Vor zwei Jahren habe ich eine Handvoll Samen von Silberblättern (Lunaria annua) aus dem Wald mit nach Hause genommen und diese zuerst im Topf ausgesät und später dann in den Garten gepflanzt. Im April haben die Silberblätter zum ersten Mal geblüht und sie entpuppten sich als eine wahre Insektenweide. Inzwischen haben sich längst neue Samen gebildet und etliche von ihnen haben sich bereits selbst ausgesät und sind auch schon ausgetrieben. Die silbrigen Scheidewände der Schötchen, die die Samen enthalten haben, sind übriggeblieben. Sie machen sich im Herbst eigentlich ganz hübsch im Garten.
Aber man kann aus ihnen auch ganz prima einen Kranz binden. Und weil ich in diesem Jahr aus allem, was sich im Garten angeboten hat, Kränze gebunden habe, ist nun auch noch ein herbstlicher Silberblattkranz entstanden.
In einigen Schötchen waren noch die Samen enthalten. Weil die äußeren Fruchtblätter jedoch nicht ganz so schön aussehen, wie die hauchdünnen Scheidewände, habe ich die meisten Fruchtblätter von Hand entfernt. Nur hier und da sieht man noch einen dunklen Samen durchschimmern. Auf manchen Blättern hatten irgendwelche Insekten ihre Eier hinterlassen (s. im Bild oben links).
Nach und nach wuchs der Kranz. Zuvor hatte ich mir ganz genau überlegt, wofür ich ihn verwenden wollte. Er sollte den doppelstöckigen Wollkranz neu verzieren. Ich hebe ja immer alles auf, was sich irgendwie noch wiederverwenden lässt. Und dieser Wollkranz lag jetzt schon viele Monate im Regal, seit ich ihn im November 2017 als Adventskranz gebastelt hatte.
Es ist also Zeit für eine Neuauflage. Ich bin noch nicht so ganz sicher, ob ich den Kranz noch weiter verziere - vielleicht mit einer dicken Kerze in der Mitte. Vielleicht kann er auch noch einmal ein Adventskranz werden. Doch im Moment finde ich ihn so wie er ist am schönsten.
Einfach pur: nur Wolle und Silberblätter.
Die Rudbeckia triloba ist eine Pracht. Sie blüht und blüht nun schon seit einigen Wochen und hat etwas Farbe in unseren sonst im August überwiegend grünen Garten gebracht. Das ist nicht leicht gewesen. Im vorigen Jahr habe ich zum ersten Mal mit Mädchenaugen, Sonnenbräuten und Sonnenhüten experimentiert und versucht, ein gelbes Beet anzulegen. Das hat nur bedingt geklappt, da einige dieser Stauden bei Schnecken sehr beliebt sind. Dieser Sonnenhut hier ist zum Glück schneckenresistent. Er bringt nun im wahrsten Sinne des Wortes Sonne im August - ganz unabhängig von der aktuellen Hitzewelle.
Was ich nicht fotografiert habe, ist die Staudensonnenblume. Auch die blüht reich und kommt gut mit Schnecken zurecht. Allerdings leidet sie in diesem Jahr unter Mehltau. Irgendwas ist ja immer.
Ansonsten ist es wie gesagt eher grün bei uns. Aber das ist nicht neu. Schon vor drei Jahren habe ich über den unordentlichen Augustgarten berichtet. Irgendwie ist es ja auch kein Wunder: In unserem eher schattigen Garten gibt es nicht allzu viele Sonnenplätze. Und im Schatten blühen Sonnenstauden nun mal nicht.
Immerhin haben wir in diesem Jahr mal wieder Platz für Agastachen gefunden. Auch das hatten wir schon einmal probiert, doch leider sind sie dann irgendwann nicht mehr wieder gekommen. Die Bienen freuen sich jedenfalls. Sie mögen die blauen Blüten ganz besonders gerne.
Sie wachsen im Übergang vom Schattenbeet zum Terrassenbeet, dort, wo die Sonne einige Stunden am Nachmittag scheint.
Agastache, Kaukasus-Gamander und Storchschnabel Rozanne bilden eine blaue Ecke an der Hecke. Sie kommen mit der Hitzewelle, die wir gerade haben (es ist ja schon die dritte in diesem Jahr) ganz gut zurecht.