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Sonntag, 21. Juni 2020

Blick über den Gartenzaun im Juni

Blick in den Garten im Juni
 Über Regen konnte man sich in diesem Juni ja nicht beklagen. Im Vergleich zu den vorigen Jahren hat es in den vergangenen beiden Wochen doch öfter mal geregnet. Von den Temperaturen her finde ich es auch ganz angenehm. Allerdings habe ich noch nicht wirklich oft draußen auf der Terrasse gesessen - und dass obwohl ich inzwischen seit 14 Wochen zu Hause im Homeoffice arbeite. Um das Büro auf der Terrasse aufzuschlagen, war es dann doch nicht schön genug. Abgesehen davon wäre mir das allerdings auch zu ungemütlich - irgendjemand sägt, mäht und hämmert immer in den Nachbargärten.
Kaukasus-Gamander und Lichtnelke
 In diesem Juni fehlt es ein wenig an Farbe - der Garten wirkt fast, wie sonst im August. Es blühen zwar einige Stauden, aber die Blütenkerzen des Kaukasus-Gamanders (oben) sind zum Beispiel eher unauffällig.
Beet mit Kaukasus-Gamander und Bergwaldstorchschnabel
 Und die kleinen lilafarbenen Blüten des Bergwaldstorchschnabels fallen im Schatten unter der Quitte auch nicht so sehr auf. Trotzdem blühen die Storchschnäbel unermüdlich.
Beet mit Goldfelberich
 Im Terrassenbeet mickert der Frauenmantel, der in den vergangenen Jahren im Juni immer so schön geblüht hat, eher vor sich hin. An Kränze aus Frauenmantelblüten, wie im vorigen Jahr, ist da nicht zu denken. Stattdessen hat sich der Goldfelberich hier selbst ausgesät. Wenn er sich hier wohl fühlt, kann er sich meinetwegen noch etwas ausbreiten.
Am Zaun wächst Muskateller-Salbei und Rote Spornblume
 Am abwechslungsreichsten ist zur Zeit der Blick über den Gartenzaun. Der Muskateller-Salbei ist hier in diesem Jahr ganz stattlich geworden, während die Rote Spornblume ihre Hauptblütezeit schon hinter sich hat. Wochenlang hatte sie die Vorbeigehenden erfreut - zumindest haben etliche Leute nach Samen gefragt.
Muskateller-Salbei, Taglilie und Kermesbeere blühen im Juni
Update: Eine Woche später sind die Blütenkerzen des Kaukasus-Gamanders doch etwas farbiger geworden. Sie blühen ganz langsam von unten nach oben auf. Ich finde sie bezaubernd.
Blüte des Kauskasus-Gamanders Ende Juni

Sonntag, 19. Mai 2019

Zaunbewuchs

Grundstücksgrenze mit Holzzaun Haselnuss und Dünenrose
Auf der Suche nach einem geeigneten Fotomotiv für einen Text über Ziergehölze in naturnahen Gärten, bin ich auch an unserem Zaun entlang gekommen. Von der Straße her wirkt es vielleicht ein wenig verwildert in unserem naturnahen Garten. Neben der Haselnuss (ganz links im Bild), deren Zweige schon fast in Bodennähe durch den Zaun wachsen, blüht gerade noch die Dünenrose.  
Rote Spornblume blüht am Holzzaun
 Der absolute Hingucker aber ist die Rote Spornblume, die einen großen Teil ihrer Blütentriebe durch den Zaun auf den Gehweg gesteckt hat - der Sonne entgegen. Denn das ist die Südseite des Grundstückes.
Rote Spornblume Blüten im Mai
 Schon 2016 sah das ganz hübsch aus und wir haben die Staude gewähren lassen. In diesem Jahr aber übertrifft sie sich noch einmal. Das hatte schon den Effekt, dass vorbeigehende Spaziergänger sich einfach ein paar Stengel mitgenommen haben. Prinzipiell ist das ja nicht schlimm, aber wenn jeder das machen würde... Außerdem könnte man fragen, vor allem, wenn die Besitzer nur ein paar Meter entfernt im Garten stehen. Und drittens muss man nicht die grünen Blätter, die man abstreift, weil sie in der Vase stören, einfach auf den Gehweg fallen lassen. Wenn jeder das machen würde...
Rote Spornblume mit Biene
 Selbst gestern Abend waren noch die Bienen unterwegs. Auch sie mögen die Rote Spornblume.

Dünenrose am Zaun
 Die Dünenrose ist innerhalb von zwei Jahren deutlich gewachsen. Das sieht man im Vergleich mit meinem Beitrag aus 2016.
Blick über den Gartenzaun von Filz und Garten
Vor dem Zaun blüht es also im Moment fast noch mehr als dahinter im Garten. Aber nein, das stimmt natürlich auch nicht.
Zaunbewuchs im Mai
 Alles kann man aus dieser Richtung halt doch nicht sehen.
Akelei und Allium blühen im Mai
 Zum Beispiel nicht, wie schön schon seit Wochen die Akelei blühen - so kommt es mir zumindest vor. Durch die Kälte der vergangenen Tage, halten sich die Blüten viel länger.
Beet mit Iris, Allium und Akelei
Im Terrassenbeet blühen Akelei, Allium und Iris.
Balkanstorchschnabel als Bodendecker unter Kiefer
 Unter der Kiefer hat es der Balkan-Storchschnabel doch noch geschafft, wieder einen grünen Teppich zu bilden. Auch er blüht gerade sehr schön. Über den Winter war der Storchschnabel ziemlich zurückgegangen. Ich habe zwei Säcke Komposterde in dem Beet verteilt, damit er sich wieder erholt. Das hat anscheinend geholfen.
Euphorbia characias
 Die Mittelmeer-Wolfsmilch ist von Stürmen und Gewittern ganz schön gebeutelt worden - ihre Zweige stehen nicht mehr so wunderbar aufrecht wie noch Anfang des Frühjahrs - doch auch sie blüht noch immer. Die Katzenminze davor ist ebenfalls eine Bienenfreude. Im Bild wird sie hier allerdings verdeckt von der kleineren Steppenwolfsmilch (links im Bild). Vorne steht die Taglilie in den Startlöchern.
Geranium phaeum (Brauner Storchschnabel)

Ein ganz wunderhübscher Traum ist der Braune Storchschnabel (Geranium phaeum), den ich ganz neu habe. Ich finde diese kleinen braunroten Blüten ganz bezaubernd.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Was blüht im Junigarten?

Hortensie "Pink Annabelle"
 Schon im vorigen Jahr war ich von der Hortensie "Pink Annabelle" ganz begeistert. In diesem Jahr gefällt sie mir noch besser. Ich habe sie im Frühjahr ausgegraben und einen knappen halben Meter versetzt, damit sie etwas mehr Sonne abbekommt. Die weiße Rispenhortensie, die direkt daneben wuchs, habe ich ganz rausgenommen und in einen Topf gesetzt. Das ist beiden Hortensien gut bekommen.
Witwenblume Knautia
 Leider habe ich beim Verpflanzen nicht bedacht, dass dort schon ein Akanthus in der Erde schlummerte - von ihm war im März noch nichts zu sehen. Obwohl er jetzt etwas arg nah an der Hortensie wächst, hat er dennoch zwei Blüten bekommen. Nur hoch ist er nicht geworden.
Hortensie Pink Annabelle mit Akanthus und Knautia
 Auch die Witwenblume wurde umgesetzt. Sie blüht ebenfalls jetzt im Juni und der sonnige Platz gefällt ihr ganz gut. Insgesamt haben wir das Beet vor der Garagenwand etwas umgestaltet und es sieht jetzt endlich einigermaßen ordentlich aus. Argentinischer Mannstreu und Muskatellersalbei kamen wieder raus, dafür jede Menge Katzenminze rein. Auch die Steppenwolfsmilch ist mit der Witwenblume vom Trockenbeet hier hin umgezogen. Das Highlight im Beet aber ist die Palisadenwolfsmilch.
Garten im Juni
 Momentan ist auch die Kronenlichtnelke ein Eyecatcher, die weiße Spornblume muss man dagegen etwas im Zaum halten. Ich schneide die verblühten Triebe ab und zu zurück, damit sie nicht umfallen, sondern wieder neu austreiben.
Kronen-Lichtnelke, Steppenwolfsmilch und weiße Spornblume
 Wie man sieht, ist die hässliche Garagenwand inzwischen ganz gut begrünt. In dem kleinen Beet in der Mitte des Rasens hatte ich in der Vergangenheit immer die Dahlien. Die wurden aber leider im vorigen Jahr ein Opfer der Schneckenplage. Ich habe daher nun mal etwas Neues probiert und verschiedene gelbblühende Stauden gepflanzt.
Garten im Juni
Mädchenauge Coreopsis
 Das Mädchenauge (oben) blüht bereits ganz eifrig und auch die Sonnenbraut (unten) zeigt erste Blüten. Gegen die Schnecken sind wir in diesem Jahr übrigens zum ersten Mal mit Ferramol-Schneckenkorn vorgegangen. Nachdem wir im vorigen Jahr eine besonders arge Schneckenplage hatten, wollten wir das nicht noch einmal erleben. Der Wirkstoff Eisen-III-Phosphat, der in Ferramol enthalten ist, ist für Igel und andere Tiere ungefährlich. Das  können wir bestätigen. Wir beobachten schon seit Wochen einen Igel, der in unserem Vorgarten seinen Unterschlupf hat - und manchmal kommen die Igel sogar zu zweit.
Sonnenbraut Helenium

Freitag, 30. Juni 2017

Der Sommer 2017 ist ein Schneckensommer

So schön wie in diesem Jahr hat die Hortensie Pink Annabelle noch nie geblüht. Die dicken rosa Blütenbälle bilden vor der Bambushecke (die ja die Garagenwand verschwinden lassen soll) eine wunderbare Kulisse für Muskatellersalbei, weiße Spornblume und Argentinischem Mannstreu.
 Wir haben in diesem Jahr im Wiesenbeet mal was Neues ausprobiert, nachdem Duftnesseln und Monarden nicht mehr austreiben wollten. Die distelähnlichen Mannstreupflanzen kommen hoffentlich besser mit dem trockenen und sandigen Boden zurecht.
 Der Muskatellersalbei hatte ja bereits bewiesen, dass er in diesem Beet ganz gut wächst. So üppig wie vor zwei Jahren blüht die neue Sorte jedoch nicht.
Und auch die Pflanzen, die wir aus Samen gezogen haben, machen in diesem Jahr Probleme.
Kein Wunder, denn sogar sie leiden an dem extremen Schneckenbefall in diesem Jahr.
 Als Abwehrmaßnahme gegen Schnecken haben wir es mit Kartoffeln und Kaffeesatz probiert. Dazu werden halbierte Kartoffeln um die Pflanzen herum ins Beet gelegt. Die Schnecken haben sich auch gleich auf die Kartoffeln gestürzt, sodass man sie darunter ganz gut absammeln konnte.
 Wir haben in diesem Jahr allerdings extrem viele Schnecken - so viele, dass man sie kaum alle absammeln kann. Und dann stellt sich ja auch die Frage, wohin damit. Ich habe den Eindruck, dass sie den Kompost genauso schnell wieder verlassen, wie man sie dorthin bugsiert hat. Die kleinen Funkien sehen jedenfalls nicht gut aus.
Und auch die Dahlien nicht, die bisher meist Mitte Juli schon mit der Blüte begonnen haben. Davon sind sie in diesem Sommer noch weit entfernt.
 Doch zum Glück gibt es noch solche Lichtblicke wie die Stockrosen, die von den Schnecken verschmäht werden. (Den Malvenrost haben wir im vorigen Jahr ganz gut in den Griff bekommen, aber das ist eine andere Geschichte).
Und die Pink Annabelle ist natürlich auch ein Lichtblick. Wer hätte gedacht, dass sie so schön blühen kann?

Dienstag, 6. Juni 2017

Rankende Rambler

 Fast hätte ich die Blüte der Ramblerrose verpasst. Man sollte Anfang Juni einfach nicht verreisen. Oder noch besser: Am besten bleibt man ganz zu Hause, wenn man einen Garten hat. Jedenfalls habe ich heute morgen schnell ein paar Fotos gemacht, denn schon im vorigen Jahr konnte ich gar keine Bilder von der Ramblerrose zeigen.
 Der Vergleich zeigt, dass die Kletterrose gegenüber 2016 deutlich gewachsen ist. Vor drei Jahren, im Juni 2014, wuchs sie noch neben der Gartenhütte. Weil sie dort aber nicht so richtig vom Fleck kam, habe ich sie im Herbst 2014 an die Schwarzkiefer umgesetzt. In den ersten beiden Jahren haben wir die Triebe mit zwei, drei Drähten am Baumstamm befestigt.
 Inzwischen rankt "Pauls himalayan musk" schon von alleine über die untersten Zweige der Kiefer. Jetzt ist sie von allen Seiten zu sehen.
 Von ihrer schönsten Seite zeigt sie sich bei einem Blick von der Straße - wo übrigens auch die rote Spornblume gerade so hübsch blüht.

 Der Knotige Bergwald Storchschnabel (Geranium nodosum) blüht nun ebenfalls. Ich hatte ihn im April gekauft und war zunächst ganz verunsichert, ob es sich bei den Stauden wirklich um Geranium handelt, da die Blätter nur dreifach gelappt sind. Das kannte ich von Geranium macrorrhizum und auch von Geranium renardii nicht. Die Blüte zeigt jetzt, dass es sich doch um Storchschnabel handelt. Meine kleine Sammlung wächst...

Montag, 6. Juni 2016

Jedes Jahr ist anders

 Die Rote Spornblume hat sich am Zaun mächtig ausgebreitet. Das kleine Pflänzchen, das wir im vorigen Jahr zwischen den Lavendel gesetzt hatten, scheint den kargen Standort zu mögen. Es hat den Lavendel fast schon verdrängt.
 Ganz hübsch wirkt die Rote Spornblume neben der zart-rosa blühenden Weinrose (Rosa rubiginosa).
 Die Rote Spornblume kommt mit dem Wetter also ganz gut zurecht. Anders als die Weiße Spornblume, die im vergangenen Jahr so gut im Wiesenbeet gewachsen war. Noch im April  schien sie üppig auszutreiben, aber dann fiel ein Blütenstengel nach dem anderen um und verdorrte trotz Regen. Ich dachte zuerst, dass die Wurzeln von Käferlarven gefressen worden sind, konnte aber keine im Boden entdecken. Am Ende, habe ich sie entfernt - doch zum Glück hatten wir rechtzeitig schon im Herbst ein paar Ableger in Töpfe gepflanzt.
 Mit dem vielen Regen, der in den vergangenen Wochen gefallen ist, kommen nicht alle Stauden gut zurecht. Thymian und Bohnenkraut haben zwar geblüht, sind jedoch inzwischen fast braun und ohne Blätter. Dafür freuen sich die Schnecken über das feuchte Wetter. Die kleinen Schnirkelschnecken und auch die Weinbergsschnecken mit den großen Häusern richten ja zum Glück nicht viel Schaden an. Ich habe allerdings auch schon kleine und fette rote Nacktschnecken entdeckt - und die hatten wir noch nie.
Wenigstens haben sie bisher meine paar Funkien verschont.
 Von der sattgrünen Sorte "Joseph" (unten) und der niedrigen schmalblättrigen Sorte (oben) habe ich ebenfalls Ableger aus Samen gezogen. Die müssen allerdings noch ordentlich wachsen, bis sie in den Garten können.
Aus Samen gezogen wurde auch diese Kermesbeere, die wir aus unserem früheren Garten mitgebracht haben. Dort wuchsen sie wie Unkraut. Hier tun sie sich etwas schwer, haben aber inzwischen auch in diesem Garten ein paar Flecken besiedelt.
Auch der Frauenmantel stammt teilweise aus dem alten Garten. Ich mag es eben, wenn man nicht alles neu kauft, sondern die Pflanzen aus Samen zieht oder durch Teilen vermehrt. Es hängt natürlich immer auch vom Standort und Boden ab, ob die Pflanzen sich dann ansiedeln und bestenfalls auch noch ausbreiten und vermehren.
Aber manchmal muss auch etwas Neues her. So wie dieses Allium, das sich unendlich langsam öffnet. Ich bin froh, das ich es gekauft habe, denn die übrigen Allium im Terrassenbeet haben sich in diesem Jahr kaum blicken lassen. Ebenfalls neu ist auch die Witwenblume, in die ich mich bei meinem Gartenbesuch in Irland im vorigen Sommer verliebt habe. Mal sehen, ob sie sich hier wohlfühlt.
Eigentlich ist sie ja für trockene Standorte gedacht, aber damit kann ich momentan nicht dienen. In diesem Jahr waren Mai und Anfang Juni wohl eher nass. Das ist vielleicht nicht schlecht, denn schließlich müssen alle neuen Pflanzen ja erst einmal anwachsen.