Sonntag, 29. November 2015

Mein Instagram-November

 Der November ist in der Regel ziemlich grau. Hier im Rhein-Main-Gebiet gibt es noch häufiger Hochnebel als anderswo. Und so begann auch dieser November mit einer ziemlich trüben Woche. Frau Mutti sagte dem grauen November auf Instagram den Kampf an und auch ich habe ein bisschen Farbe #gegendasgrau gesucht. Diese konnte man zum Beispiel bei einem Blick aus meinem Küchenfenster entdecken. So schön leuchteten die Blätter Anfang des Monats noch vor meinem Fenster. Inzwischen sind sie längst abgefallen.
Auch beim Blick aus meinem Bürofenster habe ich Farbe entdeckt. Da loderte im Schein der untergehenden Sonne dieser  Baum so wunderhübsch orangefarben wie eine Kerze. Das fast unwirkliche Leuchten kommt daher, dass ich in diesem Monat alle meine Instagram-Bilder mit ein und dem selben Filter versehen habe: nämlich Lo-Fi. Ich wollte mal testen, wie das wirkt.
 Auch das Meer auf Gran Canaria leuchtet also im Lo-Fi-Filter-Modus - genauso wie meine Zehennägel. Und klar, auf Gran Canaria muss man nicht gegen das Grau kämpfen. Da ist um diese Jahreszeit noch immer Sommer. Perfekt also, um dem trüben November zu entfliehen. Besser können Dienstreisen fast nicht sein.
 Selbst im grünen Norden, wo die Sonne nicht ganz so viel scheint, wie im Süden, war der Himmel blau und die Sicht so gut, dass man Teide, den höchsten Berg Spaniens, auf der Nachbarinsel Teneriffa sehen konnte.
In der Markthalle von San Mateo gab es jede Menge frische Früchte und Gemüse. Aber ich war wie immer nur kurz dort, wo andere Urlaub machen. Kaum zurück in der Heimat, holte mich die Jahreszeit schnell wieder ein. Hier ist es Winter und Weihnachten steht vor der Tür. Heute morgen habe ich schnell noch die letzten Päckchen vom Adventskalender fertiggemacht und aufgehängt. Jetzt kann die Adventszeit kommen. Ein wenig dekoriert habe ich natürlich auch, aber das zeige ich dann demnächst in einem eigenen Post.

Montag, 23. November 2015

Adventskranz aus Zapfen

 In diesem Jahr hatte ich keine Lust auf rote Kerzen - und auch nicht auf pinkfarbene oder orange. Mir war eher nach Weiß für den Adventskranz. Vielleicht, weil ich noch einmal den Zapfenkranz vom vorigen Jahr verwenden wollte. Und dieser sollte wenigstens ein bisschen anders aussehen, als 2014.
Der selbstgemachte Zapfenkranz hat das Jahr ganz gut im Keller überstanden - eingepackt in eine große Plastiktüte. Nur einzelne Zapfen hatten sich gelöst, doch die konnte man gut mit der Heißklebepistole wieder befestigen.
Um die dicken weißen Kerzen auf den Kranz stecken zu können, werden sie angedrahtet. Dazu wird ein starker Draht (gibt es im Gartencenter oder Bastelgeschäft) an einer Seite über einer Kerzenflamme erhitzt und dann unten in den Kerzenboden gesteckt. Durch das Erhitzen schmilzt der Wachs, wenn man den Draht in den Boden steckt und so lässt sich der Draht ganz leicht reinschieben. Jeweils vier Drähte sorgen für einen sicheren Halt. Gekürzt werden sie jeweils mit dem Seitenschneider.
Im vorigen Jahr hatte ich keinerlei Dekoelemente auf dem Zapfenkranz. Diesmal habe ich zusätzlich zu den Kerzen noch die goldenen Eichenblätter an einem Bouillondraht befestigt und diese Blättergirlande um den Kranz gelegt.
 Auch die weißen gefilzten Eicheln passen ganz gut zu dem Kranz. Sie wurden als kleine Gruppen hier und da zwischen die Zapfen gesteckt.

Das ist also mein Adventskranz aus Zapfen mit neuem Gesicht. Abgesehen davon habe ich noch nichts für den ersten Advent am Wochenende gerichtet. Aber wenigstens der Kranz ist schon fertig - und natürlich die Filzengelchen, die ich neulich schon mal angedeutet habe. Die zeige ich dann beim nächsten Mal.

Dienstag, 17. November 2015

DIY - Upcyling-Adventskalender aus Klopapierrollen

 In diesem Jahr gehe ich die Sache mit dem Adventskalender ganz entspannt an. Nicht wie sonst erst am letzten Novemberwochenende, sondern schon jetzt fülle ich Stück für Stück die Päckchen, die ich aus den Innenteilen von Klopapierrollen gebastelt habe. Es gibt also bei filzundgarten in diesem Jahr einen Upcycling-Adventskalender für den Sohn und der geht so:

Man benötigt dafür 24 Papprollen, breites, rotes Band, weiße Filzsterne, rot-weiß-gestreiftes Bäckergarn und natürlich Zahlen. Das Bäckergarn habe ich schon vor einigen Jahren bei garn & mehr gekauft und für verschiedene Dekoideen verwendet - zum Beispiel für den Adventskalender im vorigen Jahr, für die weihnachtlichen Teelichtgläser oder auch für die Weihnachtstüten aus Draht. Leider geht es langsam zur Neige. Ich muss wohl bald welches nachbestellen. Die Adventskalenderzahlen gibt es ganz aktuell auf dem Blog von garn & mehr und sie stehen da zum freien Download für alle kostenlos zur Verfügung.
 Und so geht's: Die Klopapierrolle wird zunächst an einem Ende mittig gefaltet, sodass man zwei gleiche Hälften erhält und diese beiden Seiten jeweils nach innen umklappen kann. Dann dreht man die Rolle um und faltet auch das andere Ende mittig, um die Seiten dann nach innen zu klappen.
Bevor das Päckchen weiter verziert wird, kommt die Füllung hinein. Aufgrund der Größe passen in diese Päckchen am besten kleine Süßigkeiten.
 Wenn man das Päckchen gefüllt und verschlossen hat, wird ein Stück breites, rotes Geschenkband um das Ganze gelegt und mit Bäckergarn am oberen Ende gut verschnürt.
 Dann wird noch eine Zahl auf das rote Band geklebt und fertig ist die Variante eins.
Für die Variante zwei habe ich zuerst weiße Filzsterne auf das rote Band geklebt und erst darauf die Zahl. In diesem Fall wurden die Zahlen ohne den Rand etwas kleiner ausgeschnitten, damit sie die Filzsterne nicht allzu sehr abdecken.


Ich bin zwar noch nicht ganz fertig mit dem Adventskalender aus Klopapierrollen, aber vielleicht mag ja der eine oder andere Leser diese hübsche Bastelidee nachmachen - ich finde sie jedenfalls ganz hübsch. Daher zeige ich schon heute die Anleitung. Mir fehlen übrigens nur noch sieben Päckchen, aber ich habe ja auch noch mehr als eine Woche Zeit, um den Rest zu basteln.

Noch mehr Ideen für Adventskalender mit Bäckergarn gibt es übrigens bei garn & mehr.

Montag, 9. November 2015

Erste Vorbereitungen

 Weihnachten kommt ja immer so plötzlich. Und die Adventszeit ist noch viel schneller da. Weil das so ist, bin ich gedanklich schon sehr mit dem Thema beschäftigt. Ich überlege, was für einen Adventskalender ich für den Sohnemann in diesem Jahr machen werde - und ich habe sogar schon die ersten Kleinigkeiten dafür gekauft. Und auch der Adventskranz ist gedanklich bereits fertig. Am Wochenende habe ich schon mal damit begonnen, meine Gedanken in die Tat umzusetzen. In diesem Jahr gibt es auf dem Adventskranz nämlich goldene Blätter. Schon vor einigen Wochen habe ich einige Eichenblätter gesammelt und diese zwischen Zeitungspapier und Büchern gepresst. (Wie gut, dass es noch Bücher und Zeitungen gibt, sonst wäre das gute alte Pressen gar nicht mehr so einfach.)
 Die getrockneten Blätter wurden mit goldener Acrylfarbe angepinselt - und warten jetzt auf ihre Weiterverarbeitung auf dem Adventskranz. Viel gleichmäßiger wird es, wenn man die Blätter mit Sprühlack golden überzieht, doch der Lack in der Sprühdose war mir für so ein paar Blätter dann doch zu teuer. Ich finde, es sieht auch so ganz hübsch aus.
Außerdem habe ich für ein weiteres Adventsprojekt Engelchen gebastelt. Aber ich will noch nicht zu viel verraten. Demnächst zeige ich hierzu mehr.

Donnerstag, 5. November 2015

DIY Blätterkranz schnell selbstgemacht

 Schon einmal habe ich so einen Blätterkranz gebastelt - nämlich vor genau sieben Jahren. Damals war die Idee noch nicht so trendig wie heute. Auch im neuen Brigitte-Kreativ-Heft gibt es ja inzwischen eine Anleitung. Für alle Leser, die noch nicht wissen, wie man so einen Blätterkranz macht, zeige ich hier heute noch einmal wie das geht.
Man benötigt dafür circa 400 Herbstblätter - sehr gut geeignet sind Ahornblätter sowie eine ringförmige Kranzunterlage aus Draht und einen Seitenschneider.
 Neulich habe ich ja schon einmal Ahornblätter für meine Bastelidee der Laubkrone  gesammelt. So schön rot sollte auch mein Kranz werden. Das war aber gar nicht so einfach. Zweimal bin ich losgezogen und konnte jeweils nur eine Handvoll Blätter sammeln - die meisten hingen in unerreichbarer Höhe am Baum und waren noch grün. Und als ich dann am vergangenen Sonntag noch einmal bei den Bäumen war, lagen die meisten Blätter bereits am Boden - und waren knallgelb geworden. Circa 400 Stück habe ich gerade noch zusammen bekommen. So viele benötigt man ungefähr für einen mittelgroßen Blätterkranz.
 Blatt für Blatt werden diese auf die Drahtunterlage gefädelt, die man im Bastelgeschäft, im Floristikbedarf oder Blumencenter bekommt. Damit das möglich ist, wird der Drahtring zunächst mit dem Seitenschneider an einer Stelle zerschnitten (siehe oben).
 Hat man etwa 350 bis 400 Blätter aufgereiht, werden die beiden offenen Enden des Rings mit Blumendraht umwickelt und so wieder zusammengefügt. Am besten dreht man aus dem Draht gleich noch eine Schlaufe, sodass man den Kranz daran aufhängen kann.
Der Blätterkranz hält sich ziemlich lange, wenn man ihn im Innenbereich aufhängt. Man kann ihn sogar im nächsten Jahr noch verwenden - nur werden dann vermutlich die Blätter nicht mehr so hübsch bunt sein.
P.S. Ich müsste dringend mal die Fensterscheiben vom Gartenhäuschen putzen...