Ganz praktisch beim Wandern ist eine Sitzunterlage, damit man es sich überall bequem machen kann. Filz bietet sich da geradezu an, denn es ist ein sehr robustes Material. Ich habe mir für Unterwegs eine Sitzunterlage aus Schurwolle gefilzt, die man ganz einfach zusammengerollt transportieren kann.
Für alle, die wissen wollen wie das geht, habe ich hier die Anleitung. Alle anderen schauen sich bitte einfach nur die Bilder an. Der Clou ist nämlich der "Verschluss" aus Gummiband. Mit dieser Art der Befestigung kann man auch jede andere Sitzunterlage gestalten. Sie muss nicht aus Filz sein.
Für das Muster auf dem grauen Filz habe ich eine einfache Mandalavorlage aus dem Internet runtergeladen und auf Papier ausgedruckt. Das Blatt wird unter die Noppenfolie geschoben, auf der die Wolle ausgelegt wird. Die Noppenfolie sollte etwas größer sein, als die gewünschte Größe des Sitzkissens, da die Wolle beim Filzen schrumpft. Ich habe sie ein wenig zu klein gewählt, passe aber noch geradeso drauf. Den Rand des Mandalamusters habe ich mit einem grünen Wollfaden gelegt.
Damit dieser sich beim Auslegen nicht so leicht verschiebt, wird die Wolle zuvor in warmes Wasser getaucht und angefeuchtet.
Die kreisförmigen Flächen des Musters wurden mit gelber und hellgrüner Merinowolle vom Strang ausgelegt.
Rund um das Muster habe ich einige Schnipsel des dunkelgrünen Wollfadens verteilt - sie sind nach dem Filzen als Sprenkel in der grauen Wolle zu sehen. Wenn das Muster fertig gelegt ist, wird die graue Schurwolle in drei Lagen flächig darüber verteilt. Als Abschluss wurden wieder einige Wollschnipsel darauf gestreut, damit auch die Rückseite grüne Sprenkel bekommt. Mit warmem Seifenwasser wird das gesamte "Paket" gefilzt und gewalkt. Wie das geht, erkläre ich jetzt nicht noch einmal. Das kann man zum Beispiel hier nachlesen.
Jetzt kommt der Clou: Wenn die Sitzunterlage fertig gefilzt und getrocknet ist, wird an einer Seite eine Schlaufe aus breitem Gummiband angenäht. Nun kann man die Unterlage zum Transportieren wie auf den Bildern gezeigt zusammenfalten, aufrollen und mit dem Gummi zusammenhalten.
So zusammengerollt lässt sich die Filzunterlage platzsparend in Rucksack oder Tasche verstauen.
Und man hat sie unterwegs überall für eine kleine Pause griffbereit.
Dekorationen und DIY rund um Wohnen und Garten, Pflanztipps für schwierige Standorte, Anleitungen zum Filzen und alles selbst gemacht
Sonntag, 7. August 2016
Montag, 1. August 2016
Low-budget-Urlaub
Der Urlaub daheim nähert sich dem Ende. Und nein, ich habe nicht nur geputzt. In Rheinhessen kann man nämlich ganz wunderbar wandern - manche Menschen verbringen genau deshalb sogar ihren Urlaub in dieser Region. Auf vielen Wegen hat man den Eindruck, als sei man unterwegs zum Strand - so sandig sind sie. Das liegt daran, dass das Mainzer Becken vor Millionen von Jahren tatsächlich eine Meeresbucht war.
Weil es auf dem sogenannten Höllenberg - der eigentlich ein Hochplateau ist - höllisch heiß werden kann, habe ich ein sommerliches Picknick mit auf die Wanderung genommen.
Von dieser Wiese aus ist am Horizont der Rheingau zu sehen, der auf der anderen Seite des Rheins liegt.
Weil es so warm ist, gibt es nur etwas Leichtes zu essen: einen fruchtigen Nektarinensalat und dazu süße Blätterteigstangen, die in der Pfanne gebacken werden. Sie sind schnell gemacht. Man bestreut einfach eine Blätterteigplatte von beiden Seiten mit braunem Zucker, drückt diesen etwas an und schneidet die Platte in etwa zwei Zentimeter breite Streifen. Diese werden in heißem Öl in der Pfanne von beiden Seiten jeweils zwei Minuten gebacken.
Ganz erfrischend ist auch ein Glas mit selbst gerührtem Johannisbeerquark. Es gibt Dinge, die gehören für mich im Sommer einfach ständig auf den Speiseplan. Wenn es Quarkspeise gibt, dann weiß ich, dass es Sommer ist.
Auf den Feldern am Wegesrand sind die Aprikosen reif und weil schon so viele vom Baum gefallen sind, habe ich im Vorbeigehen mal eine probiert - mmmh lecker.
Im warmen, sonnigen Klima wird vor allem Obst und Spargel angebaut.
Und natürlich Wein - immerhin ist Rheinhessen das größte Weinanbaugebiet Deutschlands.
Bevor es in den schattigen Wald geht, ist noch einmal Zeit für eine kleine Rast und einen Blick über das weite Rheintal.
Weiter geht es durch einen kleinen Hohlweg hinunter in den Wald. Auch hier läuft man auf sandigen Wegen - vorbei an hohen Kiefern.
Sogar eine Quelle mit kühlem Wasser gibt es an den sogenannten Sieben Weihern. Das sind eine Reihe von Teichen, die einst zur Fischzucht angelegt wurden, heute aber nicht mehr genutzt werden.
Ich gebe zu, der Wanderweg, den ich gelaufen bin, gehört nicht zu den ausgezeichneten Prädikatswanderwegen in Rheinhessen. Vermutlich ist er nicht lang genug. Ich finde ihn aber dennoch sehr abwechslungsreich und er liegt quasi fast hinter unserem Garten und ist perfekt geeignet zum Entspannen.
Außerdem bietet er die perfekte Möglichkeit für einen wunderbaren "Low-budget-Urlaubstag".
Weil es auf dem sogenannten Höllenberg - der eigentlich ein Hochplateau ist - höllisch heiß werden kann, habe ich ein sommerliches Picknick mit auf die Wanderung genommen.
Von dieser Wiese aus ist am Horizont der Rheingau zu sehen, der auf der anderen Seite des Rheins liegt.
Weil es so warm ist, gibt es nur etwas Leichtes zu essen: einen fruchtigen Nektarinensalat und dazu süße Blätterteigstangen, die in der Pfanne gebacken werden. Sie sind schnell gemacht. Man bestreut einfach eine Blätterteigplatte von beiden Seiten mit braunem Zucker, drückt diesen etwas an und schneidet die Platte in etwa zwei Zentimeter breite Streifen. Diese werden in heißem Öl in der Pfanne von beiden Seiten jeweils zwei Minuten gebacken.
Ganz erfrischend ist auch ein Glas mit selbst gerührtem Johannisbeerquark. Es gibt Dinge, die gehören für mich im Sommer einfach ständig auf den Speiseplan. Wenn es Quarkspeise gibt, dann weiß ich, dass es Sommer ist.
Auf den Feldern am Wegesrand sind die Aprikosen reif und weil schon so viele vom Baum gefallen sind, habe ich im Vorbeigehen mal eine probiert - mmmh lecker.
Im warmen, sonnigen Klima wird vor allem Obst und Spargel angebaut.
Und natürlich Wein - immerhin ist Rheinhessen das größte Weinanbaugebiet Deutschlands.
Bevor es in den schattigen Wald geht, ist noch einmal Zeit für eine kleine Rast und einen Blick über das weite Rheintal.
Weiter geht es durch einen kleinen Hohlweg hinunter in den Wald. Auch hier läuft man auf sandigen Wegen - vorbei an hohen Kiefern.
Sogar eine Quelle mit kühlem Wasser gibt es an den sogenannten Sieben Weihern. Das sind eine Reihe von Teichen, die einst zur Fischzucht angelegt wurden, heute aber nicht mehr genutzt werden.
Ich gebe zu, der Wanderweg, den ich gelaufen bin, gehört nicht zu den ausgezeichneten Prädikatswanderwegen in Rheinhessen. Vermutlich ist er nicht lang genug. Ich finde ihn aber dennoch sehr abwechslungsreich und er liegt quasi fast hinter unserem Garten und ist perfekt geeignet zum Entspannen.
Außerdem bietet er die perfekte Möglichkeit für einen wunderbaren "Low-budget-Urlaubstag".
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