Dienstag, 30. Juni 2015

Mein Instagram-Juni

Anfang Juni war ich in der Sierra de Gredos. Das ist ein Gebirge in Zentralspanien, etwa 170 Kilometer westlich von Madrid. In dem Regionalpark blüht von Mai bis Ende Juni der Ginster und das sieht einfach wunderschön aus. Die ganze Landschaft ist von Gelb überzogen. Bei einer unserer Wanderungen haben wir jede Menge Steinböcke gesehen. Dieser hier und ein weiterer haben quasi auf die Wanderer am Aussichtspunkt gewartet. Ich bin völlig begeistert von der Sierra de Gredos, weil ich nicht erwartet habe, dass es mitten in Spanien und noch dazu im Sommer eine so grüne und klimatisch angenehme Region gibt.
Gewohnt haben wir im Parador de Gredos. Parador ist eine exklusive spanische Hotelkette, die in historischen Bauten, wie zum Beispiel Burgen und Schlössern untergebracht ist. Der Parador de Gredos ist der erste Parador, der in Spanien im Jahr 1928 gegründet wurde, zuvor war das Gebäude das Jagdhaus des Königs. Wer noch ein bisschen mehr über die Sierra de Gredos wissen möchte, kann hier meinen Artikel dazu lesen.
Zurück in der Heimat, habe ich meine Sitzecke im Garten eingerichtet - und konnte sie dann kaum nutzen, weil das Wetter nicht mitspielte. Es wurde kalt, regnerisch - was aber auch gut für den Garten war - und irgendwie ungemütlich.
Als es ganz besonders herbstlich wurde, habe ich sogar Plätzchen gebacken. Allerdings waren es immerhin Lavendelplätzchen und die haben dann doch wieder nach Sommer geschmeckt.
Als das Wetter dann Ende der vorigen Woche wieder besser wurde, war ich in Würzburg zu einer Städtereise. Auf dem Bild sieht man die Festung Marienberg, das Wahrzeichen der Stadt. Ich bin gerade dabei, auch dazu einen Artikel zu schreiben, aber der ist noch nicht fertig und so kann ich ihn noch nicht verlinken.
Von Würzburg aus ging es geradewegs nach Aschaffenburg und auch dort gab es ein historisches Bauwerk zu bewundern: das Schloss Johannisburg. Beide Städte haben eines gemeinsam: Sie liegen in Franken. Dort gibt es jede Menge kulinarische Genüsse und - das war das Thema der Reise - auch ziemlich viel Kultur.
Heute ist der letzte Tag im Juni, der Sommer ist zurück und das war also mein Monat in Kürze auf instagram. Ich freue mich, wenn ihr mir dort ebenfalls folgt.

Mittwoch, 24. Juni 2015

Lavendelplätzchen backen

 In unserem Vorgarten blüht gerade der Lavendel. Daher habe ich die Gelegenheit genutzt, am Wochenende Lavendelplätzchen zu backen. Das habe ich zum ersten Mal ausprobiert und es war ein voller Erfolg. Immerhin waren alle Plätzchen innerhalb eines Tages komplett verspeist.
Im Grunde habe ich ein Rezept für Butterplätzchen abgewandelt, indem ich den Zucker und Vanillezucker, der im Rezept angegeben war, durch einen Teil Lavendelzucker ersetzt habe. Um diesen herzustellen, ist gar nicht viel Lavendel notwendig. Gut wäre es allerdings gewesen, wenn ich die Lavendelblüten zuvor getrocknet hätte. Dann hätten sie sich bestimmt noch besser im Mixer mit dem Zucker zu Puderzucker verarbeiten lassen. Ich habe die frischen Blüten verwendet aber die ließen sich nicht komplett zerkleinern, haben aber genug Geschmack an den Zucker abgegeben.
 Aus 250 g Mehl, 150 g Butter, 1 Ei und insgesamt 155 g Zucker, von dem etwa 80 g Lavendelzucker war, habe ich einen Teig geknetet, den ich 2 Stunden im Kühlschrank gekühlt habe. Dann haben wir runde Kreise ausgestochen und diese bei 160 Grad Umluft etwa 10 Minuten gebacken.
 Einen Teil der Plätzchen haben wir vor dem Backen mit etwas Eigelb bestrichen und darauf Lavendelzucker gestreut.
 Den anderen Teil haben wir ohne Eigelb gebacken und die Plätzchen anschließend mit Lavendelzucker bestreut. Diese haben etwas intensiver nach Lavendel geschmeckt.

Dass man Lavendel auch zum Backen verwenden kann, habe ich im vergangenen Jahr von Anne Rahn gelernt. Sie zeigt das unter anderem in ihrer Gartenwerkstatt. Einige ihrer Lavendelrezepte habe ich in dem Magazin "Unser Rheinhessen" vorgestellt. Das erscheint am 3. Juli, aber leider nur hier in Rheinhessen. Darin steht dann übrigens auch wie man den Lavendelzucker herstellt.

Samstag, 20. Juni 2015

Lauschige Sitzecke im Garten

Die neue "Perlenlampe" - eine Lampe ist es ja nicht wirklich - hängt also an einem Ast des Flieders. Darunter habe ich eine kleine Sitzecke eingerichtet. Wenn auf der Terrasse die Sonne knallt, ist es nämlich in dieser Ecke schön schattig.
Und wenn die Morgensonne auf den Flieder scheint, bringt sie die Perlen zum Glitzern.
Der Kranz aus Rosenblättern, den ich vor einiger Zeit gebastelt habe, ist mittlerweile getrocknet und schmückt den Hals einer kleinen Glasflasche. So ist daraus die perfekte Rosenvase geworden.

Den Rasen in dieser Sitzecke habe ich im Frühjahr neu eingesät, denn hier war in den vorigen beiden Jahren ja unser Gemüsebeet. So in etwa kommt es dem Plan nahe, den ich im Februar gezeichnet hatte.
Durch den Regen, der gestern und vorgestern endlich mal gefallen ist, sieht es jetzt sogar schön grün aus. Allerdings mussten wir natürlich auch viel gießen, denn ganz ohne Wasser, wäre die Rasensaat wohl nicht aufgegangen.
 Auch düngen ist wichtig. Zumindest, wenn man kaum Nährstoffe im Boden hat. Für das Erdbeerbeet hat der Kompost im vorigen Herbst nicht gereicht. Das Ergebnis: Sie sind entsprechend klein geblieben - die Pflanzen, sowie auch die Früchte. Sie schmecken aber trotzdem ein wenig nach Sommer, genauso wie die Johannisbeeren und die Kirschen. Letztere sind allerdings vom Bauern.
 Zur Rosenblüte in der Vase passt auch ein Blütenzweig vom Frauenmantel sehr schön.
Hier sieht man den Blick in den Garten vom Kiefernbeet aus. Die Sitzecke befindet sich ganz hinten rechts in der Ecke. Auch vor dem Kiefernbeet habe ich die kahlen Stellen im Rasen mit Nachsaat wieder begrünt.
 Richtig schön geschützt wird die Sitzecke, von den Stauden im Wiesenbeet. Besonders prächtig blüht gerade der Muskatellersalbei. Und auch, wenn er vielleicht nicht so angenehm riecht, sieht er doch eindrucksvoll aus.

Dienstag, 16. Juni 2015

Gartendeko aus Perlen und Draht für den Sommer

Aus den Perlen, die ich vor einiger Zeit aufgefädelt habe, habe ich übrigens eine kunterbunte Gartendekoration gebastelt. Die Idee dazu kam mir im vergangenen Jahr, als ich Anne Rahn besucht habe. Wir haben im vorigen Sommer zusammen eine Geschichte produziert, die demnächst in dem Magazin "Unser Rheinhessen" erscheinen wird. Im Garten von majoRahn hängt nämlich so eine wunderschöne Perlendekoration im Vintage-Look. Leider habe ich es damals versäumt, ein Foto zu machen und die Fotos der Fotografin, die mich begleitet hat, darf ich nicht so einfach veröffentlichen.
Bei der Produktion des Magazins habe ich jetzt natürlich die Fotos wieder gesehen und mich an das hübsche Dekoteil erinnert. Leider habe ich auf dem Blog von majoRahn kein Bild davon gefunden, das ich hätte verlinken können. Jedenfalls kam mir die Idee, eine eigene Perlendeko zu basteln. Aus der Zeit, als die Kinder klein waren sind nämlich noch eine Menge Perlen übrig geblieben. Die schönsten habe ich vor einiger Zeit zum Basteln von Drahtsternen aus Perlen und einem Adventskranz aus Draht und Perlen verwendet.
Dieser ist jetzt auch die Grundlage für meinen Gartendekoration aus Draht und Perlen gewesen. Ich habe passend dazu 24 kurze Stränge aus verschiedenen Perlen aufgefädelt.
Diese Perlenketten wurden dann gleichmäßig rund um den Drahtkranz befestigt. Die Grundlage für den Kranz ist übrigens ein Blumendrahtring aus dem Gartencenter oder Floristikbedarf. Und wer noch einmal die Anleitung für den Adventskranz sehen will, findet diese hier.
Aufgrund der vielen bunten Kinderperlen ist es eine rechte farbenfrohe Gartendekoration geworden. Also ganz anders als bei majoRahn. Aber sie gefällt mir trotzdem ganz gut. Sie hängt an einem Ast im Fliederbaum und wenn sich das Sonnenlicht darin fängt, glitzert es ganz hübsch. Und es sieht nach Sommer aus. Die perfekte Gartendekoration für den Sommer also!
 

Samstag, 13. Juni 2015

Samstags im Junigarten

 Gestern Abend hat es zum Glück doch noch etwas geregnet - wenn auch nur leicht. Der Schlafmohn, der am Nachmittag noch die Blüten geschlossen hatte, ist über Nacht aufgeblüht. Heute Morgen hat er mich so begrüßt. Im Hintergrund des Fotos kann man allerdings auch sehen, wie herbstlich die Felsenbirne schon wirkt. Sie hat lauter rote Blätter bekommen und wirft diese auch schon ab. Es ist einfach viel zu trocken. Ob das der Klimawandel ist?
Der Muskatellersalbei hat einige Tage gebraucht, um seine langen Blütenstände aufrecht zu stellen. Ihm scheint der neue Platz im Wiesenbeet ganz gut zu gefallen und er sieht ganz prächtig neben weißer Spornblume, Rosmarin und Zitronenmelisse aus. Hier sieht man im Hintergrund das Gartenhäuschen, das fast etwas kahl wirkt. In den ersten beiden Jahren wuchs dort die Ramblerrose "Pauls himalayan musk" - allerdings mehr schlecht als recht. Deshalb habe ich sie im Herbst umgesetzt.
Die Ramblerrose wächst jetzt unter der Schwarzkiefer und ich habe den Eindruck, dass es auch ihr hier besser gefällt. Sie wird zwar auch in diesem Jahr von den Blattläusen heimgesucht, wirkt aber insgesamt gesünder.
 Bisher hat sich nur ein Zweig daran gemacht, die Kiefer zu beranken. Dafür blühen die anderen kurzen umso schöner.
 Auch die Beetrose "Leonardo da Vinci" blüht im Vorgarten. Mir kommt es so vor, als sei sie im vorigen Jahr größer gewesen. Allerdings habe ich sie im Frühjahr stark zurückgeschnitten - mit "kaltem Herz" - und ich finde, sie ist dadurch deutlich kompakter gewachsen.
Auch den Lavendel habe ich mit kaltem Herz zurückgeschnitten, doch er hat es mir wohl etwas übel genommen. Er hat einige Wochen ganz gelb ausgesehen und wird erst jetzt so richtig grün. 
 Noch einmal zurück zum Garten hinterm Haus: Hier will ich noch schnell die Flockenblume zeigen, deren Blüten sich gerade öffnen. Fehlt nur noch die Glockenblume, die gleich daneben wächst. Doch von ihr habe ich kein Foto gemacht.
 Insgesamt sieht es bei uns im Junigarten eher grün aus. Die Maiblüten sind alle vergangen und die Sommerstauden wie Monarden und Agastachen lassen noch auf sich warten. Zumal auch diese in diesem Jahr mehr schlecht als recht vom Fleck kommen und nur zögerlich wachsen.

Dienstag, 9. Juni 2015

DIY - Kranz aus Rosenblättern

Der Juni ist Rosenzeit: Überall sehe ich die wunderschönsten Rosenbüsche in voller Blüte stehen. In unserem Garten gibt es vorwiegend Wildrosen und die lassen mit ihrer Blüte noch auf sich warten. Wir haben sie ja erst in diesem Frühjahr gepflanzt. Vermutlich werden sie in diesem Jahr noch gar nicht blühen. An der Terrasse wächst jedoch noch eine rote Rose vom Vorbesitzer und die hat es nicht leicht an diesem Standort. Sie kümmert eher so vor sich hin, trägt aber jedes Jahr dennoch ganz entschlossen ein paar Blüten. Kurz bevor diese die ersten Blätter verlieren, habe ich sie für eine kleine Bastelidee verwendet. Und zwar habe ich einen Kranz aus Rosenblättern gemacht.
Die einzelnen Blütenblätter werden auf einen Draht gefädelt und dieser wird zu einem kleinen Kranz zusammengesteckt. Da sich Rosen ganz gut trocknen lassen, kann man auch diese kleine Bastelei getrost trocknen. Die Blätter des Rosenkranzes sehen dann zwar nicht mehr so ganz frisch aus, behalten aber dennoch ganz gut ihre Farbe.




Sonntag, 31. Mai 2015

Mein Instagram-Mai

Als ich Anfang Mai von meiner Thailandreise zurückgekommen bin, habe ich geschrieben, dass ich leider einen Teil der Tulpenblüte verpasst habe. Daraufhin schrieb eine Kommentatorin, dass man am besten gar nicht verreisen sollte, wenn man einen Garten hat. Irgendeine Blüte würde man nämlich immer verpassen. Das stimmt wohl. Dennoch bin ich ziemlich viel unterwegs, aber nicht - wie man vielleicht vermuten könnte - andauernd im Urlaub. Ich arbeite als Reiseredakteurin bei einem großen Verlag und bin sehr glücklich, dass ich diese tolle Arbeit machen kann. Die bringt es allerdings mit sich, dass ich den Garten oft vernachlässige. Zum Glück habe ich aber zu Hause fleissige Helfer, die darauf achten, dass auch die Pflanzen immer gut versorgt sind. Und so habe ich wenigstens die Irisblüte im Garten nicht verpasst.
Weil ich beruflich so viel unterwegs bin, freue ich mich eigentlich immer sehr auf zu Hause. Und da muss ich dann privat auch gar nicht mehr viel weg. Ich kann mich daheim ganz gut beschäftigen - zum Beispiel mit Handarbeiten. Aber das wisst ihr ja schon. In diesem Monat habe ich zur Abwechslung mal wieder gehäkelt - und zwar diese Granny-Wimpel für eine Häkelgirlande.
Weil im Mai so viele Feiertagswochenenden waren, habe ich endlich auch mal wieder Zeit gefunden, meine alte Heimat zu besuchen. Meine Mutter lebt in der kleinen Stadt in NRW mitten auf dem Marktplatz, wo gerade die Kastanien blühten, als ich dort war.
Heute ist der letzte Tag vom Mai und ich habe ihn genutzt, um ein neues Projekt vorzubereiten. Dazu habe ich ziemlich viele Perlen aufgefädelt. Was daraus geworden ist, werde ich natürlich demnächst hier zeigen. Das war also mein Mai auf Instagram. Ich habe nicht besonders viele Fotos gemacht, nehme mir aber für den Juni vor, dass es mehr werden.