Sonntag, 11. Oktober 2015

Quittenernte, gebackene Apfelrosen und Herbst im Glas

 Gestern haben wir die ersten Quitten geerntet. Immerhin habe ich es geschafft, ein Kilo sofort zu Marmelade zu verarbeiten. Das zweite Kilo wartet allerdings noch darauf, dass ich mich um es kümmere. Und am Baum hängen mal mindestens noch einmal vier Kilogramm Früchte. Ich fürchte, das schaffe ich an diesem Wochenende nicht mehr.
 Die Marmelade habe ich für ein Rezept verwendet, dass ich in dieser Woche in einem Video auf Facebook gesehen habe: Gebackene Apfelrosen. Gestern bin ich nämlich beim Einkaufen auch noch über diese praktische Muffinform aus Silikon gestolpert. Da kam gleich noch ein Paket Blätterteig in den Einkaufswagen und heute wurden die Apfelrosen nachgebacken. Statt Aprikosenmarmelade habe ich Quittenmarmelade verwendet. Das Rezept ist eigentlich ganz einfach: Ein Apfel wird entkernt, halbiert und in dünne Scheiben geschnitten. Dann kommen diese zusammen mit dem Saft einer halben Zitrone und Wasser für drei Minuten  in die Mikrowelle. Und das war schon das erste Problem: Wir haben keine Mikrowelle. Ich habe die Apfelscheiben drei Minuten auf dem Herd gekocht, aber das war zu lange. Danach waren sie zu Brei geworden. Also noch einmal von vorne: Äpfel nur leicht aufgekocht, damit sie weich werden und sofort vom Herd genommen. Den Rest kann man ganz gut auf den Bildern erkennen.
Die Scheiben werden auf Blätterteigstreifen gelegt, der zuvor mit der Quittenmarmelade bestrichen werden, und anschließend mit Zimt bestreut. Dann wird der Streifen samt Äpfeln aufgerollt und in der Muffinform 45 Minuten bei circa 200 Grad gebacken.
 Mit Puderzucker bestreut und schnell fotografiert.
 Am besten mit ein wenig Herbstdeko. Dafür habe ich übrigens meine Joghurtgläser verwendet, die schon im Winter am Baum geleuchtet haben.
Und weil ich so viele Joghurtgläser habe, habe ich gleich mehrere hübsch dekoriert - mit einem kleinen Karoband, Hagebutten, Callunazweigen, Sedum und kleinen Dahlien.




Und jetzt probiere ich mal, wie die Apfelrosen schmecken. Schönen Sonntag noch!

Sonntag, 4. Oktober 2015

DIY - Gefilzte Eicheln

 Wie gut, dass ich gestern diese Bilder gemacht habe, da war es noch schön sonnig. Heute regnet es bei uns. Das ist eigentlich das perfekte Wetter für eine kleine Kreatividee zum Selbermachen: gefilzte Eicheln. Man benötigt dafür einige Eichelhüte und etwas Wolle. Zum Filzen braucht man immer außerdem warmes Wasser und Seife.
 Die Wolle wird zu einer kleinen Wurst zusammengedreht. Wie viel Wolle man für die gefilzten Eicheln benötigt, muss man eventuell ausprobieren. Ich habe beim ersten Versuch zu wenig, beim zweiten dann zu viel genommen. Da die Menge aber insgesamt sehr gering ist, konnte ich sie nicht wiegen. Die kleine Wollwurst wird in warmes Wasser getaucht und dann mit Seife zwischen den Handflächen vorsichtig gerollt. Vorsichtig deshalb, damit sich keine Falten bilden. Wenn die Kugel etwas angefilzt ist, kann man mehr Druck ausüben.
Falls die Kugel zu rund wird, rollt man sie einfach auf der Spüle mit etwas Druck zu einer länglichen Form. Wie immer beim Filzen, wird die gefilzte Eichel am Ende in klarem Wasser ausgespült und dann getrocknet. Damit sie in dem Eichelhütchen besser hält, habe ich sie mit einem großen Tropfen Kleber angeklebt.
 Eine Handvoll gefilzte Eicheln auf einem alten Zinkteller zusammen mit ein paar Beerenzweigen, einigen Eichenblättern und der Blüte einer Rispenhortensie ergibt eine herbstliche Tischdekoration. Ebenfalls sehr hübsch sind gefilzte Eicheln in Rosa. Wie man diese herbstlich dekorieren kann, habe ich schon einmal gezeigt.



Und weil der Teller mit diesem Herbstarrangement jetzt bei uns auf dem Tisch steht, mache ich heute mal wieder beim Friday Flowerday von Holunderbluetchen mit - besser spät als nie.
Viel Spaß beim Nachmachen!

P.S. Ich probiere jedes Jahr aufs Neue, wann der beste Zeitpunkt ist, um Hortensienblüten zu trocknen. Schon einmal habe ich das hier aufgeschrieben. Ich vermute, es kommt weniger auf den Monat an, als darauf wie lange die Blüte schon geblüht hat. Wenn sich die einzelnen Blütenblätter von Weiß in einen hellen Grünton verwandeln und am Rand rosa färben, scheint das für meine Rispenhortensie der optimale Zeitpunkt zum Abschneiden zu sein. Ich gebe die Blüte dann in ein Glas mit wenig Wasser, sodass sie langsam trocknen kann, wenn der Wasserspiegel sinkt.