Samstag, 29. November 2008

Adventskranz

So wie der Protagonistin in dem Roman "Working Mum" von Allison Pearson geht es mir zum Glück nicht. Diese hatte nämlich beträchtliche Schuldgefühle, weil sie den Kuchen für die Weihnachtsfeier ihrer Kinder gekauft und nicht - wie eine gute Mutter es tut - selbst gebacken hatte.
Obwohl ich vor vielen Jahren mal eine Ausbildung zur Floristin gemacht habe und daher das Adventskranzbinden von der Pike auf gelernt habe, tendiere ich in den letzten Jahren doch aus Zeitgründen dazu, einen fertigen Kranz aus Tannengrün zu kaufen, den wir dann nur noch gemeinsam dekorieren. So erspare ich mir etwas von dem Adventsstress, der sich unweigerlich wie von selbst einstellt.

Zuerst einmal werden die Kerzen angedrahtet und auf dem Kranz platziert.




Dazu erhitzt man ein Ende eines starken Drahts über einer brennenden Kerze und steckt dieses dann in den Boden der Kerze, die angedrahtet werden soll. Dann wird der Draht mit einer Zange gekürzt und erneut erhitzt und in die Kerze gesteckt, bis jede Kerze drei, am Besten vier Drähte bekommen hat.


Als nächstes kommt der Blick in die Kiste mit dem Schmuck und dann wird ausgewählt.


Ich mag es ja, wenn viel Natürliches auf den Kranz kommt. Dazu passen auch die Filzkugeln besonders gut.




Ein bisschen Glitzer muss aber auch sein.



Noch mehr zum Thema Adventskranz gefällig? Hier gibt es eine Anleitung für einen Adventskranz auf Moosbasis und hier einen Adventskranz in pink.

Mittwoch, 26. November 2008

Sendung verpasst

Für alle, die gestern, so wie ich, im SWR die von majorahn angekündigte Sendung zum Thema Adventsdeko verpasst haben: Klickt doch mal auf dieses Bild, das ich mir frecherweise von Anne kopiert habe. Dann könnt ihr die Sendung noch mal sehen (hoffe ich)

Mitbringsel


Für eine Einladung brauchte ich gestern ein schönes Mitbringsel.


Hatte nicht viel Zeit und habe in der Adventskiste gekramt.



Das Koniferenbäumchen, einen rustikalen Übertopf und den kleinen Waldrebenkranz hatte ich zuvor im Gartencenter erstanden.





Weihnachtliches Mitbringsel!

Sonntag, 23. November 2008

Futter für die Seele

Manchmal muss man an grauen Tagen etwas für die Seele tun. Wenn der Alltag düster erscheint, weil die Anforderungen hoch sind und man meint, man schafft es nicht, dann hilft es, wenn man sich mal etwas Gutes gönnt. Mit einem leckeren Essen konnte ich schon oft die Laune bei meinen Kindern verbessern, wenn es einmal nötig war. Gestern war es mal wieder nötig und da haben wir zur Teigschüssel gegriffen und gemeinsam einen wirklich leckeren Kuchen gebacken.



Das Rezept des American Carrot and Walnut Cake gibt es bei seelenruhig und ich muss sagen, es ist sehr zu empfehlen.


Und nach diesem ruhigen Sonntag mit leckerem Kuchen und ganz ohne Alltagsstress sah es eben auch noch so draußen aus! Das bessert die Laune doch auch gleich merklich auf!

Samstag, 22. November 2008

Ein erster Hauch vom Winter

Obwohl es ja heute bestimmt an vielen Orten im Lande einen ersten Hauch vom Winter gegeben hat und bestimmt jeder solche Fotos zeigen könnte, habe ich mich dennoch zu einem kleinen Blick in unseren Garten entschieden. So sah es heute morgen bei uns aus. Es gab nur leichten Schneepuder, aber besser als nichts!



So manche Blüte wurde vom plötzlichen Wintereinbruch überrascht.




Anmutig neigen die Cosmeen ihre Köpfe in Richtung Boden.



Zum Glück hatte ich rechtzeitig, vor dem gestrigen Sturm, den kleinen Rosmarin (und seinen großen Bruder) mit reichlich Laub umhüllt. Ich hoffe, so kommen sie gut durch die frostigen Tage.




Auch den Pflanzen in meinem Miniteich im Mörtelkübel habe ich mit einer dicken Schicht Laub ein hoffentlich warmes Bett bereitet. Es tauchte ja im Sommer mal die Frage auf, wie man so einen Teich überwintert. Leider kann ich dazu bisher nur sagen, dass ich noch keine Erfahrung damit habe. Ich probiere es zum ersten Mal aus und werde sehen, ob es klappt. Die Fische haben wir allerdings schon vor einiger Zeit ins Aquarium im Wohnzimmer gesetzt und auch das Wasser bis auf einen kleinen Rest abgelassen.



Nun hier noch ein Bild von einer Ecke, die ich am liebsten gar nicht anschauen würde. Wegen einem Kanalproblem wurde in den letzten Wochen der halbe Garten umgegraben. Dabei sind vor allem die Pflanzen in meiner Schattenecke der Schaufel zum Opfer gefallen. Leider wurden wir nicht über das Ausmaß der Grabungsarbeiten informiert, so dass die Arbeiter fast alle Pflanzen untergegraben hatten, bevor ich es gemerkt hatte.



Und so sieht es inzwischen aus. Der Rasen ist bereits eingesät, doch befindet sich dort, wo einst Johanniskraut, Funkien, Bärlauch, Heuchera, Himmelsleiter und Elfenblumen wuchsen, ein Kanaldeckel, so dass ich leider das Beet nicht mehr so bepflanzen kann, wie es war.
Außerdem werde ich leider auch die Christrosen, die ich dort Anfang des Jahres gesetzt hatte, nicht erleben. Schade eigentlich!

Sonntag, 16. November 2008

Naturmaterial in der Raku-Vase

Ich habe festgestellt, dass in Arztpraxen ganz oft sehr geschmackvolle Blumenarrangements zu finden sind. Da ich in den letzten Wochen in verschiedenen Praxen war, ist mir die Idee gekommen meine beiden Raku-Vasen einmal zu Ehren zu bringen. Die Vasen habe ich vor 13 Jahren gemacht und eigentlich nie als Vasen verwendet, da sie durch den speziellen Raku-Brand wasserdurchlässig sind. Für trockene Zweige eignen sie sich aber ganz prima.


Um die verwendeten Kiefernzweige frisch zu halten, habe ich allerdings feuchte Blumensteckmasse in eine Plastiktüte gehüllt und in der Vase versenkt. Dahinein wurden dann die Zweige gesteckt.



Inspiriert wurde ich in einer Arztpraxis durch ein Gesteck mit sehr "spillerigen" exotisch aussehenden Zweigen. Außderdem wollte ich unbedingt die flechten- und moosüberwachsenen Zweige verwenden, von denen ich einen ganz Arm voll aus dem Wald nach Hause geschleppt hatte.


Aus der Rinde, die noch vom Frühjahr übrig war, habe ich einige Sterne ausgeschnitten. Die warten jetzt auf die nahende Adventszeit. Solche Sterne habe ich neulich in einem schönen Geschenkladen entdeckt und prompt viel mir meine restliche Rinde ein!


Aber es ist ja noch kein Advent und daher haben auch meine zeitlosen Filzfrüchte einen Platz neben den beiden Raku-Vasen gefunden.
Eigentlich war mir eine Vase, getreu dem Motto weniger ist mehr, schon genug, aber da sah die andere so nackt daneben aus. Außerdem gibt es da ja noch die kleine Schale und die blieb nun wirklich fast ohne Inhalt.

Mittwoch, 12. November 2008

Herbstfeuerwerk

Und hier kommt der letzte Laubkranz - denke ich. Nach den eher bräunlichen Tönen des Ahornkranzes, wollte ich unbedingt sehen, wie die roten und gelben Bätter des Amberbaums wirken.



Dazwischen habe ich jede Menge lustig grün-rot marmorierte Birkenblätter und einige rote Hartriegelblätter als Füllmaterial verwendet.



Mitten rein in das "Blätternest" habe ich die neue grüne Dekokugel gesetzt, an der ich nicht vorbeigehen konnte.



Und alles auf einem grünen Dekoteller arrangiert!


Hier noch ein Bild von der Herstellung. Dieser Ring ist übrigens um einiges kleiner vom Durchmesser gewesen und so hat der Kranz prima auf den grünen Dekoteller gepasst.

Montag, 10. November 2008

Lichtblicke im November

Ich bin heute mit der Kamera losgezogen, habe den Martinszug im Ort knapp verpasst und nur noch einige wenige Laternen eingefangen. Es gab allerdings auch andere Lichtblicke hinter Fenstern und in Höfen zu sehen. Zugegeben, die Nikolauskutsche habe ich im vergangenen Jahr aufgenommen, aber ich bin sicher, es dauert nicht mehr lange, und sie wird wieder in unserer Straße leuchten.

Sonntag, 9. November 2008

Trendfarbe Lila aufgefrischt

Heute war so ein richtig trüber Novembertag. Trotz Regen habe ich eine Runde übers Feld gemacht und etwas Auffrischung für mein lila Tablett mitgebracht. Die wunderbar roten Blätter des Amberbaumes sammeln wir jedes Jahr erneut mit Begeisterung. Auch die ersten Weihnachtskugeln habe ich in dieser Woche vom Einkauf mitgebracht. Nicht, dass ich sie gebraucht hätte, aber sie passen auch jetzt schon farblich ganz schön auf mein Tablett, das nun nicht mehr so angestaubt aussieht.



Hier eine Fotovariante mit Blitz.


Und hier eine ohne Blitz.

Freitag, 7. November 2008

Blätterkranz für die Tür

Diese farbenfrohen Herbstbilder habe ich vor etwa drei Wochen aufgenommen. Was aus den Hagebutten wurde, die ich damals gesammelt habe, habe ich ja schon gezeigt. Aus den leuchtend gelben Blättern des Spitzahorns wollte ich außerdem einen neuen Türkranz machen. Leider kam ich erst einige Tage später dazu, welche zu sammeln. Da waren die Blätter schon nicht mehr ganz so leuchtend.

Nachdem ich den Kranz begonnen hatte, stellte ich fest, dass die Blätter nicht ausreichten. Nach wieder einigen Tagen waren sie dann inzwischen braun geworden. Ich finde es ist trotzdem ein schöner Herbstkranz geworden und außerdem sieht es in der Natur ja auch bald so aus!



Die Idee zu dem Kranz stammt aus dem Buch "Dekozeit". Die Blätter werden ganz einfach auf einen Drahtring von 30 Centimetern Durchmesser aufgefädelt. Der Drahtring wird dafür zunächst mit einer Zange zerschnitten und später mit Draht wieder zusammengebunden. Ich habe so ungefähr 350 Blätter verwendet. Das weiß ich so genau, weil ich beim Sammeln so vor mich hin gezählt habe (ohne es zu wollen).



Ein künstlicher Beerenzweig bringt ein wenig Farbe ins Spiel.





Bis zum Advent darf der Kranz nun unsere Glastür verschönern.

Samstag, 1. November 2008

Auch das gibt's im Herbst

Richtig viel los war noch vor einer Woche in unserer Japanischen Wollmispel (Eriopotrya japonica). Der ursprünglich aus Japan und China stammende Baum ist in den Tropen und Subtropen sowie am Mittelmeer beheimatet. Aufgrund seiner großen Frosttoleranz von bis zu minus 18 Grad Celcius hält er sich ohne Probleme auch in unserem Garten. Die Japanische Wollmispel blüht im Herbst und lockt gerade jetzt, wenn nicht mehr viel in den heimischen Gärten blüht, noch viele Insekten an. Bei dem strahlenden Sonnenschein war ein richtiges Getöse und Gebrumme aus dem Baum zu vernehmen.



Zahlreiche Insekten fanden sich ein. Hier eine Holzbiene.



Zwei Admirale.


Auch Hummeln waren dabei.



Leider ist in den vergangenen Jahren aus den vielen Blüten nie eine Frucht entstanden. Meist sind sie im Winter erfroren. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, denn die gelborangen Früchte, die sogenannte Loquats, sollen wohl sehr schmackhaft sein. Wenn ich mir die Blütenpracht so anschaue, müsste die Ernte eigentlich gut ausfallen, aber was wäre ein Winter ohne Frost und Schnee? Da muss ich wohl doch weiter auf die Früchte der Wollmispel verzichten.