Samstag, 1. August 2015

Mein Instagram-Juli

Der Juli war in diesem Jahr heiß und trocken. Schon zu Anfang des Monats konnte ich jeden Abend draußen sitzen und mich wie im Urlaub fühlen: Es gab mediterranes Ambiente im beleuchteten Garten.
Ich war richtig froh, als ich ein verlängertes Wochenende nach Irland fliegen durfte, denn dort war es temperaturmäßig mehr nach meinem Geschmack.
 Ich habe leckere Scones gegessen und jede Menge grüne Gartenparadiese angeschaut. Einige davon habe ich in meinem Post Gartenreise nach Irland bereits vorgestellt.
Auf jeden Fall hat mir das kühlere Wetter auf der Insel sehr gut getan und so konnte ich es ganz gut verkraften, gleich vier Tage später noch einmal zu verreisen - und zwar mit einer Gruppe blinder Menschen zum Wandern in den Thüringer Wald. Nur die Anreise mit der Bahn war recht nervig, denn es gab reichlich Verspätung, weil die Klimaanlage in einem Waggon ausgefallen war.
Jedenfalls kam der Sommer prompt zurück und ich habe mich über mein heimisches Gartenparadies gefreut. Da gab es jede Menge Beeren zum Naschen und auch den ersten Salat aus Roter Bete konnten wir zubereiten.

Und weil inzwischen die Ferien angebrochen sind, hatte ich gestern endlich mal die Gelegenheit mit einer Freundin zur Landesgartenschau nach Landau zu reisen.
Am meisten hat uns dort die Dahlienschau beeindruckt. Hunderte von verschiedenen Dahliensorten blühten in einem zickzackförmig angelegten Beet in allen möglichen Farben und Formen. Und weil ich diese nicht alle fotografieren konnte, gibt es nur eine hübsche Sorte auf instagram zu sehen.
Das war also mein Juli in Bildern auf Instagram. Ich habe natürlich noch eine Menge mehr erlebt, aber man muss ja nicht alles in Bildern festhalten.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Sammelwut - Dekofrüchte im Juli

Was für ein Sturm in den vergangenen Tagen! Bei uns hat es ein Taubenjunges vom Baum geblasen, dass wir am Montagabend vor einer Katze gerettet haben. Seither hat der Jungvogel bei uns im Garten gehockt. Zuerst in der Hecke und später ist er auch durch den Garten marschiert. Das Gefieder war schon voll ausgebildet, aber er konnte noch nicht fliegen. Und leider haben sich auch die Taubeneltern nicht blicken lassen. Nachdem unsere Fütterungsversuche nicht sehr erfolgreich waren, habe ich das Tier heute ins Tierheim gebracht. Ich hoffe, die haben dort mehr Erfahrung. Danach musste ich erst mal eine Runde übers Feld laufen, um einen freien Kopf zu bekommen und die Anspannung loszuwerden.
 Dabei habe ich entdeckt, dass auch dort einiges von den Bäumen heruntergekommen ist. Einige Mirabellenbäume haben ihre kompletten Früchte abgeworfen. Vermutlich liegt das aber weniger am Sturm, sondern mehr an der Trockenheit, die diesen Sommer kennzeichnet.
Auch die Apfelbäume haben einen Teil der Früchte abgeworfen, sowie einige Eichen. Ich habe fleissig gesammelt, denn so günstig kommt man selten an Dekofrüchte. Auch unter den Walnussbäumen lagen schon einige Früchte. Die roten Haferschlehen sind jedoch vom Baum gepflückt worden. Vielleicht kann man Marmelade draus kochen.
 An einer Stelle am Weg hat sich das Schleierkraut rasant ausgebreitet. Vor zwei Jahren habe ich dort einen kleinen Strauß für die Vase gepflückt. Heute war ich fast zu spät, denn die meisten Blütenstände waren schon verblüht. Ich habe dennoch ein paar frische Zweige entdeckt und mitgenommen.
 Was ich damit gemacht habe, zeige ich dann demnächst hier.

Freitag, 24. Juli 2015

Gartenreise nach Irland

 Meine Lieblingsfarben im Garten waren ja bisher alle Rosa-, Blau-, Violett- und Pastelltöne - bis ich dieses Beet in Mount Congreve Gardens in Irland sah. Ich hätte nie gedacht, dass mir Rot so gut gefallen würde. Und zwar Knallrot.
 Das Highlight in diesem Beet im ummauerten Garten waren die Montbretien. Leider habe ich ihr Leuchten nicht wirklich gut mit der Kamera festhalten können. Ich habe gleich mal geschaut, ob Montbretien auch bei uns wachsen, aber ich fürchte, sie kommen hier nicht so gut über den Winter. Man müsste sie wohl ähnlich wie Dahlien und Gladiolen im Keller überwintern. Ob sie dann aber so große Horste bilden, wie in Mount Congreve? Ich habe Lust, das mal auszuprobieren.
 Schafgarbe gehört auch nicht zu meinen Lieblingsblumen, doch hier im roten Beet ist auch die Rote Schafgarbe ein Hingucker.
 Dazwischen wachsen luftig, leichte Witwenblumen - natürlich ebenfalls in Rot.
Hier sieht man das Beet aus der anderen Richtung fotografiert. Gegenüber an der Mauer blühen dicke Hortensienbüsche in verschiedenen Farben.
 Es gibt in Mount Congreve Gardens noch viel mehr zu sehen: allein im ummauerten Garten Hunderte von Stauden. Im riesigen Park, der den Garten umgibt, wachsen 2000 Rhododendren - die zum Teil meterhoch sind. Außerdem Magnolien, Kamelien und jede Menge exotische Bäume. Viel zu viel, um das alles hier zu zeigen.
Bei meiner Gartenreise nach Irland habe ich insgesamt acht Gärten besucht. Die will ich jetzt nicht alle zeigen. Nur diesen hier noch: Clonaslee Gardens in der Grafschaft Laois. Es handelt sich um einen Privatgarten, dessen Besitzer Nancy und Jim immerhin schon 84 und 91 Jahre alt sind. Die beiden haben ein bunt-blühendes Paradies geschaffen.
Ich mag ja Beete, die Ton in Ton gehalten sind, so wie das rote Beet in Mount Congreve. Aber diese bunte Staudenrabatte war einfach nur zu hübsch. Unglaublich, was da alles blühte.
 Hier sieht man, wie lang das Staudenbeet im hinteren Teil des Gartens ist - wie viel Arbeit das wohl ist...
 Vor dem Haus gab es ebenfalls sehr viele Stauden und Rosen zu bewundern. Und während bei mir zu Hause derzeit die Farbe Grün im Garten überwiegt, sind hier wirklich alle Farben vertreten.

 Wie es sich für einen schönen Garten gehört, gab es natürlich auch verschiedene Sitzplätze - zum Teil ganz versteckt. Ulkig ist nur, dass Nancy und Jim sich selbst niemals raussetzen, so erzählte uns ihre Tochter. Als ehemalige Landwirte kommen sie gar nicht auf die Idee, im Garten zu sitzen und diesen einfach nur zu genießen.

Mount Congreve Gardens in der Nähe von Waterford und Clonaslee Gardens sind zwei Gärten wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Beide haben mich jedoch zum Staunen gebracht.

Montag, 20. Juli 2015

Salat im Topf

 Bei uns gibt es in diesem Jahr den Salat im Blumentopf. Weil der Gemüseanbau in den vergangenen beiden Jahren nicht so wirklich gut geklappt hat, wurde aus dem Gemüsebeet in diesem Frühjahr ein Staudenbeet. Im ersten Jahr hatten wir eine tolle Mangoldernte, im zweiten eine Rote-Bete-Schwemme. Zucchinis gingen auch ganz gut. Aber der Salat, den wir in den Vorjahren angepflanzt hatten, wurde meistens mehr oder weniger von Schnecken und anderen Tieren gefressen, die es auf die Wurzeln abgesehen hatten. Und weil die Ernteergebnisse eher spärlich ausfielen, habe ich mich dafür entschieden, auf der Wiese ein Staudenbeet anzulegen. Ich wollte allerdings die Eigenversorgung aus dem Garten nicht völlig aufgeben und habe es daher damit probiert, den Salat in Blumentöpfe zu setzen. Das hat ganz gut funktioniert.


Außerdem habe ich zwischen die Stauden und vor den Quittenbaum einige Rote-Bete-Pflanzen gesetzt. Wer sagt denn, dass man immer nur Blumen ins Blumenbeet setzen soll. Auch diese haben sich inzwischen ganz gut entwickelt. Und so leuchten jetzt vor der rosa Hortensie Annabelle die farbigen Stiele der Roten Bete.

 Allerdings überwiegt derzeit ganz eindeutig die Farbe Grün in meinem Garten. Ich wünschte, ich hätte mehr Pflanzen, die im Juli blühen. Das fällt mir in diesem Jahr besonders schmerzlich auf, weil ich in der vorigen Woche so wunderschön blühende Gärten in Irland gesehen habe. Es geht also auch anders. Und wie das geht, zeige ich dann beim nächsten Mal.

Donnerstag, 16. Juli 2015

Und es wird weiter gehäkelt

 Dieser Monat ist wirklich anstrengend. Ich bin ziemlich viel unterwegs - und dann haben wir auch noch ständig diese Hitzeperioden. Wer mir auf instagram folgt, weiß, dass ich am vergangenen Wochenende in Irland war - auf einer Gartenreise. Bisher hatte ich noch nicht einmal Zeit, meine Bilder zu sichten. Aber, wenn ich das geschafft habe, gibt es bestimmt auch dazu einen Post. Morgen muss ich aber schon wieder los und deshalb melde ich mich diese Woche nur mit einem kleinen "Häkelpost". Ich häkele nämlich noch immer Waschlappen oder Topflappen oder einfach Lappen im Muschelmuster. Jeweils 50 Gramm Wolle benötigt man für einen gehäkelten Waschlappen. Und im Grunde schafft man ihn an einem Abend. Ich brauche allerdings zwei bis drei Abende, weil ich mir keinen Stress mache. So verbrauche ich peu-à-peu die restliche Wolle, die von der Häkeldecke aus Grannysquares übrigeblieben ist.
Ich weiß zwar noch nicht, was ich mit all den gehäkelten Waschlappen anfangen soll, aber da wird sich bestimmt noch eine Idee finden.


So, und jetzt bin ich dann mal wieder weg. Aber vorher muss ich noch die Himbeeren ernten.

Dienstag, 7. Juli 2015

Der Sommer ist blau

Meine Flaschenvasensammlung ist mal wieder nach draußen auf den Gartentisch gewandert - als Tischdeko mit Sommerblumen. Dekoriert wurden die Vasen mit den Blütenzweigen von Ackerrittersporn und den Kapseln des Schlafmohns. Die Blautöne der Ritterspornblüten und der Mohnkapseln passen so gut zu den Flaschen aus türkisfarbenem Glas.
Zur Tischdeko mit den Sommerblumen passt auch die Baumwolle, aus der ich zur Zeit jede Menge Topflappen oder auch Waschlappen häkele. Im Gegensatz zum Stricken, kann man ja wirklich bei jedem Wetter häkeln. Während beim Stricken im Hochsommer die Hände an der Wolle kleben, kommt das beim Häkeln mit Baumwolle nicht vor.
Somit habe ich während der Hitzewelle in der vergangenen Woche einen Waschlappen nach dem anderen produziert. Es war einfach so gemütlich, abends bis zum Dunkelwerden auf der Terrasse zu sitzen, den Vögeln zuzuhören - wir haben Meisenjunge, die zur Zeit noch im Garten gefüttert werden - und dabei zu häkeln.
Etwas besseres konnte man bei den Temperaturen von fast 40 Grad ja auch nicht machen. Ich habe mich möglichst wenig bewegt...
Die Tischdeko aus Ackerrittersporn in den Vasen hat die Hitze sogar einigermaßen gut überstanden - sie blüht noch immer. Und auch im Garten hat sich der Rittersporn an vielen Stellen ausgesät. Vor allem aber im Kiefernbeet. Er blüht überwiegend in Blau-Violett-Tönen, hat aber - ähnlich wie die Akeleien im Frühjahr - auch schon blassrosafarbene Blüten hervorgebracht.