Samstag, 25. März 2017

Filzkranz mit Frühlingsblühern

 Insbesondere für Filzschaffende ist diese Frühlingsdeko geeignet, die ich heute zeigen will, denn man benötigt dazu etwas Kammzugwolle. Mit dieser wird eine Kranzunterlage ummantelt, die aus Strohrömern besteht. Wer keine Filzwolle zu Hause hat, bekommt diese im Bastelgeschäft.
 Die beiden Strohkränze habe ich mit Schaschlikspießen miteinander verbunden, sodass sie nicht verrutschen können. Da ich den Kranz mit blauen Frühlingsblühern gestalten wollte, habe ich einen Rest hellgraue Kammzugwolle verwendet. Das passt ganz gut zueinander. Ich denke, der Rest war so etwa 20 Gramm Wolle. Ich habe leider versäumt, ihn zu wiegen.
 Auf der Unterseite des Filzkranzes wird ein Pappteller oder ein Stück Pappe mittels Drahtkrampen befestigt, damit die Pflanzen, die in die Mitte gesetzt werden, nicht herausfallen können.
 Auf der Vorderseite habe ich zum Schutz vor Erde und Nässe einen Plastiktüte eingefügt. Dahinein werden nun verschiedene Frühlingsblüher gepflanzt.
 Ich habe eine blaue Hyazinthe, zwei Hornveilchen und drei Traubenhyazinthen in den Kranz gesetzt. Abgedeckt wurden die Pflanzen und alle Zwischenräume mit etwas Moos aus dem Garten.
 Außerdem habe ich einige kurze Obstbaumzweige rundherum in das Moos gesteckt. Damit das Ganze österlich wirkt, kamen auch noch einige wenige weiße Eierschalen dazu. Fertig ist der frühlingshafte Filzkranz.
Und nach ein paar Tagen im warmen Wohnzimmer sind die Muscari inzwischen aufgeblüht. Damit die Pflänzchen nicht vertrocknen, besprühe ich sie jeden Tag mittels einer Sprühflasche mit Wasser. Und auch die hängenden Frühlingsblüher, die man hier im Hintergrund sieht, werden mit Wasser besprüht, damit sie besser halten. Der Filzkranz ist also eher etwas für den Innenbereich, auch wenn sich die Frühlingsblüher besser im kalten Außenbereich halten. Wenn alles verblüht ist, pflanzt man die Zwiebelgewächse und Hornveilchen einfach in den Garten.

Sonntag, 19. März 2017

Hängende Frühlingsblüher

 Es müssen nicht immer Kränze sein, die man an die Wand oder an den Sichtschutzzaun auf der Terrasse hängt. Es kann auch mal ein formales Objekt sein - eine Art Wandteppich aus Moos. Und daran lassen sich Frühlingsblüher wunderbar aufhängen. Die Idee, Narzissen und Hyazinthen mal in umgekehrter Richtung zu verwenden und aufzuhängen, habe ich neulich in einer dieser Nachmittagssendungen im Fernsehen gesehen. Allerdings wurden die Blumen da in einem Ästegerüst kopfüber verankert. Ganz so extrem wollte ich das dann nicht machen. Bei mir weisen die Blüten in alle Richtungen.
 Und das geht so: Für den Wandbehang benötigt man ein Stück Kaninchen- oder Hühnerdraht, den man einmal längs faltet. Auf die untere Drahthälfte kommt eine Schicht Plattenmoos.
 Man kann außerdem etwas Heu und ein paar Zweige auf das Moos legen. Schön wäre es auch, wenn man noch verschiedenes Schnittgut aus dem Garten zur Befüllung verwendet. Dann drückt man den Draht platt und befestigt die beiden Seiten miteinander, indem die offenen Drahtenden umeinander gefaltet werden.
 Als nächstes werden die Frühlingsblüher vereinzelt und die Wurzeln in etwas Wasser ausgewaschen. Ich habe Traubenhyazinthen und Narzissen verwendet.

 Mit einem kleinen Stück Wickeldraht kann man die Zwiebeln ganz leicht auf dem Hühnerdraht befestigen.
 Ich habe die Blumen rings um das Objekt angeordnet und einige dabei auch kopfüber.
 Mit etwas Heißkleber kann man nun noch etwas österliche Deko wie zum Beispiel Eier anbringen. Da ich den Wandbehang für die Terrasse gemacht habe, wollte ich keine Wachteleier aufkleben, da diese gerne von den Vögeln aufgepickt werden. Eine gute Alternative ist es daher, die Eierschalen selbst schon einmal zu zerkleinern und das Eigranulat aufzukleben. Da können die Vögel nicht mehr viel zerstören.


Das ist nun nach meinen hängenden Hyazinthen in Filz eine weitere Variante, wie man Blumen aufhängen kann. Wer keine Terrasse hat, kann dieses Objekt auch an die Haustür hängen - als frühlingshaften Willkommensgruß.

Sonntag, 12. März 2017

Bodenverbesserung mit Kompost

 Ich kann gut verstehen, dass sich nicht jeder Gärtner die Mühe machen will, einen eigenen Kompost anzulegen. Gestern habe ich drei Stunden lang Kompost gesiebt und auf den Beeten verteilt und danach hatte ich "Rücken". Zum Glück hat etwas Wärme geholfen und heute hatte ich nur noch Muskelkater. Es macht schon Arbeit, das ganze Grünzeugs aus dem Garten zu kompostieren und zweimal im Jahr zu verteilen, aber ich finde, es lohnt sich auch. Wenn ich sehe, wie manche Leute ihren Gartenabfall säckeweise zum Wertstoffhof bringen, denke ich, dass es doch schade um all das schöne organische Material ist. Auch wir bringen natürlich einiges zum Wertstoffhof, nämlich alles, was sich nicht gut "weiterverarbeiten" lässt, aber der größte Teil unseres Schnittgutes bleibt in unserem Gartenkreislauf.
 Und weil das so viel Material ist und im Laufe des Jahres immer wieder neues anfällt, verteile ich den entstandenen Kompost zweimal im Jahr - so weit das möglich ist und er einigermaßen "reif" ist. Jetzt im Frühjahr ist es eine gute Düngung, denn die Pflanzen können die Nährstoffe, die sich im Kompost befinden, gleich aufnehmen. Im Herbst dagegen benötigen die Pflanzen so kurz vor der Winterruhe eigentlich keine Düngung mehr. Außerdem werden die Nährstoffe durch den häufigen Regen im Herbst und Winter aus dem Kompost ausgewaschen. Also eigentlich müsste im Herbst kein Kompost verteilt werden.
 Aus Platzmangel - beide Kompostkisten sind über den Sommer meist schon voll - verteile ich ihn dann trotzdem. Und auch, weil der Kompost den Boden verbessern soll. Wenn man Kompost in sandige Böden mischt, können diese besser Wasser und Nährstoffe speichern.
 Schwere Böden, die zwar gut Wasser speichern, allerdings auch zu Staunässe neigen, kann man mit Kompost auflockern. Wir haben eine Mischung aus beiden Böden. Da kann man nie genug Bodenverbesserung betreiben.
Der meiste Kompost ist ins Terrassenbeet gekommen, aber auch die Winterlinge, die ich inzwischen zu den Schneeglöckchen gepflanzt habe, haben eine Portion abbekommen. Für das Kiefernbeet hat es nicht ganz gereicht, doch der größte Teil rund um den Baum wurde mit frischem Kompost versorgt.
 Hier blühen inzwischen die ersten Krokusse.
Das war also ein arbeitsreiches Wochenende an der frischen Luft, aber es hat auch Spaß gemacht. Es ist ja immer schön zu sehen, dass sich die Mühe, die man sich macht, lohnt. Wie sie sich lohnt, sieht man zur Zeit besonders gut an all den Pflanzen, die gerade austreiben.

Samstag, 4. März 2017

Jetzt kommt Gelb ins Beet

 Ich weiß gar nicht, warum so viele Gärtner Gelb nicht mögen. Mir geht es ja im Prinzip nicht anders. Im Sommer überwiegen die Farben Blau und Rosa in meinen Beeten. Ich finde, dass pinkfarbene Tulpen auch viel hübscher sind als gelbe. Aber das soll sich jetzt ändern. Ich habe am Wochenende nämlich diese gelben Winterlinge gekauft. Winterlinge gehören mit den Schneeglöckchen zu den ersten Frühlingsblühern. Sie wachsen im lichten Schatten unter Laubgehölzen. Und da will ich sie demnächst einpflanzen: In den Schatten unter den Flieder und die Quitte - zu den Schneeglöckchen.
 Für den Moment aber sind die Winterlinge eine frühlingshafte Dekoration auf meinem kleinen Gartentisch. Dort schmücken sie den Mooskranz, den ich schnell gewickelt habe. Beim Aufräumen habe ich nämlich den Kastanienkranz mit Beifuß im Gartenhäuschen gefunden. Der war natürlich jetzt nicht mehr schön. Beifuß und Efeublätter konnte man ganz gut wieder entfernen und den Strohrömer neu verwenden.
 Er wird ganz einfach mit Moos umwickelt. Dazwischen habe ich mit Drahkrampen einige kleine Semperviven befestigt. Da meine eigenen Semperviven noch nicht besonders groß sind, habe ich zwei verschiedene Sorten im Gartencenter gekauft und diese etwas auseinander genommen.
In die Mitte des Kranzes werden zwei Töpfe mit Winterlingen platziert. Das gibt einen schönen Farbkontrast zum frischen Moosgrün. Damit man die Töpfe nicht so sieht, habe ich sie mit ein wenig Moos abgedeckt.
Und so leuchten die Winterlinge erst noch auf dem Gartentisch, bevor ich sie dann demnächst in den Garten auspflanzen werde.