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Samstag, 17. Juli 2021

Irischer Sommer

Irischer Sommer
In diesem Jahr haben wir wohl eher einen irischen Sommer: nass und kalt. Dass der viele Regen zu solch einer Katastrophe in Deutschland führen würde, konnte ich da noch nicht ahnen. Wer konnte das schon? Die Menschen in den betroffenen Orten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind ja selbst auf tragische Weise davon überrascht worden. Aber ich will hier nicht von der Hochwasser-Katastrophe berichten.
Irischer Sommer
Weil der Blog so etwas wie ein Gartentagebuch ist, will ich hier nur schnell noch zeigen, wie sich der viele Regen der letzten Tage auf den Garten ausgewirkt hat. Die Zweige der Kiefer hängen so tief, dass man beim Blick vom Balkon das Gartenhäuschen hinten im Eck kaum sehen kann. Nur, wenn man sich bückt, ist es möglich.
Irischer Sommer

Der Garten hat sich in einen grünen Dschungel verwandelt, in dem alles so üppig gewachsen ist, dass die Wege schon zuwuchern. 

Das war im Juni noch ganz anders. Beim Blick vom Balkon waren die Wege zwischen den Beeten noch zu erkennen und es gab auch viel mehr Farbe zu sehen. Am ersten Juni blühten noch die Alliums im Terrassenbeet.

Irischer Sommer
Am 20. Juni der Gelb-Felberich im Terrassenbeet und die Ramblerrose an der Kiefer, die man links am Bildrand auch noch sehen kann. Der Felberich hat sich übrigens selbst im Terrassenbeet ausgesät. 
Irischer Sommer
Langsam müssen wir aufpassen, dass die Palisaden-Wolfsmilch, die im Frühling eine der ersten ist, die so schön blüht, unseren Garten nicht komplett übernimmt. An den vielen Stellen, wo sie sich selbst ausgesät hat, habe ich die Blütenstände schon entfernt, damit sie sich nicht noch mehr versamt. Ganz hinten vor der Garagenwand, wo die Mutterpflanzen wachsen, bin ich aber noch nicht dazu gekommen.

Irischer Sommer
Es hat ja auch andauernd geregnet.
Irischer Sommer
Der Weg zum hinteren Gartenhäuschen ist kaum noch zu sehen. Das war im Mai noch ganz anders.
Irischer Sommer
Im Sommer verwandelt sich unser Garten eigentlich immer in einen grünen Dschungel. Das liegt aber auch daran, dass viele Stauden eher unscheinbar blühen: die Karden, der Bergwald-Storchschnabel und auch die Kermesbeeren.
Irischer Sommer

Und irgendwie ist das vielleicht auch normal. Es kann ja nicht überall alles gleichzeitig blühen. 

Dienstag, 12. September 2017

Herbstgesteck mit Hortensien

Herbstgesteck mit Hortensien Brombeeren Wilde Möhren Kermesbeere
 Ich bin mal wieder mit der Gartenschere durch den Garten gegangen und habe Blüten und Früchte für ein herbstliches Gesteck geschnitten. Die Grundlage für das Herbstgesteck sind Hortensienblüten. Daneben habe ich Hagebutten, Karden, Mannstreu, Feuerdornbeeren, Rosenblüten und Efeufruchtstände in unserem Garten gefunden. Ein pinkfarbener Hingucker sind außerdem die Blütenstängel der Kermesbeeren. Die schwarzen Früchte haben die Vögel längst gefressen.
Material für Herbstgesteck Hortensien Brombeeren Hagebutten Rosen
 Auf dem Feld habe ich außerdem einige letzte Brombeeren entdeckt, außerdem die Samenstände der Wilden Möhre, die sich immer so schön einrollen, einige Schafgarbenblüten und ein paar Schneebeeren.
Blütentablett Oasis-Steckmasse in Pralinenschachtel aus Blech
Die Idee zu diesem Gesteck habe ich diese Woche in einer Fernsehsendung entdeckt: ein Blütentablett. Nach langem Suchen habe ich im Keller ein passendes Gefäß dafür gefunden: eine leere Pralinenschachtel aus Blech. Die Blechschachtel wird zunächst zum Schutz vor Feuchtigkeit mit Folie ausgekleidet. Dann schneidet man einen Block Oasis-Steckmasse passend zurecht und füllt ihn in die Form. Zuvor weicht man das Oasis natürlich zunächst in kaltem Wasser ein, damit es sich vollsaugt.
Hortensien in Oasis-Steckmasse stecken
 Und schon kann man nach Herzenslust drauflos stecken. Zu allererst habe ich den Rand der Form mit Hortensienblüten ausgesteckt. Dann wurde nach und nach das Innere mit Blüten und Fruchtständen ausgefüllt.
Herbstgesteck Blumensteckmasse mit Hortensien Brombeeren Rosen bestecken
 Dabei sieht es ganz hübsch aus, wenn man jeweils gleiche Blüten in kleinen Gruppen zusammen platziert. Neben den Hortensienblüten eignen sich vorallem auch die Fruchtstände der Wilden Möhre gut als Füllmaterial.
Blumensteckmasse mit Hortensien Karden Hagebutten Brombeeren bestecken
 Ein farbenfroher Kontrast: orangefarbene Feuerdornfrüchte, Hagebutten und blasslila Schafgarbe-Blüten.
Herbst Floristik Feuerdorn Hagebutten Früchte Hortensien
 In knalligem Pink leuchten die Stängel der Kermesbeerenfruchtstände. Dazu passen halbreife Brombeeren perfekt.
Blütentablett mit Hortensien Brombeeren Hagebutten Rosen
 Stachelige Schönheit: die Samenstände der Karden.
Blütentablett mit Hortensien Karden Hagebutten
 Rote Hagebutten in einem Bett aus hellgrünen Hortensienblüten, Efeufrüchten und weißen Schneebeeren.
Herbstgesteck mit Hortensien Schneebeeren Hagebutten

Blütentablett mit Hortensien Brombeeren Wilder Möhre Hagebutten Rosen
Ich hoffe, dass die verwendeten Materialien nach und nach eintrocknen werden. Und wenn etwas nicht trocknet, kann man es einfach durch frische Früchte oder Blüten ersetzen.

Sonntag, 16. Juni 2019

Der Garten wird zum Schattengarten

Malvenblüte im Juni
 Im Mai war die Rote Spornblume am Zaun der Hingucker. Jetzt im Juni sind es die Malven. Farblich harmonieren die beiden nicht so gut miteinander, aber die Spornblumen sind inzwischen verblüht und ich habe sie zurückgeschnitten, damit sie neu austreiben können.
Malvenblüte am Zaun
 In diesem leuchtend pinkfarbenen Blütenmeer geht allerdings leider die rote Blüte der Macedonischen Witwenblume (Knautia macedonia) etwas unter. Schade! Ursprünglich hatte ich die Witwenblumen genau an diesen Standort gesetzt, dann haben wir sie zwischen die Katzenminze in ein anderes Beet umgepflanzt und jetzt wieder zurück an den Zaun - immer der Sonne hinterher. Denn Sonne ist bei uns ja leider etwas Mangelware.
Malven und Witwenblume

Witwenblume Knautia macedonia
Auch die Glockenblume hat es nicht leicht zwischen all den Malven. Ich habe sie nur durch Zufall entdeckt.
Glockenblume

Indische Kermesbeer (Phytolacca acinosa) blüht im Juni
Immerhin fühlen sich die Asiatischen Kermesbeeren (Phytolacca acinosa) im Schatten der Malven sehr wohl. Jetzt im Juni blühen sie gerade links und rechts des Weges zwischen den beiden Gartenhäuschen.
Frauenmantel blüht im Juni
Der Frauenmantel blüht im Terrassenbeet und auch einige der Semperviven schicken sich an, eine Blüte auszubilden.
Semperviven in Topfdeckel gepflanzt
 Manche der Wurzen sind richtig fett geworden.
Semperviven bilden Blütenstengel aus
 Kleiner Nachtrag: An Ostern hatte ich einige Ableger der Semperviven in Eierschalen gesetzt und auf der Kaffeetafel dekoriert. Auch die haben sich ganz gut gehalten.
Semperviven in Eierschalen gepflanzt
 In der Schattenecke blüht der Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum) und auch die Funkien sehen üppig grün aus. Leider haben das auch schon wieder die Schnecken entdeckt. Nachdem wir im vorigen Sommer mal Ruhe vor den Plagegeistern hatten, sind sie jetzt schon wieder auf dem Vormarsch.
Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum) blüht im Schatten
 Vermutlich wäre die Geranien-Blüte üppiger, wenn es hier etwas sonniger wäre. Ist es aber leider nicht und daher bin ich sehr froh, mit dem Bergwald-Storchschnabel eine Sorte gefunden zu haben, die auch im Schatten ganz gut gedeiht und hier sogar blüht.
Bergwald-Storchschnabel (Geranium nodosum) blüht im Juni

Funkie und Salvia nemerosa (Steppen-Salbei)
Diese hellgrün-panaschierte Hosta-Sorte scheint den Schnecken zum Glück nicht zu schmecken. Den Steppen-Salbei, der hier blüht, habe ich vom Terrassenbeet weg ebenfalls mehr Richtung Sonne gepflanzt. Doch die wird immer rarer. Vielleicht müssen wir doch mal die unteren Zweige der großen Kiefer etwas stutzen, denn diese ragen inzwischen weit in den Garten hinein.
Schwarzkiefer sorgt für Schatten im Garten
Und dennoch ist es ziemlich grün im Garten. Man muss halt genau überlegen, welche Pflanzen man verwendet. Es gibt ja so viele Möglichkeiten, nur mit sonnenliebenden Stauden ist es etwas schwieriger.
Das blüht im Juni: Ramblerrose, Katzenminze, Bartnelke

Donnerstag, 25. Juni 2009

Garten im Juni

Ich finde Gärten, die Ton in Ton blühen ja schon sehr hübsch. Meiner blüht allerdings in allen Farben und er leuchtet zur Zeit recht bunt. Das mag manchem Gartengestalter ja nicht so gefallen, aber hier wächst vor allen Dingen das, was sich selber angesiedelt hat. Dazu gehören die verschiedenen Mohnsorten, die Lichtnelken und Kermesbeeren. Natürlich habe ich auch Pflanzen gekauft, aber ich versuche immer mit wenig auzukommen. Wegen des vielen Regens blüht es zur Zeit ganz üppig und ich zeige jetzt einfach mal ein paar Bilder ohne viele Worte: