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Samstag, 27. Dezember 2014

Erster Schnee

Da es hier im Rhein-Main-Gebiet nur so selten schneit, ist der erste Schnee immer etwas ganz besonderes. Und daher habe ich mich heute morgen sehr gefreut, dass wir mal wieder einen richtigen Winter bekommen haben - zumindest heute. Den ganzen Tag hat es mehr oder weniger geschneit und obwohl die Temperatur bei circa zwei Grad plus lag, ist doch einiges davon liegen geblieben.
Der Garten sah bereits nach kurzer Zeit aus, als sei er dick verpackt.
Die Schneeglöckchen, die in den vergangenen Tagen bereits aus der Erde gesprossen waren, sind von einer weißen Decke zugedeckt worden. Die verblühten Sedum haben weiße Mützen bekommen.
Nachmittags haben wir einen Schneespaziergang unter bleigrauem Himmel gemacht.
Und danach war es umso gemütlicher, ins warme Weihnachtszimmer zurückzukommen und während der "blauen Stunde" nach draußen zu schauen. Hach, wie schön!

Montag, 29. Oktober 2012

Oktoberspaziergang



Es ist ziemlich kalt geworden. Und während anderswo im Land bereits der erste Schnee liegt, war bei uns nur der Raureif zu Gast. Beim Sonntagmorgenspaziergang gab es an schattigen Stellen so manches weißes Muster auf den Blättern.



In der Sonne hingegen leuchteten die Pfaffenhütchen in ihrem schönsten Pinkton.


So unwirklich vor dem blauen Himmel.
Und die Samenstände der Clematis glitzerten fast im Gegenlicht.


Dienstag, 21. September 2010

Fruchtiges Mainz


Das Wasser kann einem förmlich im Mund zusammen laufen, wenn man zur Zeit über die Felder in den ländlichen Vororten von Mainz spazieren geht.



Fast hatte ich Urlaubsgefühle, als ich am Sonntag durch das supertolle Spätsommerwetter spaziert bin.


Nur eine knappe halbe Stunde Fußweg, vorbei am lichten Waldrand und schon hat man einen wunderbaren Blick auf das Rheintal und den Rheingau auf der anderen Rheinseite.



Ein kurzer Anstieg und nach Äpfeln, Birnen und Pflaumen verlocken sogar saftige Trauben zum Naschen.







Da merkt man doch erstmal, wie schön es eigentlich direkt vor der eigenen Haustür ist.




Noch ein paar Meter weiter habe ich eine ganze Reihe von Quittenbäumen entdeckt, deren Früchte so herrlich gelb gegen den blauen Himmel geleuchtet haben.




Wenn man es ländlich mag, dann ist es gar nicht so verkehrt in der Landeshauptstadt.


Da gibt es sogar jede Menge Pferde.



Und die Kirche steht noch mitten im Dorf!

Freitag, 18. April 2008

Begehbare Kompostmiete

In Budenheim bei Mainz haben die Entsorgungsbetriebe der Stadt einen ganz besonderen außerschulischen Lernort eingerichtet, die begehbare Kompostmiete. Für Schulklassen werden dort Führungen angeboten, um den Schülern auf anschauliche Weise zu zeigen, wie aus Bioabfall Kompost entsteht.


Die Exkursion beginnt mit einem Frühstück aus Obst, Gemüse und einem Getränk mit Zitronenscheibendekoration.



Bevor es losgeht sollen die Kinder überlegen, in welche Abfalltonne alle Überreste ihres Frühstückes entsorgt werden müssen.

Dann treten sie in Forscherteams die Reise in die Biotonne an. Zuvor werden sie auf Bakteriengröße „geschrumpft“, damit sie zusammen mit dem Bioabfall in die Tonne passen. Dies geschieht durch eine Art Hörspiel. Die Kinder müssen sich die Augen zu halten und wenn sie diese wieder öffnen, sehen sie eine riesige Biotonne vor sich.


Über eine Rutsche gelangen die kleinen Forscher in die Tonne und müssen zunächst im Stockdunkeln auf weitere Anweisungen über den Lautsprecher warten. Autogeräusche simulieren die Fahrt mit dem Müllauto.

Dann geht es in den ersten Raum der begehbaren Kompostmiete. Das Forscherteam hat nun acht Minuten Zeit, um einige Aufgaben zu lösen. Als erstes sollen die Abfallreste des Frühstücks entdeckt werden. Da die Schüler ja Bakteriengröße haben, ist der Abfall entsprechend riesig groß.


Die Zitronenscheibe ist schnell entdeckt.



Ebenso die Karotte.




An den Wänden verdeutlichen lustige Figuren, die Bakterien, die im Kompost leben.







Die Exkursion durch insgesamt drei Räume simuliert eine Zeitreise von 20 Wochen, in denen aus den natürlichen Abfällen Erde geworden ist. In jedem Raum sollen die Frühstücksreste gefunden werden, die sich im Laufe der Zeit durch die Verrottung optisch verändern.
Hier sieht man noch einmal die Zitrone, die sich deutlich verändert hat.




Die Exkursion endet in einem kleinen Labor, in welchem jede Gruppe einen Versuch machen muss. Hier wird die Wirkung von Schadstoffen anschaulich durch farbige Lösungen dargestellt, die in ein Salatblatt über die Gefäße hineinwandern.




Bei der Abschlussbesprechung werden die Ergebnisse besprochen und vor allem anschaulich erklärt. So erfahren die kleinen Besucher, dass die lustigen Wesen mit Ast- und Heckenscheren die Kleinstlebewesen darstellen, die mit ihren Werkzeugen die Abfälle abbauen. Auch die Abhängigkeit der unterschiedlichen Bakterien von Temperatur und Zeit wird gut erklärt.



Hier noch einmal verschiedene Bakterien, wie Strahlenpilze, Hefen (die Dicke mit Strohhalm), Escherichia Coli Bakterien (die gefährlich aussehende Rote) sowie Sporen, die je nach Temperatur noch "schlafen" oder aufwachen und mit der Arbeit beginnen (die Runden mit Hut).

Sonntag, 10. Februar 2008

Ein Stück Himmel ...

... sieht man, wenn man aus unserem Küchenfenster schaut.


Ansonsten nur Betonwände, Straße und Häuser.



Deprimierend ist, dass auch der Blick aus dem Wohnzimmerfenster, oder aus den Fenstern in Richtung Süden nicht wirklich besser ist.




Vielleicht liegt es ja an der kalten und kargen Jahreszeit, dass mir in den letzten Tagen immer mehr auffällt, wie hässlich die Gegend um mich herum ist. Ursache dafür sind wohl mit Sicherheit die Bausünden der 60er und 70er Jahre. Ich lebe in einem Stadtteil, der sehr stark von Landwirtschaft geprägt ist und noch heute wird, auf Teufel komm raus, in jedem Hinterhof angebaut, umgebaut oder neu gebaut.


Da kommt mir wieder „Grün kaputt“ in den Sinn. Das Buch aus den 80er Jahren beschäftigt sich mit der Landschaft und Gärten der Deutschen, der Zerstörung alter, gewachsener Strukturen und deren oft gedankenlose Ersetzung durch Neumodisches und qualitativ Minderwertiges. Dieses Buch hat mich vor über 20 Jahren sehr beeindruckt, mich sogar bei meiner Berufswahl beeinflusst und ich finde es doch schade, dass man vieles auch heute noch finden kann.



Wie zum Beispiel den Waschbetonstreifen ums Haus und nur den akkurat gemähten Rasen als einziges Grün.

Aber vielleicht sollte ich lieber nicht so viele hässliche Bilder zeigen, wo man in den Blogs doch eher schöne Dinge zu sehen bekommt. Außerdem gibt ja auch einen Lichtblick. Zu unserem Haus gehört zum Glück ein Garten, den ich seit einigen Jahren mehr oder weniger alleine pflegen kann. Darüber bin ich dann doch froh.

Samstag, 22. Dezember 2007

Weiße Weihnacht?


Über Nacht hat der Winter Reif gebracht:

Was so zauberhaft aussieht und unseren Garten winterlich verziert hat, haben wir der sogenannten Inversionswetterlage zu verdanken. Hierbei werden die kalten Luftschichten am Boden von darüber liegenden wärmeren Luftschichten zugedeckt, so dass ein Austausch zwischen ihnen nicht stattfinden kann.









Dies hat leider aber auch den negativen Effekt, dass die Emissionen nicht abziehen können und der Gehalt an Luftschadstoffen enorm ansteigt.

Gestern Abend hat es sogar bei einer Freundin, die in einem tiefer gelegenen Stadtteil, der nur sechs Kilometer entfernt ist, wohnt, Schnee gegeben.
Doch worüber sich die Kinder da gefreut haben, ist ebenfalls menschengemacht und wird als Industrieschnee bezeichnet. Ausgelöst wird er durch Emissionen benachbarter Industrieanlagen, vor allem durch Luftbeimengungen, Wasserdampf und Abwärme.
Dieser Schnee ist vielleicht zum Spielen nicht so empfehlenswert.