Mittwoch, 16. Juli 2014

Trend-Gemüse Rote Bete

 Mein Gemüsefavorit ist in diesem Jahr die Rote Bete. Als wir sie im Frühjahr gesetzt haben, wusste ich nicht wirklich, wofür wir so viel Rote Bete brauchen, aber jetzt bin ich froh über die fette Ernte.
 Eigentlich habe ich fast alle Knollen, die ich bisher geerntet habe, zu einem köstlichen Rote-Bete-Salat verarbeitet. Mit dem Gemüsehobel, den ich im vorigen Jahr für etwa einen Euro in Vietnam gekauft habe, lässt sich die Rote Bete so wunderbar raspeln. Sie ist ganz zart und man braucht sie nicht mal vorher weich kochen.
Zu der geraspelten Roten Bete kommt eine Vinaigrette aus Olivenöl, Balsamico-Essig und Zitrone, etwas Petersilie (auch aus dem Garten) und so viel Schafskäse, wie man mag. Ich mag am liebsten viel Käse. Alles vermischen - und fertig ist der köstlichste Rote-Bete-Salat, den ich kenne.
 Auch in diesem Jahr haben wir das Gemüsebeet einfach mitten auf dem Rasen angelegt. Das sieht vielleicht nicht besonders hübsch aus, aber wir haben noch keinen besseren Platz gefunden, weil wir durch die große Kiefer sehr viel Schatten haben. Dummerweise haben wir auch noch selbst für Schatten gesorgt, indem wir einen Quittenbaum gepflanzt haben. Noch ist er klein, aber man merkt schon jetzt, dass auch er für Schatten sorgt. Zumindest für alle Pflanzen, die dahinter wachsen.
 Das sind in diesem Jahr die Agastachen in einem Lilafarbton (im vergangenen Jahr war ich ja von den blauen so begeistert) und die wunderbar pinkfarbenen Monarden. Auch die sind derzeit mein absoluter Liebling.


Samstag, 12. Juli 2014

DIY - Natürliche Steckhilfe für Sommerblumen

 Ich bin heute mit der Gartenschere durch den Garten gegangen und habe einige Pflanzen radikal zurückgeschnitten. Bei Salvia nemerosa, die größtenteils verblüht war, hoffe ich auf einen Neuaustrieb, ebenso bei der Spornblume und dem Storchschnabel "Rozanne". Letzter hatte zwar gerade erst so richtig zu blühen begonnen, aber irgendwie wurde er von innen heraus braun und schlapp. Daher habe ich die langen Triebe eine Handbreit über dem Boden entfernt und hoffe, dass die Pflanze nun aus der Mitte neu austreibt.
Die schönsten Triebe sollten in die Vase kommen, aber weil sowohl Geranium als auch Spornblume sehr krumm gewachsen waren, musste eine Idee her, wie sie in der Vase Halt bekommen.
Und da habe ich mich an ein Video erinnert, dass ich neulich mal zu dem Thema gesehen habe. Da wurde gezeigt, wie man natürlich Steckhilfen selbst herstellt. Ich habe die Idee aus dem Film etwas abgewandelt und einige Zweige vom mediterranen Schneeball verwendet, der gerade vor dem Küchenfenster üppig austreibt.
Die Zweige habe ich entblättert und bogenförmig in die quadratische Glasvase gestellt. Die Blütentriebe lassen sich ganz leicht dazwischen stecken.
So wirken Storchschnabel und Spornblume fast wie ein filigranes Gesteck.

Samstag, 5. Juli 2014

Sommerabend mit Betonkunst

 Der Sommer will ja in diesem Jahr nicht so richtig kommen. Wenigstens konnte ich ihn gestern Abend mal kurz erahnen: als ich im Kerzenschein auf der Terrasse sitzen konnte. Heute ist es dafür schon wieder zu feucht und kühl. Jedenfalls habe ich mal die Betonschalen, die ich im Winter geschenkt bekommen habe, im Garten "ausprobiert". Ich sage nur: es war stimmungsvoll.

Und ich hoffe, es kommen noch ein paar laue Sommerabende, an denen ich auch zuhause sein darf.

Dienstag, 24. Juni 2014

Alles ist im Fluss

 Der Garten ist ständig in einem Wandel, so in  etwa hat es Carmen von Ein Schweizer Garten ausgedrückt. Und sie hat geschrieben, das manches in manchen Jahren gut wächst und in anderen wieder nicht. Das kann ich nur bestätigen. Im Beet unter der alten Kiefer haben sich Thymian, Currykraut und Colastrauch ganz gut gemacht. Auch der Glockenblume scheint es dort zu gefallen.
 Was allerdings gar nicht wachsen will, ist der Acanthus, den ich hinter den Currystrauch gepflanzt habe. Er sollte eigentlich noch größer werden, wächst und wächst aber einfach nicht.
 Auch im Terrassenbeet entwickelt sich manches ganz anders als gedacht. Der Salbei, der im vergangenen Jahr so vor sich hinkümmerte, hat in diesem Jahr viele Triebe - allerdings fallen diese sehr auseinander.
 Das ist nicht wirklich schlimm, denn zur Zeit werden sie vom Schlafmohn und von den Blättern der Herbstanemonen gestützt.
 Auch dem Ackerrittersporn, der sich eher als Unkraut breitgemacht hat, scheint es bei uns zu gefallen. Er wandert durch alle Beete. Besonders schön blüht er gerade vor den Agastachen, und ich habe den Eindruck, er nimmt diesen etwas von ihrem Platz.. Jedenfalls sind sie nicht so groß wie im vergangenen Jahr.
 Auch die Monarden gleich daneben habe ich mir höher vorgestellt. Dafür gefallen mir die roten Blüten umso besser.

Die rote Lichtnelke haben wir als Sämling aus unserem alten Garten mitgebracht und im vorigen Jahr wollte sie gar nicht wachsen, geschweige denn sich aussamen. Jetzt ist sie allerdings immerhin ein stattlicher Strauch geworden. 
 Ebenso wie die weiße Spornblume, die wohl auch ein Jahr Anlaufzeit benötigt hat. Leider hat die Walzenwolfsmilch an ihrer Seite irgendetwas gar nicht vertragen. Sie ist vollkommen abgestorben. Und auch die Akeleien, die mich noch vor einem Monat so begeistert haben, machen einen traurigen Eindruck. Mir ist schon klar, dass sie ihre beste Zeit hinter sich haben. Ich habe die Blütenstände entfernt, damit sie sich nicht noch mehr aussamen, aber leider wollen sie in diesem Jahr auch sonst nicht mehr wachsen. Bin mal gespannt, ob sie im nächsten Frühjahr wieder da sein werden.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Zutaten für ein schönes Zuhause

Meine Flaschensammlung macht sich ganz gut auf dem Gartentisch. Ich habe einige Blüten von Ackerrittersporn, Spornblume und Currykraut in den Flaschenvasen dekoriert. Das sieht doch recht sommerlich aus.

 Am freien Tag hatte ich außerdem Zeit, um im neuen SoLebIch-Buch zu schmökern. Das habe ich vor einiger Zeit hier mal vorgestellt.
Nicole Maalouf,die Inhaberin der Plattform SoLebIch, schwört auf persönliche Details als wichtigste Zutat für ein schönes Zuhause. Und auch wenn ich nicht der große Einrichtungsprofi bin, gibt es doch auch bei mir viele persönliche und selbstgemachte Dinge. Zum Beispiel diese mit Papier ummantelten Dosen, die ich zur Zeit als Blumenübertöpfe benutze.
 Dann gibt es natürlich jede Menge Filziges wie die Filzblumen auf meiner Küchenfensterbank oder auch das Pompon-Mobilé an der Terrassentür. Es gibt inzwischen so viele selbstgemachte Dinge, dass ich gar nicht alle verlinken kann. Einige wenige zeige ich übrigens inzwischen auch auf SoLebIch. Wer Lust hat, kann ja mal schauen.


Samstag, 14. Juni 2014

Easy-peasy DIY mit Thymian

 Der Thymian im Terrassenbeet ist reichlich gewuchert. Ich musste ihn an einigen Stellen etwas zurückschneiden, damit er dem Frauenmantel und anderen Pflanzen auch noch etwas Platz zum Leben lässt.  Mit den abgeschnittenen Teilen lässt sich ganz wunderbar dekorieren. Als erstes habe ich ein Thymianherz gemacht. Dazu biegt man zunächst aus etwas Blumendraht eine Herzform und diese wird dann mit den Thymianzweigen umwickelt.
Aber auch die Filztüte, die ich Winter weihnachtlich dekoriert habe, hat ein sommerliche Thymianfüllung bekommen und duftet jetzt ganz herrlich.
 Doch nicht nur der Thymian wuchert und duftet im Terrassenbeet. Die Felsenbirne trägt inzwischen rote Früchte und die schmecken gar nicht so schlecht.
Ich wünsche allen Lesern ein schönes Sommerwochenende!

Sonntag, 1. Juni 2014

Von Rosenplagen und Düngergaben

Die Ramblerrose "Pauls himalayan musk" blüht in diesem Jahr zum ersten Mal. Ich mag ihre kleinen Blüten. Zuerst sehen sie rosafarben aus, und wenn sie voll aufgeblüht sind, werden sie weiß.
Der Standort an der Gartenlaube ist allerdings leider nicht so optimal. Ursprünglich hatte ich die Ramblerrosa ja gekauft, damit sie in der großen Kiefer ranken kann, aber dann haben wir sie doch zunächst ans Häuschen gesetzt, um dieses zu begrünen. Leider scheint der Platz zu schattig zu sein. Oder der Boden zu schlecht.
 Jedenfalls leidet die Rose unter Mehltau und unter Blattläusen. Dabei wurde sie vom Fachhändler als relativ robust gegenüber diesen "Rosenkrankheiten" eingestuft. Wir haben die Rose daher mit einer Mischung aus Wasser und einem Schuss Rapsöl mehrfach behandelt. Die Blattlausplage konnten wir damit ganz gut bekämpfen. Den Mehltau nicht ganz so gut. Wir haben dazu in eine ehemalige Spritzflasche von Badreiniger, die natürlich gut gereinigt wurde, Wasser mit Rapsöl im Verhältnis 1:10 gemischt. Also 1 Teil Öl auf 10 Teile Wasser. Die Mischung dann gut geschüttelt, bis die Flüssigkeit weiß wird. Dann werden die befallenen Pflanzenteile eingesprüht und alles etwa 15 Minuten einwirken lassen. Wichtig ist es, danach alles mit Wasser abzusprühen, damit die Spaltöffnungen der Pflanzen nicht dauerhaft verstopfen.
Auch bei der Rose "Leonardo da Vinci", die gerade so schön im Vorgarten blüht, hat diese Wasser-Öl-Mischung ganz gut gegen Blattläuse gewirkt. 

Hier sieht man die Rosenknospen vor der Behandlung.

Die Beetrose Kosmos habe ich dagegen aus dem Terrassenbeet umgesetzt. Sie passte einfach nicht zu den anderen Stauden. Stattdessen habe ich die Iris barbata "Lovely again" an den Platz der Kosmos gepflanzt.
Diese blüht zwar noch nicht, dafür aber der Schlafmohn, den ich aus dem alten Garten als Samen mitgenommen habe.

Die weiße Spornblume hat sich prächtig entwickelt. Im vergangenen Jahr hat sie zwar bis in den Herbst hinein geblüht, aber sie war bei weitem nicht so groß.

Ebenso die Gauklerblume. Da hat der Dünger, den diese Pflanzen bekommen haben, wohl einiges bewirkt.