Donnerstag, 31. Dezember 2015

Das war mein Blogger-Jahr 2015

Man hört es immer wieder in den Nachrichten: Das Jahr 2015 war eines der wärmsten seit der Wetteraufzeichnung - wenn nicht sogar das wärmste. Nur im Januar gab es im Rhein-Main-Gebiet ein paar kalte Tage und etwas Puderzuckerschnee, sodass ich meine Gartendeko wenigstens kurz stimmungsvoll erleben konnte. Die Eislaternen sind allerdings binnen kürzester Zeit wieder geschmolzen.
Im Februar konnte ich mich von der Gartenarbeit nicht mehr zurückhalten. Ich habe mit dem ersten Rückschnitt begonnen und festgestellt, dass alle Schneeglöckchen wiedergekommen waren - sowohl die ich als Zwiebeln gesetzt hatte, als auch die als Töpfchen eingepflanzten. Außerdem habe ich eine Wärmflasche gefilzt und verschenkt, Silberblätter fürs Küchenfenster gefilzt und an Fastnacht Teebeutelherzen gemacht.
Im März habe ich mich über noch mehr Frühblüher gefreut: Besonders schön waren die Wildtulpen, aber auch die Krokusse. Außerdem habe ich einen Frühjahrskranz aus Naturmaterialien gebastelt und mal wieder eine Osterdeko aus Eierschalen.
Für das Osterfest im April habe ich kleine Gänseblümchen aus Filz gemacht und damit Eier und die Sammeltassen meiner Oma verschönert. Im Garten blühten die Narzissen, Tulpen und Hyazinthen. Mit letzteren habe ich ein schnelles Ostergesteck produziert.
Die Allium zeigten sich wie immer im Mai von ihrer schönsten Seite. Es gab die ersten heimischen Erdbeeren und ich habe unser Gartenhäuschen aufgehübscht - mit neuen Kissenbezügen, einem Bild und einer Häkelgirlande.
Der Juni ist bei uns der Rosenmonat. Aus einigen Blütenblättern habe ich einen kleinen Dekokranz gemacht. Und weil auch der Lavendel blühte, habe ich Lavendelplätzchen gebacken. Außerdem habe ich im Garten eine lauschige Sitzecke unter dem Fliederbaum mit einer Perlenkrone als Dekoelement eingerichtet.
Die Sitzecke konnte ich ab da auch gut gebrauchen. Es wurde nämlich Sommer und zwar so richtig. Im Juli haben wir an vielen Abenden draußen sitzen können. Weil es so heiß war, habe ich mal nicht gestrickt, sondern gehäkelt. Im Garten blühten etliche Sommerstauden und die Monarden hatten ihre prächtigste Zeit.
Die Sommerhitze hielt auch noch im August an - beste Voraussetzung für selbstgemachtes Eis. Im Garten habe ich eine neue Taglilie angeschafft und beim Spaziergang jede Menge Schleierkraut gesammelt - daraus wurde ein hübscher Kranz. Auch die Dahlien legten sich so langsam ins Zeug und erfreuten uns mit ihrer beginnenden Blüte.
Im Grunde blühten die Dahlien von August bis November. Ihre schönste Zeit aber hatten sie im September. Da war es mit dem heißen Sommer auch vorbei, allerdings nicht mit dem schönen Wetter. Inspiriert vom beginnenden Herbst habe ich mit den Feuerdornfrüchten und mit Heidekraut Dekorationen gebastelt.
Im Oktober gab es immer noch farbenfrohe Blumendeko aus dem Garten, dazu habe ich aus dem ersten Laub eine Laubkrone für den Gartentisch gebastelt. Die reifen Quitten haben wir zu Marmelade verarbeitet und für die leeren Eichelhütchen, die ich beim Spaziergang gesammelt habe, habe ich Eicheln aus Wolle gefilzt - schon mal in Vorbereitung für den Adventskranz.
Mit den gefilzten Eicheln und den Blättern, die ich vergoldet habe, wurde der Zapfenkranz vom vergangenen Jahr noch einmal aufgehübscht. Aus noch mehr Ahornblättern habe ich einen fetten Kranz gearbeitet und dann gab es in diesem Jahr mal einen ganz neuen Adventskalender für den Sohn. Auch der musste im November gemacht werden.
Der Rest der Wohnung wurde im Dezember weihnachtlich dekoriert, ebenso die Terrasse. Außerdem habe ich Filzengelchen gebastelt, deren Anleitung es übrigens auf YouTube zu sehen gibt. Ansonsten ist der Dezember nicht sonderlich winterlich gewesen. Im Garten blühen die Alpenveilchen und die Vögel singen, aber das sagte ich ja bereits.

Ich wünsche allen meinen Lesern ein frohes und gesundes neues Jahr und sage Danke für die vielen lieben Kommentare zu meinen Beiträgen. Darüber freue ich mich sehr und es spornt natürlich an, auch im kommenden Jahr mit "Filz und Garten" weiterzumachen und mir wieder etwas Neues einfallen zu lassen.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Mein Instagram-Dezember

  In diesem Monat stehen gleich zwei Rückblicke an. Ich habe, wie im vergangenen Jahr, einen Rückblick auf mein Bloggerjahr geplant. Und dann will ich gerne auch meinen Dezember auf Instagram zeigen. Diesen Monatsrückblick gibt es also zuerst. Dort poste ich möglichst Bilder, die auf dem Blog nicht zu sehen sind. Im Dezember gab es allerdings ein paar Doppelungen, denn ich habe bei der #adventschallenge2015 mitgemacht. Jeden Tag sollte zu einem weihnachtlichen Schlagwort ein entsprechendes Bild gepostet werden - da boten sich meine Filzengel geradezu an. Ich zeige sie aber nun nicht noch einmal. Stattdessen starte ich meinen Instagram-Monatsrückblick mit einem Bild vom Weihnachtsmarkt in Hagenau. Das Städtchen liegt im Elsass und ich hatte das Vergnügen, ein Wochenende dort verbringen zu können. Eigentlich wollte ich dazu einen Blogbeitrag machen, aber das habe ich bisher nicht geschafft und weil die Weihnachtszeit nun vorbei ist, gibt es hier nur dieses farbenfrohe kitschige Bild zu sehen.
 Auch mein Zapfenadventskranz war bei der Adventschallenge dabei - und hat sogar einen Tagessieg errungen. Am Ende der Aktion, die von unserer Tageszeitung initiiert worden war, wurde der Kranz in der Zeitung gemeinsam mit allen jeweiligen Tagessiegern veröffentlicht.
 Die Heiligen Drei Könige haben es nicht in die Zeitung geschafft. Ich habe sie allerdings auch erst nach der Challenge beim Einkaufen als Dekoration auf einem Hoftor entdeckt und fand sie einfach nur allerliebst.
 Der Heiligabend begann für mich mit einem Morgenspaziergang im Nebel - die Tochter samt Hund war zu Besuch und ich habe ihr den ein oder anderen Gassigang gerne abgenommen.
Das Schöne an den Feiertagen ist, dass man endlich mal Zeit und Muße hat - um mit der Familie zu spielen, spazieren zu gehen oder aber, um einfach mal wieder zu lesen. Was wäre Weihnachten ohne neue Bücher?
Überall gibt es kurz vor dem Jahresende Rückblicke zu sehen - so auch auf Instagram. Auch ich habe die #bestnine2015 erstellen lassen und dabei kam dieses Bild der meistgeklickten Bilder aus dem Jahr 2015 heraus. Es zeigt, dass fünf der neun Bilder aus der Adventszeit stammen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich auch 2016 einen Instagram-Monatsrückblick machen werde. Wer mir aber auf Instagram folgen will, findet hier die Seite. Ich würde mich freuen.

Montag, 28. Dezember 2015

Wintersonne im Dezembergarten

Nachdem sich der Hochnebel heute morgen gelichtet hatte, kam die Sonne raus. Mit der Kamera habe ich das Licht im Dezembergarten eingefangen: auf den vertrockneten Blütenständen des Sedum und an den rosafarbenen Knospen der Tatarischen Heckenkirsche. Schon vor zwei Jahren habe ich ihre Knospen im Dezember fotografiert.
Die Samenstände der Duftnesseln sind noch immer ein Hingucker im Garten - hier im Gegenlicht. Daneben leuchten die vertrockneten Hortensienblüten der weißen "Annabelle" in der Sonne.
 In einer der Duftnesseln habe ich einen Marienkäfer entdeckt. Ob der noch lebt? Aber warum nicht? So frühlingshaft, wie es in diesem Dezember ist.

Die Schneeglöckchen unter dem Fliederbaum zeigen schon ihre Köpfe. Auch, wenn es noch lange kein Schneeglöckchenteppich ist, so haben sie sich doch etwas vermehrt. 
Man könnte meinen, der Frühling ist da - wenn nicht noch der Weihnachtsbaum im Zimmer stehen würde...
Aber auch der leuchtet in der Dezembersonne. Bis auf zwei Tage Anfang Januar war es in 2015 nichts mit Eis und Schnee. Bin mal gespannt, wie das nächste Jahr werden wird.

Sonntag, 20. Dezember 2015

DIY - Spitztüten aus Notenpapier

Ich habe ein wenig aufgeräumt, damit es für Weihnachten schön ist. Dabei ist mir ein Stapel alte Notenblätter in die Hände gefallen. Sie stammen noch aus der Zeit, als die Tochter Geige spielte - aber das ist lange her. Da kaum jemand aus der Familie die Noten vermissen wird, habe ich kurzerhand ein paar Spitztüten daraus gebastelt. Die Original-Notenhefte konnte ich dann doch nicht einfach so zerschneiden, ich habe für dieses nostalgische DIY kopierte Notenblätter verwendet. 
 Passend zu dieser Vintage-Bastelei habe ich außerdem eine weiße Hyazinthe in eine hübsche Blechdose im Vintage-Look gesetzt. Diese kleinen Dosen gab es neulich mit Lebkuchen befüllt im Supermarkt. Ein perfekter weihnachtlicher Übertopf, dachte ich gleich, als ich die Dose sah. Schön wäre es, wenn dazu noch ein paar uralte Christbaumkugeln kämen. Ich wünschte nur, wir hätten noch die silberfarbenen Christbaumkugeln aus den 60er-Jahren. Die sind jetzt wieder richtig angesagt. Im Grunde gehörten sie ja nicht wirklich mir, aber meine Mutter hat sie leider auch nicht aufgehoben. Als Ersatz habe ich die kleinen silbernen Mini-Kugeln in die Tüte gefüllt.
 Die kleinen Tüten habe ich einfach aus einem quadratischen Stück Notenpapier zusammengerollt und dann an einer Seite verklebt. Sie wirken so bisschen wie solche Papiertüten, die es früher in Tante-Emma-Läden gab - oder bei uns im Kinderkaufladen. Weil ich es ja lieber schlicht mag, habe ich auf viel Schnickschnack zur Verzierung verzichtet. Stattdessen wurde ein Stück weiß-goldenes Bäckergarn um die Tüte gewickelt und darauf ein weißer Filzstern geklebt. 
Wenn man eine Spitztüte mit geradem Rand haben möchte, muss man zunächst das Papierquadrat an der oberen Seite tortenförmig abrunden. Wird die Tüte dann zusammengerollt, bekommt sie einen geraden Rand. Diesen kann man zum Beispiel mit einem Band verzieren. Zum Trocknen habe ich die Tüten über zwei Kerzenleuchter gestülpt.
Außerdem haben sie jeweils ein passendes Band als Aufhänger bekommen.
Weil diese Tüten etwas größer sind, habe ich zwei verschieden große Filzsterne übereinander geklebt. Noch nostalgischer werden solche Tüten vermutlich, wenn man sie mit Spitzenband, Oblaten und ähnlichem verziert. Leider habe ich nichts davon in meinen diversen Bastelkisten, Garntüten und Filzschränken gefunden. Ich weiß, ich hatte so etwas im Schrank. Fragt sich nur wo. Außerdem miste ich ab und an ganz gerne aus und dann werfe ich all das weg, was jahrzehntelang nicht gebraucht wurde...

Nur bei den Christbaumkugeln, da ärgert es mich jetzt. Bei meinem nächsten Besuch muss ich unbedingt noch einmal den Dachboden meiner Mutter inspizieren. Wer hätte gedacht, dass die alten Kugeln wieder modern werden?

Samstag, 12. Dezember 2015

Gartenbeleuchtung im Dezember

 Über die Weihnachtsbeleuchtung in der Adventszeit kann man ja streiten. Die einen halten es möglichst schlicht, weil die vier Wochen vor Weihnachten eine Zeit des Wartens sind und erst an Weihnachten das ganze Haus im festlichen Glanz erstrahlen soll. Bei anderen leuchten dagegen schon seit Mitte November Haus und Garten im amerikanischen Stil - möglichst hell und glitzernd. Wieder andere sagen, dass sie doch nicht für fremde Menschen die teuren Lichterketten anbringen. Ganz nach dem Motto, wenn man abends die Jalousien herunterlässt, sieht man sowieso nicht mehr, was draußen leuchtet.
Da moderne LED-Leuchten nicht wirklich viel Strom verbrauchen, ist es auch nicht allzu teuer, wenn man sie im Garten anbringt - selbst, wenn man sie abends nicht mehr sehen kann, weil man hinter verschlossenen Rollläden sitzt. Ich finde es schön, wenn ich in der Dunkelheit an weihnachtlich leuchtenden Eingängen, Fenstern und Vorgärten vorbeikomme. Das wirkt so schön heimelig.
Und aus diesem Grund haben wir auch im Garten Lichterketten angebracht. Zum einen kann ich mich selbst daran freuen, wenn ich nach Hause komme. Zum anderen sollen sich auch andere Menschen freuen. Wäre doch schade, wenn es keine Weihnachtsbeleuchtung geben würde.
Selbst so ein kleines Kerzenlicht, wie das in meiner Weihnachtslaterne, trägt seinen Teil dazu bei, die dunkle Jahreszeit ein wenig zu erhellen.


Denn abgesehen davon ist es im Dezembergarten ja schon etwas trist.
 Die Alpenveilchen im Kiefernbeet blühen allerdings unermüdlich. Bisher sind sie noch ganz gut mithilfe einer Laubdecke durch den Winter gekommen. So richtig kalt war es ja noch nicht.
Die Garagenwand am Ende des Gartens stört uns noch immer - auch, wenn wir inzwischen durch das Wiesenbeet eine optische "Mauer" errichtet haben. Doch so sehr hoch sind die Stauden, die dort wachsen, eben auch nicht, dass sie die Mauer komplett verdecken würden. Um im Winter etwas Grünes vor der Wand zu haben, pflanzten wir im Frühjahr eine Reihe Bambus - den nicht invasiven. Allerdings lässt er sich sehr bitten und man kann noch nicht wirklich sagen, dass er seine Aufgabe als Sichtschutz wahrnimmt.
Bereits seit ein paar Wochen blühen die Christrosen. Es ist immer wieder eine Überraschung, wenn ich sie zwischen den verblühenden Stauden im Herbst entdecke. Allerdings sehen sie inzwischen etwas angefressen aus. Sie sind vermutlich die einzige Kost im Wintergarten - fragt sich nur, für wen.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Adventsdeko für die Fensterbank und so

 Die Flaschensammlung auf der Küchenfensterbank hat passend zur Adventszeit ein weihnachtliches Design bekommen. Ganz schlicht aber doch sehr schön finde ich es, wenn man einen Zweig Fichten- oder Tannengrün mit einer Kordel am Flaschenhals festbindet. An das eine Kordelende wird jeweils noch ein kleiner Kiefernzapfen befestigt. So kann man die Flaschen ganz prima als adventlichen Kerzenleuchter verwenden - übrigens auch auf dem Esstisch.
So wirkt das ganze Ensemble am Tag und unten sieht man es am Abend.
In der Weihnachtsdekokiste habe ich auch die Pilze gefunden, die ich so gern mag. In diesem Jahr habe ich sie mal nicht an einen Kranz gehängt und auch nicht auf der Etagere arrangiert. Sie wurden zusammen mit etwas Moos, das uns die Vögel vom Dach geworfen haben, einem Lärchenzweig, zwei roten Zapfen und einer kleinen Kerze auf dem Zinkteller dekoriert.
 Dieser Teller steht jetzt auf der Kommode neben dem Engelorchester, das von Jahr zu Jahr wächst. Ich bekomme nämlich jedes Jahr ein neues Engelchen von meiner Tochter geschenkt - und das schon seit vielen Jahren.
 An der Wand über der Kommode ist der perfekte Platz für den Adventskalender. Und auch meine neuen Filz-und-Draht-Engel passen ganz gut auf die Weihnachtskommode.
 Weil es draußen besseres Licht gibt, habe ich den Pilzteller noch einmal auf der Terrasse fotografiert. Im Großen und Ganzen ist unsere Weihnachtsdekoration immer recht ähnlich. Wenn überhaupt, kaufe ich nur vereinzelt neue Teile. Aber wenn man das Vorhandene immer wieder neu arrangiert, sieht es jedes Jahr anders aus.

Gerade habe ich gesehen, dass es heute vor drei Jahren geschneit hat. So ein bisschen Schnee würde mir schon gefallen - für die Stimmung.