Sonntag, 28. Juni 2020

Gartendeko im naturnahen Garten

Leeres Schneckenhaus auf Stöckchen gesteckt
 Wie haltet ihr es mit der Deko im Garten? In manchen Gärten leuchtet und blinkt es abends im Dunkeln von den bunten Solarlampen, die dort überall verteilt in den Beeten stecken. Bei mir stecken Schneckenhäuser in den Blumentöpfen. Das ist nicht ganz so grell - fügt sich dafür aber besser in den eher naturnahen Garten ein.
Gartendeko mit Schneckenhäusern
 Man muss also auch im naturnahen Garten nicht völlig auf Deko verzichten. Und weil jedes Jahr neue leere Schneckengehäuse in den Beeten zu finden sind, habe ich daraus nicht nur einen Kranz fürs Wohnzimmer gemacht, sondern auch ein paar Eyecatcher für den Tisch mit den Semperviven.
Blumentöpfe mit Schneckenhäusern dekoriert
 Wobei ja der gesamte Tisch auch irgendwie Deko ist. Die Semperviven wachsen nicht nur in Tontöpfen, sondern auch in alten Konservendosen, die im Laufe der Zeit Rost angesetzt haben.
Semperviven auf Gartentisch
 Eine Dose hebt sich etwas von den anderen ab - eine ehemalige Kimchi-Dose. Eigentlich passt sie ja gar nicht zu meiner Sammlung, aber ich fand sie irgendwie witzig.
Semperviven in rostigen Dosen
 Auch die Kronendose ist ein weiterer Hingucker auf dem Tisch.
Gartenhäuschen mit Herz aus Heu
 Ansonsten ist die Deko eher spärlich gesät, dafür aber umso langlebiger. Das Herz aus Heu hängt schon seit vier Jahren an der Tür zum Gartenhäuschen. Der Lavendelkranz im Fenster ebenfalls, wenn er inzwischen auch schon arg verblasst ist.
Betonschale im Beet
 Die Betonschale habe ich schon vor sechs Jahren geschenkt bekommen. Der goldene Anstrich im Innern leuchtet zwar nicht mehr so schön wie damals, aber die Schale steht ja nun bereits einige Jahre im Garten.
Alte Zinkgefäße mit Semperviven
 Aus meiner Anfangszeit als Bloggerin stammen die alten Zinkgefäße, in denen ebenfalls Semperviven wachsen - nämlich aus dem Jahr 2008. Ich bin also recht sparsam, was die Deko im Garten anbelangt. Auch wenn ich ab und an mal einen neuen Kranz winde, im großen und ganzen bleibt es überschaubar. Weniger ist eben mehr.
Gartencollage Deko im naturnahen Garten

Sonntag, 21. Juni 2020

Blick über den Gartenzaun im Juni

Blick in den Garten im Juni
 Über Regen konnte man sich in diesem Juni ja nicht beklagen. Im Vergleich zu den vorigen Jahren hat es in den vergangenen beiden Wochen doch öfter mal geregnet. Von den Temperaturen her finde ich es auch ganz angenehm. Allerdings habe ich noch nicht wirklich oft draußen auf der Terrasse gesessen - und dass obwohl ich inzwischen seit 14 Wochen zu Hause im Homeoffice arbeite. Um das Büro auf der Terrasse aufzuschlagen, war es dann doch nicht schön genug. Abgesehen davon wäre mir das allerdings auch zu ungemütlich - irgendjemand sägt, mäht und hämmert immer in den Nachbargärten.
Kaukasus-Gamander und Lichtnelke
 In diesem Juni fehlt es ein wenig an Farbe - der Garten wirkt fast, wie sonst im August. Es blühen zwar einige Stauden, aber die Blütenkerzen des Kaukasus-Gamanders (oben) sind zum Beispiel eher unauffällig.
Beet mit Kaukasus-Gamander und Bergwaldstorchschnabel
 Und die kleinen lilafarbenen Blüten des Bergwaldstorchschnabels fallen im Schatten unter der Quitte auch nicht so sehr auf. Trotzdem blühen die Storchschnäbel unermüdlich.
Beet mit Goldfelberich
 Im Terrassenbeet mickert der Frauenmantel, der in den vergangenen Jahren im Juni immer so schön geblüht hat, eher vor sich hin. An Kränze aus Frauenmantelblüten, wie im vorigen Jahr, ist da nicht zu denken. Stattdessen hat sich der Goldfelberich hier selbst ausgesät. Wenn er sich hier wohl fühlt, kann er sich meinetwegen noch etwas ausbreiten.
Am Zaun wächst Muskateller-Salbei und Rote Spornblume
 Am abwechslungsreichsten ist zur Zeit der Blick über den Gartenzaun. Der Muskateller-Salbei ist hier in diesem Jahr ganz stattlich geworden, während die Rote Spornblume ihre Hauptblütezeit schon hinter sich hat. Wochenlang hatte sie die Vorbeigehenden erfreut - zumindest haben etliche Leute nach Samen gefragt.
Muskateller-Salbei, Taglilie und Kermesbeere blühen im Juni
Update: Eine Woche später sind die Blütenkerzen des Kaukasus-Gamanders doch etwas farbiger geworden. Sie blühen ganz langsam von unten nach oben auf. Ich finde sie bezaubernd.
Blüte des Kauskasus-Gamanders Ende Juni

Donnerstag, 21. Mai 2020

DIY - Der Osterkranz wird umgestylt

Kranz  aus Schneckenhäusern und Semperviven
 Es wurde so langsam Zeit, den Osterschmuck wegzuräumen. Die goldenen Eier und Perlen sind im Schrank verstaut, aber den Osterkranz aus zweierlei Materialien wollte ich nicht auseinander nehmen. Und ich wollte ihn auch nicht wegräumen. Also habe ich überlegt, was ich aus dem Kranz noch machen könnte. Wie ich ihn umstylen könnte.
Osterkranz aus Gräsern und Wolle mit Drahtring aus Moos
 Zuerst habe ich überlegt, kleine sogenannte Kindel von den Semperviven auf einen Moosring zu wickeln und diesen Kranz dann auf den Osterkranz aufzulegen. Oder sollte ich statt der Semperviven leere Schneckenhäuser auf den Moosring kleben und diesen dann auf den Osterkranz aufsetzen?  Ich habe das schon einmal gemacht - damals beim Papierkranz mit Schnecken. Man könnte aber auch beides kombinieren.
Kindel von Semperviven werden auf einen Moosring gewickelt
 Dazu wird ein Drahtring zuerst mit Moos und dann in einer weiteren Runde mit Semperviven umwickelt. In die Lücken kann man dann die leeren Schneckenhäuser in verschiedenen Größen kleben.

Schneckenhäuser zwischen Semperviven auf Moosring kleben
Die gibt es im Frühjahr immer zuhauf im Garten. Inzwischen sind sie zwar nicht mehr so leicht zu finden - es gibt mehr lebende als tote Schnecken - aber ich habe vorsorglich vor einiger Zeit schon mal leere Häuser gesammelt. 
Moosring mit Semperviven und Schnecken wird auf Kranzunterlage gesteckt
 Den Schnecken-Semperviven-Kranz habe ich mit zwei Drahtkrampen auf dem Osterkranz befestigt. Man kann ihn auf den Tisch legen oder aber hochkant an die Wand stellen, beziehungsweise hängen.
Kranzunterlage aus Gräsern und Wolle mit Mooskranz aus Schnecken und Semperviven

Sonntag, 10. Mai 2020

DIY - Ein Filzobjekt zum Tasten

Pinkfarbenes Zieharmonikahütchen auf lila Untergrund
 Es ist schon lange her, dass ich etwas gefilzt habe. Aber heute kann ich mal wieder etwas zeigen. Ich habe versucht, eine Art Tast- und Fühlspielzeug zu filzen. Seit ich im vorigen Jahr Oma geworden bin, überlege ich, was ich für die Kleinen - es sind Zwillinge - Schönes filzen könnte. Meine Idee war, verschiedene Flächen mit unterschiedlichen Angeboten zum Greifen zu einer Art Teppich zusammen zu filzen.
Wie man das Hütchen filzt
Solche Zieharmonika-Hütchen, die man herausziehen kann habe ich vor etlichen Jahren in dem Buch "Filz Geschichten" von Anette Quentin-Stoll entdeckt. Ich habe gleich zwei davon gefilzt.
Murmeln werden in einen Vorfilz eingeknotet
 Auch die Idee mit den Bubbles stammt von der gleichen Filzdesignerin. Ich habe schon einmal ein Objekt in dieser Art gefilzt, für das ich etliche Murmeln in dem Vorfilz eingeknotet habe.
Gefilzte Blasen, eingefilzte Plastikfolie und ein gefilztes Hütchen
Dann habe ich noch ein Stück Noppenfolie eingefilzt. Das ist die Variante Plastik trifft Wolle.
Noch ein Hütchen aus Filz, eingefilzte Schnüre und nochmal Bubbles
 In ein weiteres Quadrat sind blaue und grüne Schnüre eingefilzt.
eingefilzte Schnüre hängen aus einem Filzquadrat
Es gibt noch eine Fläche mit Seidenstoffen, eine weitere mit einem eingefilzten Stück Schaumstoff und eine mit einer Tasche. In die kann man etwas hinein tun. Was das sein könnte, seht ihr weiter unten.
eine hellgrüne Tasche auf dunkelblauem Untergrund und eingefilzte Seidenstoffreste
 Insgesamt sind es neun bunte Filzflächen - mehr oder weniger Quadrate, die ich am Ende zusammengesetzt habe.
drei Quadrate zusammengefilzt
 Und dann habe ich noch diese kleine Schlange gemacht - die wohnt in der Tasche.
gefilzte Schlange
 Die Teile mit den Bubbles sind etwas aus der Form geraten. Aber weil ich gleich zwei solcher blasigen Filze gemacht habe - einen oben links und einen unten rechts - ist es fast schon wieder symmetrisch.
Filzobjekt aus neun Flächen zum Fühlen und Greifen
 Hier sieht man, wie die Hütchen eingeklappt und herausgezogen aussehen - wie eine Art Zieharmonika eben.
gefilztes Zieharmonikahütchen
 Die lila- und türkisfarbenen Blasen soll man ruhig mit dem Finger eindellen. Noch schöner ist es allerdings, wenn man von der Rückseite mit dem Finger in die Bubbles fährt, um sie wieder herauszudrücken.
mit Murmeln gefilzte Bubbles
 Ich hatte lange nicht gefilzt und war daher doch überrascht, wie lange ich an dem Projekt gearbeitet habe. Und weil die Babys doch noch viel zu klein für solche komplizierten, feinmotorischen Dinge sind, hängt das bunte Tastobjekt jetzt erst mal bei uns an der Wand. 
Filzobjekt zum Tasten als Wandbehang
Da hängt es erst mal gut.

Sonntag, 3. Mai 2020

Blau trifft Gelb im Maigarten

Blaue Akelei
Der Regen gestern und heute war Balsam für den Garten. Es könnte ruhig noch ein wenig mehr regnen. Der April war schließlich viel zu trocken. Während es im April zur Tulpenblüte noch recht bunt im Terrassenbeet war, hat sich im Mai der Garten wie immer in sanfte Blautöne gehüllt.
Blau blühende Hasenglöckchen
 Blau und Gelb ist eine wunderbare Farbkombination. Die grüngelben Blüten der Palisadenwolfsmilch geben eine schöne Kulisse für Akelei und Hasenglöckchen ab. Alle drei säen sich übrigens ganz gut selbst aus und so wachsen inzwischen in allen Beeten Akelei, Hasenglöckchen, aber auch Wolfsmilchgewächse.
Blaue Akelei und Palisadenwolfsmilch
 Auch die Iris zeigt schon die ersten Blüten, die Allium öffnen ihre Kugeln und überall dazwischen blühen die letzten Vergissmeinnicht. Das sind weitere "Wanderer durch den Garten".
Blau blühende Iris

Geranium phaeum blüht im Mai
 Zwischen all dem Blau und Gelb fällt die unauffällige Blütenfarbe von Geranium phaeum kaum auf. Sie passt sich perfekt an.
Blick ins Terrassenbeet

Blau blühende Stauden im Mai
Eine weitere schöne Farbkombination ist übrigens Gelb und Dunkelrot. Diese habe ich vor einigen Jahren im Schlosspark von Malmö entdeckt. 

Montag, 13. April 2020

Sommerlicher April

Weiße Muscari vor blühender Felsenbirne
 Der April hat sich in der vergangenen Woche mal wieder von seiner sommerlichen Seite gezeigt. Diese beiden Bilder sind vom 5. April - da blühte gerade die Felsenbirne im Hintergrund. Und die Tulpen standen in den Startlöchern. 
Felsenbirne, Tulpen und Euphorbia Anfang April
 Seitdem hatten wir jeden Tag Temperaturen von mehr als 20 Grad und die Tulpen sind ganz flott aufgeblüht. Das erinnert fast ein wenig an den April vor zwei Jahren - den April vor dem Hitzesommer 2018. 
Tulpenblühe Mitte April
Vor zwei Jahren war die Palisaden-Wolfsmilch hinten vor der Mauer noch ein ganzes Stück kleiner. Inzwischen hat sie sich schon an einigen Stellen selbst ausgesät. So schön wie die Mutterpflanzen, blüht sie aber nirgends. 
Tulpen und Helleborus foetidus Mitte April
Die Helleborus foetidus (Bild oben rechts) blüht ebenfalls und ich hoffe, auch sie sät sich aus. Es bleibt immer spannend, welche Pflanzen sich im Boden wohl fühlen und gut gedeihen. Manche verschwinden auch wieder und man fragt sich, wo sie eigentlich hin sind. Tulpen hatten wir schon mehr, aber auch schon weniger. Die Darwin-Hybriden halten sich jedenfalls ganz wacker.
Blick ins Terrassenbeet Mitte April
Heute gibt es mal einen Tag Regenpause im sommerlichen April, und nachts wird es empfindlich kalt. Zum Glück ist die Quitte noch nicht aufgeblüht. Ab Mittwoch soll es dann wieder wärmer werden - dann darf die Quitte loslegen.

Freitag, 10. April 2020

Noch mehr goldige Ostereier

Osterkranz aus Wolle und getrocknetem Chinaschilf mit Bändern
 Passend zu dem goldenen Osterstrauch habe ich noch einen Osterkranz in Gold gewickelt. Die Idee zu diesem Kranz stammt von der Floristin Imke Riedebusch. Sie zeigt auf ihrem Youtube-Kanal Kränze, die sie mit Leder- und Stoffresten umwickelt hat. Ich habe zwar keine Leder- oder Stoffreste, die sich für so etwas eignen, aber ich habe vor einiger Zeit einen alten selbstgestrickten Pullover aufgeribbelt, um aus der Wolle eine Grannysquare-Decke zu häkeln. Der Pullover hatte Bündchen, die aus flauschiger Wolle gestrickt waren, und die sich nicht aufribbeln ließen. Diese flauschigen Wollbündchen sind meine "Stoffreste" und der Grundstock meines Kranzes.
Strohrömer zur Hälfte mit Wollresten umwickeln
 Die Wolle hat nicht ganz gereicht, um einen Strohrömer komplett zu umwickeln. Daher musste ich ein weiteres Naturmaterial finden, das gut zur Wolle passt. Das eingetrocknete Chinaschilfgras im Garten schien mir ganz geeignet - zumal es gut zu den Gräsern im Osterstrauch passt.
DIY Kranz mit getrocknetem Chinaschilf umwickeln
 Jeweils 5 bis 6 der eingetrockneten Blätter wurden Bündel für Bündel um die Kranzunterlage gewickelt und mit Drahtkrampen auf der Unterseite befestigt. Dass das Gras etwas spröde ist und einige Halme störrisch abstehen, finde ich gerade hübsch. Das passt ganz gut zur wuscheligen Wolle.
DIY Kranz aus Wolle und Chinaschilf mit Schnüren und Golddraht umwickeln
 Den Übergang zwischen den beiden verschiedenen Materialien habe ich mit Bändern, Schnüren und Golddraht umwickelt. 
Kranzdekoration aus goldenem Ei, Federn, Perlen, Wachteleiern
 Zur weiteren Dekoration dienen Wachteleier, goldene Perlen, zwei Federn - die eine davon mit Goldlack angesprüht - und eine weitere goldene Ostereivase. Das halbe Ei habe ich mit getrocknetem Schilf ausgefüllt und ein kleines leeres Schneckenhaus aus dem Garten hineingesetzt - natürlich ebenfalls in Gold.
DIY Kranz als Osternest für goldene Eier
 Und weil das Ganze eine Art Osternest werden sollte, wurde der Kranz auf eine Holzscheibe gesetzt und der Innenraum mit weißen Gänseeiern, weiteren kleinen Wachteleiern und einem Goldei ausgefüllt. 
Osterkranz aus Wolle, getrockneten Gräsern mit Federn und Eiern
Das war es dann nun aber mit den goldigen Ostereiern in diesem Jahr. Als nächstes muss ich dringend Fotos vom Garten machen, der durch das warme Wetter schon wieder in voller Blüte steht. Ich wünsche euch schöne Feiertage - und lasst euch von Corona nicht unterkriegen.