Samstag, 18. September 2010

Auf der Stelle treten


Beim Filzen trete ich eigentlich so ein bisschen auf der Stelle. Irgendwie fehlt mir die Zeit, um mal was Neues auszuprobieren, um mich weiterzuentwickeln und um zu lernen. Ich habe mich bisher überwiegend als Autodidaktin durchgeschlagen, weil Filzkurse oft zu weit weg, zu teuer oder auch zu zeitaufwändig sind.



Aber wenn man nur alle paar Wochen die Wolle aus dem Schrank holt, dann will man doch möglichst auch schnell Ergebnisse sehen.


Aber das klappt dann oft nicht so schnell, wie man es gerne hätte. Vielleicht liegt es an der fehlenden Routine, die auch nicht besser wird, wenn man immer seltener filzt. Vielleicht liegt es an der Wolle, die einfach nicht so will wie man es sich vorgestellt hat. Vielleicht liegt es an mangelnder Geduld, es gibt viele Möglichkeiten.



Nervig ist es auch, wenn man als "Küchenfilzerin" erstmal die Küche aufräumen muss, bevor man überhaupt anfangen kann. Und danach die Küche wieder säubern muss, damit die liebe Familie die Seifenraspel nicht für geriebenen Käse hält und mit dem Finger aufstupst, um ihn zu essen.


Aber trotzdem: das Filzen macht auch nach so vielen Jahren immer noch Spaß und auch, wenn man so wie ich heute nur einen Vorfilz macht.

Kommentare:

  1. Hallo, auch wenn ich noch weitaus weniger Filzerfahrungen habe wie Du und eigentlich noch absoluter Anfänger bin. Aber mit Deinen Zeilen hast Du mir von A - Z so aus der Seele gesprochen - das tut sooo gut!!! Leider ändert es jedoch nichts an der Situation selbst - schade!!! Ich werde aber nach wie vor von Zeit zu Zeit die Materialien aus dem Schrank holen... und meine Geduld und meine autodidaktischen/angelesenen Kenntnisse/Fähigkeiten austesten.
    Ich bin gespannt, was aus diesem schönen Blau noch entsteht!!!
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag - herzlichste Grüße von Marlene

    AntwortenLöschen
  2. Ich fand das jetzt einen ganz besonderen Post, der sehr gut die Situation (der Blogger auch im allgemeinen) darstellt!! Besonders unterstrichen mit regelrechten farblichen Kompositionen.

    Ganz lästig stelle ich mir vor, wenn man die Arbeiten immer aufräumen muss. Da habe ich Glück, ich kann alles in meinem ganz persönlichen Arbeitszimmer liegen lassen. Aber zu deinem Trost, das war auch nicht immer so! Und außerdem - leider kann ich nicht filzen.

    Schönen Sonntag mit einem lieben Gruss, Brigitte

    Schönen Sonntag

    AntwortenLöschen
  3. Hallo Ute,
    nach längerer Zeit komme ich wieder mal zu dir auf den Blog. Dabei wollte ich mich schon sooooo oft bei dir melden! Habe ich dir eigentlich schon gesagt, wie ich mich über deinen Zeitungsartikel gefreut habe! Er ist sehr schön geworden - ich war richtig stolz und die Zusatzhefte sind mir schnell aus der Hand gerissen worden. Ich hoffe du hast wegen einem Folgeauftrag keine Zeit mehr.
    Gibt es wieder ein neues Heft? (hätte ich gern!)
    Wenn dem so ist, ist es doch schön zu altbewährten zurückzukommen und sich einfach mal ein paar Stunden Zeit zu nehmen um das zu tun, was Spaß macht.
    PS: Habe gesehen, dass du meine Pyramide eingestellt hast. Da war ja noch alles kahl - Mensch ist das auch schon wieder soooo lange her? Bald wird es wieder kahl werden ...
    Schöne Herbsttage noch und liebe Grüße von Anne

    AntwortenLöschen
  4. Ach Ute! Du sprichst wahre Worte!
    Ich treibe mich ebenso wie du als Autodidaktin durchs Leben und ich bin davon überzeugt, dass ich eine Millionen Dinge besser machen könnte mit der richtigen Anleitung. Meine Wolle liegt auch schon einige Monate in Kartons im Keller (schäm).
    Der Stoff ist halt doch schneller verarbeitet wie die Wolle.
    Auf jeden Fall werde ich diese Woche im Kindergarten wieder beginnen zu filzen...Kleinigkeiten, die auch die Kids hinkriegen-Kastanien, Mäuse, Äpfel......
    ;-)) liebe Grüße, Claudi

    AntwortenLöschen
  5. @Marlene: ich denke mit angelesenen Kenntnissen kann schon ganz schön weit kommen. Dann holen wir beide jetzt ab und zu unsere Sachen aus dem Schrank und lassen uns nicht unter Druck setzen. Grins:-)
    @Brigitte: das mit dem Aufräumen ist wirklich das Lästigste. Ich wünsche mir irgendwann mal eine klitzekleine Werkstatt. Man muss ja noch Träume haben....
    @Anne: vielen Dank! Da bin ich aber froh, dass dir der Artikel gefallen hat, wo meine Redaktion doch eins der Bilder ausgesucht hat, auf denen du gar nicht drauf warst. Im aktuellen Heft habe ich übrigens was über Iris Leonhardt geschrieben. Ich schicke es dir mal mit der Post zu.
    @ Claudia: dass es auch dir so geht, überrascht mich jetzt aber schon. Wo du so tolle Sachen machst. Aber gut, du bist dabei auch noch vielseitig und kannst so wunderbar nähen. Und wenn man "nebenbei" auch noch arbeitet, dann muss man sich wohl entscheiden. Ich wünsch dir jedenfalls viel Spaß beim Filzen im Kiga. Ist doch immerhin ein Anfang...

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Ute, immerhin holst Du die Sachen raus, bei mir ist noch einiges an inneren Anschubser nötig mal in die Gänge zu kommen mit dem Filzen. lg Anja

    AntwortenLöschen

Schön, dass du einen Kommentar hinterlässt. Herzlichen Dank dafür!