Montag, 9. Mai 2016

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Was für ein schönes langes und sonniges Wochenende war das doch. Da verblühen die Tulpen in Windeseile. In der Morgensonne leuchtet die schwarze "Queen of Night" besonders schön. Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich mich über Blühlücken im Terrassenbeet beklagt. Jetzt ist es mir fast schon zu dicht bewachsen. Die vielen Alliums haben es bisher nicht geschafft, sich einen Weg durch das Dickicht der Stauden ans Licht zu bahnen.

Dafür stehen jede Menge Bartiris kurz davor, ihre Blüten zu entfalten. Im Hintergrund leuchten zwei der verbliebenen rosa Tulpen, die ich in unserem ersten Herbst in diesem Garten gesetzt hatte. Mehr sind uns davon nicht geblieben.
 Auch die ersten Akeleien sind heute aufgeblüht. Weil es so windig war, ist mir das Foto von der Blüte in der Morgensonne allerdings etwas verwackelt.
Manchmal ist es wirklich nicht so einfach mit dem Fotografieren. Da, wo viel Licht ist, gibt es nämlich umso mehr Schatten. So war es heute Morgen im Kiefernbeet nicht leicht, die pinkfarbenen Geraniumblüten im Bild festzuhalten. 

Weil auf diese Seite des Beetes relativ viel Sonne fällt, ist in diesem Beet heute schon die gelbe Zwergiris aufgeblüht.
 Vor zwei Tagen, war davon noch nichts zu sehen. Mit so viel Licht und Schatten wirkt das Kiefernbeet viel unordentlicher, als es eigentlich ist.

Manchmal ist es daher einfacher, bei wolkigem Himmel zu fotografieren, oder in der Abenddämmerung. Dann leuchten manche Blüten besonders schön - zum Beispiel die weißen Blüten der Quitte. Und auch die blauen vom Vergissmeinnicht, das man im Hintergrund erahnen kann.
 Das hat sich inzwischen überall im Garten ausgebreitet. Auch die spanischen Hasenglöckchen (hinter dem Vergissmeinnicht) wandern durch den Garten und sind inzwischen in fast jedem Beet gelandet. Unter dem Fliederbaum wächst ein Büschel.
 Und auch am Sichtschutz an der Terrasse kommt es recht üppig. Da hängt übrigens meine neue Solarlampe, die ich aufgrund eines Tipps von Renate Waas "Genießergarten" neulich gekauft habe. Es ist ein Anfang für die Gartenbeleuchtung.
  Besonders schön leuchten auch die Blüten der Tatarischen Heckenkirsche am Abend (hier rechts am Bildrand). Der Strauch blüht in diesem Jahr zum ersten Mal über und über. Aber irgendwie gelingt es mir nicht, ihn richtig schön zu fotografieren. Und irgendwie wirkt auch das Terrassenbeet so unordentlich. Vielleicht liegt es auch daran.
Wer sich übrigens fragt, was das für eine Stabkonstruktion im Hintergrund ist: Das soll ein Gerüst für meine Dahlien werden, die ich dort bereits eingesetzt habe. Ich habe mich vom warmen Wochenende verleiten lassen. Und dass, obwohl ja jetzt erst noch die Eisheiligen kommen.

Kommentare:

  1. Jetzt pasiert so viel im Garten , Blumen blühen um die Wette und die Vögel zwitschern. Schmetterlinge tanzten umher, als wenn sie den Charme der Blumen gewinnen wollten. Es ist gar nicht so einfach Bilder aus dem (eigenen) Garten zu machen, ...
    Ein Garten ist ständigem Wandel unterworfen, denn er lebt und verändert sich - manches darin über Jahre, anderes bereits im Laufe eines Tages. Allein der Sonnenlauf während eines Tages ändert die Ausstrahlung von Blüten und Pflanzen.
    Wir haben unser Garten jetzt neu angefangen, es wird dauern bis es so schön ist wie dein.
    Liebe Grüße
    Karina

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  2. Danke für den tollen Gartenrundgang, ja momentan kann man wirklich zuschauen, wie alles wächst, blüht, verblüht. Dazu immer die tollen Düfte ... ach einfach nur herrlich.
    Lieben Inselgruß und noch viel Spaß in deinem grünen Paradies
    Sheepy

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  3. Die fast schwarze Tulpe hatte ich auch einmal in Graz im Garten. Aber aufgrund des Umzugs sind sie dort geblieben und mittlerweile verschwunden. Sie gefallen mir jedoch nach wie vor sehr gut, vielleicht pflanze ich sie im Herbst wieder an. Es würde gut passen, jetzt wo die Beete schön langsam ihre Endstruktur erhalten.

    lg kathrin

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  4. Ich habe gestern auch die Eisheiligen ignoriert und fast alle Fuchsien im Garten meiner Mutter verteilt. In unseren Breiten müsste das wohl gutgehen …
    Dann bin ich ja mal gespannt, ob Du irgendwann zu den Hasenglöckchen-Ausrottern oder -Freunden gehörst ;-) Denn nach ihrer kurzen Blüte bleibt ja schnell nur unschönes Blattwerk. Und so einen noch nicht ganz so dicht besiedelten Boden mögen sie ja viel lieber als die engen Schattenplätze wie in unserem Garten.
    Das vom Winde verwehte Akeleienbild mag ich besonders gern. Denn ich hatte versucht den Wind im Bild einzufangen - und das ist meist gar nicht so einfach ;-)
    LG Silke

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