Vor einigen Jahren habe ich im Herbst einen herbstlichen Blätterkranz für die Tür gemacht. Viel schneller lassen sich jedoch solche bunten Laubbäumchen fertigen. Man benötigt dafür nämlich nur eine große Handvoll Herbstblätter. Heute morgen habe ich beim Spaziergang die Blätter gesammelt, am Nachmittag habe ich aus unseren Holzresten einen kleinen Stamm abgesägt.
Ein dicker Blumensteckdraht dient als Baumstamm. Um ihn zu befestigen, wird mit einem Nagel zunächst in dem Holzklotz ein Loch vorgebohrt. Man kann dazu natürlich auch die Bohrmaschine nehmen, muss dabei allerdings darauf achten, dass das Loch nicht zu groß wird. Der Nagel wird am besten mit einer Zange wieder herausgezogen. Dann kommt der Steckdraht ins vorgebohrte Loch und um diesen zusätzlich zu fixieren, kann man etwas Heißkleber um das Loch und den Draht geben.
Damit die Blätter nicht ganz bis nach unten auf den Stamm rutschen, habe ich einen weiteren Tropfen Heißkleber ins untere Drittel an den Draht gegeben - sozusagen als Stopper.
Jetzt geht es ans Aufspießen. Die Blätter werden am besten nach der Größe sortiert, denn zuerst werden die großen auf den Draht gesteckt. Nach oben hin sollten die Blätter immer kleiner werden, damit das Bäumchen eine schöne Form bekommt. Da ich gelbe und rote Blätter gesammelt habe, habe ich beide Farben gemischt. So wird das Bäumchen schön bunt.
Als Abschluss dient ein kleiner Zierapfel. Man kann aber auch eine Hagebutte, eine Eichel oder Haselnuss nehmen. Diese sollte am besten vorgebohrt werden, um sie leichter auf den Draht stecken zu können.
Und wer keinen Holzstamm im Haus hat, der kann auch einfach einen kleinen Blumentopf nehmen und das Laubbäumchen dort hinein setzen.
Auf ähnliche Weise habe ich übrigens im vorigen Jahr auch meine Weihnachtsbäumchen aus Papier gebastelt.
Eigentlich hatte ich den Plan, einen Pflanztisch selbst zu bauen - aus alten Weinkisten oder Euro-Paletten. Leider ist dieser Gedanke schon seit einigen Jahren nur ein Wunsch, der bisher irgendwie an der Realität gescheitert ist. Von daher kam es mir ganz gelegen, dass es am vorigen Wochenende einen günstigen Pflanztisch im Supermarkt zu kaufen gab. Er war so günstig, dass ich für diesen Preis keine Weinkisten bekomme. Also habe ich ihn mitgenommen und ihn an die Schattenseite des Gartenhauses gestellt. Dort wächst nämlich sowieso gerade nichts.
Der Pflanztisch ist eine perfekte Arbeitsecke. Hier kann ich ungestört Semperviven umpflanzen und Kränze binden. Und weil in diesem Jahr der Feuerdorn so über und über voller Früchte hängt, habe ich schnell noch einen kleinen Feuerdornkranz gewickelt - als Herbstdeko für das Gartenhaus.
Der Kranz ist gerade so groß, dass er in eines der kleinen Quadrate der Fensterscheibe passt.
Und weil die Fenster so schmutzig waren, habe ich sie noch schnell geputzt, bevor das Wetter umschlägt. Obwohl das bisher ja noch keine Anstalten dazu macht. Ich weiß nicht, ob ich schon jemals einen so warmen Oktober erlebt habe. Es könnte jetzt bitte bald mal etwas Regen geben.
Dann kann ich nämlich noch das Geranium einpflanzen, das auf dem Tisch wartet, sowie die ein oder andere Staude, die ich auch noch gekauft habe. Herbstzeit ist doch auch Pflanzzeit. Es ist allerdings momentan bei dem trockenen Boden sehr mühsam, etwas einzugraben.