Sonntag, 26. Oktober 2014

Wochenrückblick - 10 Dinge, warum der Oktober so schön ist

Immer im Herbst überkommt mich die Stricklust. Dann habe ich das dringende Bedürfniss, etwas zu stricken. Am Ende meiner Ferienwoche habe ich mir daher noch schnell einen Wunsch erfüllt und neues Garn bestellt. Daraus soll ein schlichter Herbstpullover werden. Und das Beste: die Wolle war gar nicht teuer. Wenn die Anleitung stimmt, dann komme ich mit Wolle für rund 15 Euro hin. Ich bin begeistert! Natürlich habe ich gleich mit dem Anschlagen der Maschen begonnen. Und weil es heute so ein schöner Herbstsonntag war, konnte ich dabei sogar auf der Terrasse sitzen. Doch anstatt zu stricken, hätte ich ja eigentlich immer noch genug mit dem Vernähen meiner Granny-Häkeldecke zu tun...
 Weil die Decke so schön die Beine wärmt, wurde eben auch noch ein bisschen vernäht. Seufz. Ich hoffe, ich bekomme die Häkeldecke auch irgendwann einmal fertig.
 Auf der Terrasse fliegt gerade jede Menge Moos herum, das die Vögel vom Dach werfen. Das sieht eigentlich ganz dekorativ aus, und ich habe es in den Tontöpfchen deponiert. Mal sehen, ob man daraus noch etwas machen kann. Das wäre vielleicht etwas für die Adventszeit.
 In dieser Woche haben wir außerdem einige Schnäppchen im Gartencenter erstanden. Das war auch dringend nötig, um mein seelisches Gleichgewicht wieder herzustellen. Musste ich doch vier neue Winterreifen fürs Auto kaufen. Und die waren wahrlich nicht gerade günstig. Als Trost habe ich mir (außer der Wolle) eine Hortensie "Pink Annabelle" für nur vier Euro geleistet. Die musste einfach mit, obwohl ich noch nicht weiß, wohin ich sie im Garten setzen werde. Deshalb hat sie erst einmal einen Topf bekommen. Außerdem habe ich noch Frauenmantel und Lampionblumen für jeweils 1,50 Euro mitgenommen.
Und  wie man im Hintergrund unschwer erkennen kann, blüht sogar die Iris jetzt doch noch. Ich hatte nicht mehr damit gerechnet. Zumal ich sie bei meiner Umpflanzaktion vor zwei Wochen noch einmal umgesetzt habe.
Die Litchi-Tomaten, die im August so schön geblüht haben, tragen noch immer einige Früchte. Ich habe bisher immer vergessen, dass ich diese ja auch noch einmal zeigen wollte. Sie schmecken übrigens nicht besonders spektakulär. Eher ein bisschen langweilig.Und sie haben ziemlich viele Stacheln. Mein Ding sind sie daher nicht.
Im Herbst rieseln in jedem Jahr Unmegen von Kiefernnadeln von der Kiefer. Wir haben festgestellt, dass diese sich sehr gut als Streu auf dem Weg zum Kompost und zur Gartengerätehütte eignen. Der Weg wird nämlich immer sehr matschig, wenn es denn erst einmal ordentlich regnet. Da sind die Kiefernnadeln eine günstige Auflage, damit die Schuhe einigermaßen sauber bleiben. Und man mag es kaum glauben, aber bis zum nächsten Sommer sind sie dann fast verrottet. Jedenfalls war es in diesem Jahr so.
 Endlich konnte ich in dieser Woche auch die Quitten ernten. Hier der erste Teil davon.
Aus den Früchten habe ich Marmelade gekocht - aber ein Teil der Quitten steht noch immer im Gartenhäuschen und wartet darauf, dass ich sie verarbeite.

Montag, 20. Oktober 2014

DIY - Herbstgesteck zum Nulltarif

Schon als ich noch ein Kind war, habe ich gerne mit Blumen hübsche Arrangements gestaltet. Einmal habe ich im Bowlenglas meiner Mutter eine Herbstlandschaft mit Pilzen, Moos und Blättern "eingelegt". Ein anderes Mal habe ich für einen Trödelmarkt in der Adventszeit kleine Gestecke aus Roggenbrötchen gemacht, in die ich Gräser und vertrocknete Samenstände steckte. Sie wurden nicht gerade verkauft wie warme Semmeln...
Gestern beim Spaziergang wurde ich daran erinnert - als ich nämlich die vertrockneten Samenstände vom Schleierkraut auf dem Feld fand. Dass man damit - und mit dem, was jetzt noch im Garten blüht - dennoch ein schönes Herbstgesteck machen kann, will ich heute zeigen.
Für das Herbstgesteck musste mal wieder eine Steckhilfe improvisiert werden: dazu einen schönen Zierdraht zu einer Schlingenkette wickeln und diese mehrfach auf den Rand einer Schale oder - wie in meinem Fall - auf den Rand des Blumentopfes legen und etwas andrücken. Der Draht lässt sich ja leicht biegen und lässt sich dadurch ganz gut befestigen. Weil ich nicht will, dass der Zinktopf innen rostet, wurde noch ein passende Glas für das Wasser in den Topf gestellt. In meinen Topf passte ein Einmachglas ganz wunderbar.
Die Blumen werden nur in das Wasser gestellt. Sie finden dabei jedoch in den Schlaufen des Drahtes Halt. Als erstes habe ich einige Zweige einer Besenheide in den Draht gewunden. Dabei muss man immer darauf achten, dass die Enden der Zweige ins Wasser reichen.
Danach einige möglichst kleine Dahlienblüten zwischen die Drahtschlaufen stecken. In diesem Jahr habe ich wirklich viele Dahliensträuße gemacht. Und ich bin erstaunt, dass mir immer noch etwas neues einfällt, was ich mit den Dahlien machen könnte. Danke noch einmal für den Tipp, den ich im vergangenen Herbst hier auf dem Blog bekommen habe: nämlich von den Dahlien ruhig großzügig zu schneiden. Sie blühen umso besser!
Schön wirken kleine Blütenzweige vom Sedum zwischen den Dahlien.
Ein bisschen Farbe bringt der Hagebuttenzweig ins Spiel. Und ebenso ein zweiter Zweig.
Ein wenig Vergänglichkeit die vertrockneten Samenstände des Schleierkrauts. Und fertig ist ein neues, günstiges Herbstgesteck, das mich mal wieder nichts gekostet hat, da ich das Material noch in der Schublade, im Garten und auf dem Feld fand. Hier gibt es heute außerdem noch eine weitere Idee für ein Herbstgesteck.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Goldener Oktober

So schön golden leuchtete der Oktober am vorigen Wochenende, als ich die Pflanzsaison eröffnet habe. Mir gefällt das Farbspiel von Sedum und Herbstanemonen phänomenal gut. Im vergangenen Jahr hatte ich ein mickeriges Sedumpflänzchen unter dem Flieder gefunden und es an zwei Stellen ins Terrassenbeet umgesetzt. Es konnte sich dort zwar besser entwickeln, litt aber im Sommer, weil es es in der Nachbarschaft von Schlafmohn und Akelei sehr schwer hatte.
Auch zu den Quitten passen die Herbstanemonen wunderbar. Pink-gelb ist eben eine schöne Kombi!
Ich bin etwas unsicher, wann ich die Quitten ernten soll, da es unsere erste Ernte ist. Einige sagen, wenn die Farbe der Früchte von Grün zu Gelb umschlägt, andere, wenn sich die Früchte leicht lösen. 
Wir sind ja froh, dass die Früchte überhaupt Gelb geworden sind. Lange Zeit sah es nicht danach aus. An der Neigung des Baumes sieht man gut, wie sehr er sich nach jedem Sonnenstrahl sehnt.
Und auch im Terrassenbeet bekamen die wenigsten Pflanzen genug Sonne ab. Aus diesem Grund habe ich voriges Wochenende auch die Felsenbirne umgesetzt - und zwar etwas mehr an die Seite in Richtung Nachbars Hecke. So bekommt das Beet hoffentlich im nächsten Jahr mehr Licht. Und um wieder zum Anfang zurückzukommen: so kann sich hoffentlich auch das Sedum noch besser entwickeln. Ich habe jetzt übrigens beide Pflanzen an eine Stelle zusammengesetzt, damit es im nächsten Jahr ein ordentlicher Strauch wird. Und ich hoffe auch, dass es mir die Felsenbirne nicht übelnimmt, dass ich sie umgesetzt habe. Weil es die ganze Woche geregnet hat, hoffe ich, das sie gut anwächst.
Im Zuge der Umpflanzarbeiten, habe ich auch das Beet unter der Kiefer in Angriff genommen.Hierhin wanderten Ysop, ein Teil der Staudengeranie "Rozanne", der kleine Frauenmantel Alchemilla erythropoda aus dem Terrassenbeet und ein Sämling der Walzenwolfsmilch. Die Mutterpflanze ist ja leider wegen der Staunässe im Terrassenbeet eingegangen.
 Außerdem habe ich auch die übrigen Frühlingsblüher aus meinem Testpaket der Firma Bruno Nebelung eingesetzt. Ins Kieferbeet wanderten: 4 Narcissus "Katie Heath", 5 Narcissus "Thalia", 10 Wildtulpen Tulipa humilis "Violacea Black Base", 20 Krokusse "Spring Beauty" und 20 Chionodoxa forbesii "Pink Giant". Die Schneeglöckchen habe ich unter die Quitte gesetzt. Bin gespannt, ob sie was werden.

 Und ganz zu letzt noch ein Blick auf unsere Engelstrompete. Die steht auf der Terrasse und hat erst jetzt im Oktober zu blühen begonnen. Ist das zu fassen?

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Pflanzzeit hat begonnen


Am vergangenen Wochenende habe ich begonnen, die ersten Frühlingsblüher zu setzen. Vor einiger Zeit bekam ich ein Paket mit verschiedenen Zwiebelpflanzen der Firma Bruno Nebelung (www.nebelung.de) zugeschickt, um die Frühlingsblüher zu testen. Im Paket waren verschiedene Tulpensorten, darunter auch Wildtulpen für den naturnahen Garten. Außerdem zwei verschiedene Narzissen (Katie Heath und Narcissus thalia), Krokusse, rosafarbener Schneeglanz und auch Schneeglöckchen sowie zwei Packungen Allium (giganteum und ein Mix). 
Als erstes musste ich ein neues Beet für die Tulpen und den Allium mix anlegen. Weil nämlich die Ramblerrose am Häuschen viel zu trocken stand und nicht so recht gedieh, wurde sie an die Kiefer umgesetzt. Eigentlich war sie ja auch zum Beranken der Kiefer gedacht. Und weil aber die Erde im Beet an der Gartenhütte so dermaßen trocken war, musste sie zunächst verbessert werden. Es ist kurios, wir haben absolut trockene und sandige Erde, die das Wasser nicht halten kann und dann gleichzeitig Stellen im Garten, die sind absolut lehmig und voll Staunässe.
Diese beiden Sorten Erde haben wir schubkarrenweise miteinander vermischt. Dazu den ursprünglichen Boden am Häuschen erst einmal ausgehoben und auch die Hosta und die anderen Pflanzen ausgepflanzt. Zum Glück haben wir auch ganz guten Kompost angelegt und auch davon wurden einige Karren untergemischt. Dann wurden die Pflanzen - bis auf die Rose - wieder eingesetzt.
Auf den freien Platz konnte ich eine große Anzahl der Tulpen (Tulipa "Big Pride" und Tulipa "Purple Prince") unterbringen. Dazwischen die Allium.
Die beschrifteten Eisstiele sollen mir helfen, die Frühlingsblüher besser wiederzuerkennen. Ich bin schon jetzt gespannt auf den Frühling! Die übrigen Zwiebeln setze ich dann, wenn der Regen etwas nachlässt.


Freitag, 3. Oktober 2014

DIY Blumenhütchen filzen

 Hier kommt nun endlich meine Anleitung zum Filzen eines Blumenhütchens. Die einzelnen Arbeitsschritte habe ich etwas zusammengefasst, zumal sie im Grunde anderen Filzanleitungen ähneln. Die Blüte besteht aus vier kreisrunden Vorfilzen - jeweils zwei mit einem Durchmesser von 6,5 cm und zwei mit einem Durchmesser von 4 cm. Diese werden mit einer Filznadel im Zentrum zusammengefilzt, bevor sie nassgefilzt werden. Wie das geht, habe ich in meinem Video "Wie man ein Stiefmütterchen filzt" gezeigt. Das spare ich mir hier.
 Für das Hütchen benötigt man eine dreieckige Form aus Noppenfolie, die zunächst mit jeweils drei Lagen Wollflies von beiden Seiten belegt werden. Für den grünen Stil der Blume wird am oberen Ende etwas grüne Wolle aufgelegt.
Auch das Unterteil des Blumenhütchens wird nass gefilzt. Dabei achte ich von Anfang an darauf, dass ich den Blütenstil immer wieder kordelförmig rolle. Das geht am besten, wenn man den Stil auf einem Handtuch rollt. So wird er schön fest. Am Ende wird das Hütchen unten aufgeschnitten und die Dreiecksfolie herausgeholt. Am günstigsten ist es, wenn man das obere Ende nicht richtig verfilzt.
So kann man die Blüte gut anbringen. Diese befestige ich zunächst auch mit einer Filznadel. Eventuell muss man noch etwas grüne Wolle darüber wickeln und auch diese erst mit der Nadel und dann vorsichtig nass mit Seifenlauge anfilzen. Dazu ist etwas Fingerspitzengefühl notwendig. Bei mir hat es im ersten Anlauf nicht geklappt - der Stil war am oberen Ende plötzlich viel zu dünn für die Blüte. Ich habe dann einfach den Stil ein Stückchen abgeschnitten und noch einmal begonnen.
 Und weil handgemachte Dinge immer auch Unikate sind, passt mein Blumenhütchen nicht hundertprozentig zu den beiden anderen. Diese sind aber auch schon einige Jahre alt. Damals habe ich für das blaumelierte Muster weiße Wolle mit blauer gemischt. Es ist kompliziert zu erklären: ich habe einen Strang blaue und weiße Wolle zusammen in eine Hand genommen und davon ganz dünne Strähnen abgezupft. Diese habe ich zu einem Päckchen zusammengefasst und wieder auseinander gezupft, so dass sich die dünnen Wollfäden miteinander vermischen.
So wie ich die Wolle heute mit blau belegt habe, wurde es nicht so dezent meliert. Daher habe ich gleich zu Beginn des Nassfilzens die blauen Strähnen wieder entfernt - bis auf einige wenige, die sich nicht mehr lösen wollten. Daher ist dieses Blumenhütchen eher weiß geworden. Es passt aber trotzdem.

Montag, 29. September 2014

Kleiner Gruß aus der Küche

Mit diesem Blick aus meinem Küchenfenster schicke ich einen kleinen Gruß aus meiner Küche. Ich war von Anfang an begeistert von diesem Fenster mit den zwei Flügeln und der langen Glasfront darunter. Man kann Dinge auf der Fensterbank dekorieren und muss sie nicht jedes Mal wegräumen, wenn das Fenster geöffnet werden soll. Das ist sehr praktisch. Zur Zeit habe ich einige Dahlien in einer der Flaschenvasen stehen.
Die Hortensienblüten sind bereits getrocknet und "warten" im weißen Übertopf auf die Weiterverarbeitung. Für einen Kranz sind es zu wenig, aber leider habe ich nicht rechtzeitig genügend Blüten geschnitten.
Ganzjährig passend sind die weißen Filzblumen. Eigentlich wollte ich schon vor Monaten eine Anleitung posten, wie man diese Blumen macht, denn eine Leserin hat sich dafür interessiert. Ich hab's leider immernoch nicht geschafft. Es steht aber auf meiner Agenda - versprochen.

Dienstag, 16. September 2014

Ein Kranz aus Zapfen

 Aus den Zapfen, die ich im Frühsommer überall bei uns im Garten und auf der Straße aufgesammelt habe, habe ich einen Zapfenkranz gebastelt. Das ist mal wieder so ein preisgünstiges Low-Budget-Projekt geworden, denn ich habe nicht wirklich viel Geld dafür ausgegeben. Und ich mag es ja, wenn man keinen großen Aufwand betreiben muss. Allerdings benötigt man für das Bastelprojekt eine Heißklebepistole, doch die hatte ich zum Glück noch im Schrank liegen. Dafür konnte ich bei den Materialkosten umso mehr sparen: Als Kranzunterlage habe ich den Clematiskranz verwendet, der jetzt schon einige Jahre in der Weihnachtszeit unsere Adventsdeko war. Damit er etwas dicker und stabiler wurde, habe ich noch einige frische Clematiszweige im Wald geholt und diese zu den übrigen einfach dazu gewickelt.
Wenn man die Kiefernzapfen mit der Heißklebepistole aufkleben möchte, ist es sinnvoll, die Clematisranken zunächst irgendwie einzupacken, damit eine gleichmäßige Unterlage entsteht, auf der man kleben kann. Auf den dünnen Zweigen würden sie nämlich einfach nicht gut halten. Ich habe die Clematiszweige daher mit einem naturfarbenen Juteband dicht und fest umwickelt. Darauf lässt sich einfach besser kleben. Außerdem sieht es dadurch an den Stellen, wo die Unterlage eventuell durchschimmert, weil die Zapfen nicht dicht genug aneinander passen, gleich ganz natürlich aus.
Von den insgesamt zwei riesengroßen Säcken voll Zapfen habe ich nur ein Bruchteil verwenden können. Fragt sich nur noch, was ich aus den übrigen mache... Es sind noch reichlich Zapfen übrig. Zwei große Säcke voll stehen noch in unserem Gartenhäuschen.



Aber der Zapfenkranz ist immerhin ein Anfang. Und ein prächtiger noch dazu - wie ich finde.