Beet zu vergrößern. Wer braucht schon Rasen, wenn man stattdessen Stauden haben kann?
Das Mittelbeet wird vergrößert - vom Rasen bleiben nur Wege
 Nein, im Ernst: Die Idee ist mehr aus der Not heraus entstanden, da der Rasen so verdichtet ist und alle Bemühungen, ihn nachzusäen, nicht wirklich Erfolg gebracht haben. Wir laufen einfach zu viel durch den Garten - und da wo wir laufen, sieht man das. Die Konturen des Beetes sind schon angelegt und die Erde wurde zum Teil schon verbessert. Nur gepflanzt haben wir noch nicht.
Schattenbeet im April: Silberblatt, Vergissmeinnicht und Elfenblumen blühen
 Die Schattenecke ist dagegen schon recht gut zugewachsen. Hier blühen gerade die Vergissmeinnicht, die Elfenblumen und das Silberblatt - das übrigens sehr beliebt bei Insekten ist.
Silberblatt (Lunaria annua) ist beliebt bei Hummeln und Bienen
 Recht klein und unscheinbar, aber dafür doch sehr wunderhübsch, ist die Schaumblüte (Tiarella), die sich im Schatten unter Flieder und Quitte ebenfalls ganz wohl fühlt und momentan blüht.
Schaumblüte (Tiarella) blüht im April
Mal schauen, ob wir es in der zweiten Urlaubswoche schaffen, das Werk mit der Umgestaltung zu vollenden.

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Quittenernte und ein kleines DIY mit Samentütchen

Quitten im Drahtkorb auf Pflanztisch
 Die ersten Quitten sind geerntet. Ich habe allerdings erst mal nur so viele Früchte vom Baum gepflückt, wie ich zum Marmelade kochen gebraucht habe. Und weil ich nur zwei Päckchen Gelierzucker im Haus hatte, hängen die meisten also noch am Baum.
Quitten im Drahtkorb und am Baum
Am allerbesten ist eigentlich der Duft der Früchte. Da man sie nicht unverarbeitet genießen kann, bleibt einem nicht viel übrig als Marmelade oder Gelee herzustellen. Zum Glück mag ich das besonders gerne. Im Gegensatz zu Quittenbrot - das ist nicht so mein Ding.
Quittenzweige hängen bis zum Boden
 Unser kleiner, schräg gewachsener Quittenbaum hat in diesem Jahr ganz schön an seiner Last zu tragen. Die recht dünnen Zweige hängen zum Teil bis zum Boden.
Amsel in der Schattenecke unter der Quitte
Hier in der Schattenecke unter Quitte und Flieder hat unsere Hausamsel momentan ein Lieblingsplätzchen gefunden. Sie badet täglich mehrmals in dem flachen Blumenuntersetzer und frisst einen halben Apfel nach dem anderen.
Reifer Apfel am Baum im Oktober
Wobei sie nichts von den Äpfeln bekommt, die an unserem winzigen Apfelbaum hängen. Das sind nämlich nur zwei Stück.
Sonnenhut im Oktober
 Wir haben vor einigen Wochen noch einmal umgeplant und den Sonnenhut sowie die bereits verblühten Sonnenbräute in das Beet vor der Garagenmauer gesetzt. Das bekommt doch mehr Sonne ab als das Dahlienbeet, wo wir die Stauden zuerst hingepflanzt hatten. 
Zweite Stockrosenblüte im Oktober
 Durch den ungewöhnlich langen Sommer, der uns auch jetzt im Oktober noch Temperaturen von über 20 Grad beschert, haben die Stockrosen begonnen, ein zweites Mal zu blühen.
Stockrosenblüte im Oktober
 Das hat mich daran erinnert, dass ich ja bereits im August die ersten Samen der Stockrosen geerntet habe. Damals waren noch die Feuerwanzen an den Samenkapseln zugange und haben daran gesaugt. Die Wanzen sind inzwischen verschwunden - es gab ja doch bereits einige kalte Nächte.
Stockrosensamen mit Feuerwanze im August
 Aus einem hübschen DIN-A-4-Briefumschlag, der mir mit einer Bestellung von einem Online-Shop zugesandt worden war, habe ich einige Samentütchen für die Stockrosensamen gebastelt.
DIY Samentütchen selbst gebastelt
 Wie das geht, habe ich ja schon einmal hier erklärt.
Collage Samentütchen aus Schmuckpapier
 Falls jemand gerne ein solches Samentütchen mit weißen oder rosafarbenen Stockrosensamen hätte, bitte in den Kommentaren oder per Mail bei mir melden. Ich gebe gerne welche ab.

Samstag, 18. August 2018

Nach der Hitzeperiode - auch Tiere haben Durst

Hosta Grand Slam Blüte
 Die Hosta Grand Slam blüht im Moment ganz versteckt im Schattenbeet. Ich muss sagen, sie hat die extreme Hitzeperiode ganz gut überstanden. Denn sogar der Bergwald-Storchschnabel (im Bild unten in der Mitte) hatte gelitten und etliche vertrocknete Triebe, die ich abschneiden musste.
Schattenbeet mit Hosta Grand Slam und Geranium nodosum
Doch ohne zu gießen, wäre es wohl niemals so grün, wie es noch ist. Man sieht es ja überall in der Natur, dass die Wiesen verdorrt sind und die Bäume schon ihre Blätter abwerfen.
Schattenbeet unter Quittenbaum
 Unser Garten ist dagegen eine grüne Oase, in der sich auch die Tiere erholen können. Sogar ein Igel scheint hier zu wohnen. Er kommt regelmäßig am Abend vorbei.
Garten im August mit Staudensonnenblumen und Palisadenwolfsmilch
 Aber auch die Tiere haben Durst. Wie sehr sie Durst haben wurde mir klar, nachdem auf dem Gelände meiner Firma morgens eine tote Maus und an einem anderen Tag sogar ein toter Hase in einem Poolbecken gefunden wurde. Vermutlich wollten sie trinken und sind dabei ins Becken gefallen, aus dem sie nicht mehr herauskamen. Seitdem versuche ich täglich zumindest einen Teller im Gebüsch regelmäßig mit Wasser zu füllen. Und heute habe ich noch weitere Blumenuntersetzer gekauft, die ich am Montag mitnehmen werde.
Vogeltränke aus Blumenuntersetzer
 Das hätte mir auch früher einfallen können, denn schließlich werden die Tiere bei uns im Garten ja auch mit Wasser versorgt.
Wespe trinkt an Tautropfen im Frauenmantelblatt
 Sogar die Insekten haben Durst. Für Wespen, Spinnen und andere Insekten reicht allerdings ein Wassertropfen im Frauenmantelblatt als Quelle.
Frauenmantelblätter mit Wassertropfen und Wespe
 Insgesamt hat die wochenlange Extremhitze dazu geführt, dass alles viel schneller verblüht und manches auch gar nicht so groß wird wie sonst.
Herbstanemone Mitte August
 Die Herbstanemonen erscheinen mir richtig mickrig in diesem Jahr und die ersten sind bereits wieder verblüht.
verblühte Herbstanemone und Sedum Mitte August
 Auch das Sedum im Terrassenbeet wächst nur langsam zu seiner vollen Größe. Damit im Terrassenbeet wenigstens etwas Farbe leuchtet, habe ich Kokardenblumen in Töpfen als Füller zwischen die Stauden gesetzt. Und die sind immerhin ein Insektenmagnet.
Kokardenblume als Füller zwischen Stauden
Auch die Staudensonnenblumen, die ich bereits im vorigen Post gezeigt habe, werden von Bienen und Hummeln umschwärmt. Und diesen Sonnenblumen gefällt die Hitze.
Staudensonnenblume
Mir persönlich reichen die aktuellen Temperaturen von 29 Grad dagegen völlig. Es muss nicht noch heißer werden.