Sonntag, 23. Februar 2014

Erstes Aufräumen im Februargarten

Eigentlich ist es ja noch ein bisschen früh, um so wirklich was im Garten zu machen. Weil es aber schon so frühlingshaft ist, juckte es mich heute ordentlich in den Fingern. Fast schon ein wenig an Ostern erinnern micht diese Iris reticulata, von denen ich gar nicht weiß, wie sie in den Garten gekommen sind. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, sie gesetzt zu haben und im vergangenen Jahr waren sie eindeutig noch nicht im Terrassenbeet.
 Wie sehr die Frühjahrsblüher schon treiben, zeigt auch dieses Bild. Da sind die Narzissen im Vergleich zum Vormonat schon doppelt so groß. Und direkt neben dem Schild zeigen sich schon die ersten Tulpenblätter.
Die Tatarische Heckenkirsche (im Bild oben, links unten) entfaltet schon die ersten Blätter und überall kommen junge Triebe aus der Erde. Im Bild oben zum Beispiel Sedum, Päonie und im Bild unten die Hasenglöckchen. Da ich bisher noch keine Schneeglöckchen im Garten hatte, habe ich gestern ein paar Töpfchen im Gartencenter gekauft und sie unter den Fliederbaum gesetzt - in der Hoffnung, dass es bis zum nächsten Jahr noch ein paar mehr werden.
 Da unsere Kiefer den Garten immer mit einer dicken Schicht Nadeln zudeckt, habe ich mich ans Aufräumen gemacht. Ich habe den ersten Sack Nadeln zusammengeklaubt, jede Menge vertrocknete Samenstände abgeschnitten und mich dann auch noch über die Rispenhortensie hergemacht. Ich war mir nicht sicher, ob es jetzt im Februar nicht doch noch ein bisschen zu früh ist, um sie zurückzuschneiden, aber da der Wetterbericht mal mindestens für die nächsten zwei Wochen ein ähnliches Wetter wie wir es jetzt haben voraussagt, habe ich dann doch beherzt zur Schere gegriffen. Ich habe die Zweige etwa zur Hälte eingekürzt, so kann ich zur Not - falls doch noch etwas erfriert - noch nachschneiden.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Kissen sind fertig

Hier sind sie nun, meine zwei neuen roten Filzkissen. Leider konnte ich sie nur kurz vor Sonnenuntergang fotografieren - da wirken die Kringel sehr bläulich. Tatsächlich habe ich aber gar keine blaue Wolle verwendet. Nur Rot, Orange, Gelb, Pink, verschiedene Lilatöne und ein wenig Türkis.
Die Lilatöne und das Türkis wirken bei diesem Licht ziemlich bläulich. Ich beschreibe das so genau, weil ich die Kissen auf speziellen Wunsch gefertigt habe. Leider sind die Bilder nicht perfekt, aber auf die Schnelle ging es nicht anders.
Von der Rückseite sehen die Kissen übrigens so aus.
Und hier noch einmal von der Seite. Ich hoffe, sie gefallen. Eine Anleitung zum Kissen filzen habe ich ja schon veröffentlicht. Da sieht man noch einmal genau, wie das geht.

Sonntag, 16. Februar 2014

Tutorial Wärmflasche umfilzen

Wärmflaschen habe ich ja schon viele umfilzt - und meistens verkauft. Einige habe ich auch verschenkt. Als mir letztens bewusst wurde, dass wir selbst keine umfilzte Wärmflasche besitzen, habe ich noch einmal zu Wolle, Seife und Wasser gegriffen und auch für uns ein Exemplar gemacht. Dieses ist schon sehr oft in Gebrauch gewesen - wie man an dem Bild gut sehen kann.
Es gibt nämlich ein Problem bei gefilzten Dingen, die viel benutzt werden. Und das ist das Fusseln. Das ist ein Nachteil, den ich aber gut verschmerzen kann, denn ich finde Filz gerade bei Wärmflaschen optimal. Er sorgt dafür, dass man sich nicht am Gummi verbrennt und außerdem speichert der Filz aber die Hitze des heißen Wassers besonders lange. Noch nach Stunden wärmt mir unsere Wärmflasche die Füße.
Weil ich früher häufig gefragt wurde, wie denn die Wärmflasche in den Filz kommt, habe ich vom Entstehungsprozess ein Video gedreht. Das ist zwar nicht sehr gelungen, weil die Kamera ständig den Fokus verstellt hat, aber ich denke, der Filzprozess wird dennoch ersichtlich.
Vielleicht schaffe ich es auch noch ein Video zum Filzen einer Kissenhülle zu machen. Bisher gibt es nur diese Anleitung zum Kissen filzen.

Montag, 10. Februar 2014

Tutorial Filzkissen - wie man ein Kissen filzt

 Heute gibt es mal wieder ein Tutorial. Eigentlich will ich schon seit zwei Wochen eine Anleitung zum Filzen von Blumenhütchen machen. Außerdem habe ich ein neues Video gemacht - ebenfalls eine Anleitung. Aber es ist noch immer nicht fertig geschnitten. Und da ich dabei die Hilfe vom Sohn brauche, dauert es auch noch ein Weilchen. Auch die Blumenhütchenanleitung konnte ich noch nicht fotografieren, weil mir ein anderer Auftrag dazwischen gekommen ist: Ich freue mich, dass es noch immer Interessenten an meinen Filzkissen gibt. Und weil ich nach langer Zeit mal wieder Kissen gefilzt habe, habe ich eben davon eine Filzanleitung gemacht.
Auf einer Noppenfolie wird zunächst das Muster - ich liebe ja das Kringelmuster - ausgelegt. Darauf werden vier Lagen Merinowolle ausgelegt - und zwar jede Lage um 90 Grad versetzt zur vorherigen.
 Da ich nicht sicher war, ob die hellrote Merinowolle ausreicht, habe ich die dritte und vierte Lage Wolle in einem dunkleren Rotton ausgelegt. Diese dunkelrote Farbe wird am Ende auf der Innenseite des Filzkissens sein.
Alles wird mit Seifenraspeln bestreut und einem Stück Gardinenstoff abgedeckt. Dann gebe ich heißes Wasser darüber und drücke alles gut an, bis die Wolle ganz durchfeuchtet ist.
Der Gardinenstoff wird vorsichtig wieder entfernt und dann wird das ganze Werkstück gewendet.

 Bevor nun die zweite Seite ebenfalls mit vier Lagen Wolle belegt wird, lege ich eine zweite Noppenfolie auf die erste Folie. So kann ich auf der Rückseite einen überlappenden Schlitz arbeiten. Die zweite Folie ist genauso breit wie die erste, aber nur etwa dreiviertel so lang, wie die andere.
 Jetzt wird zunächst der untere Teil der ersten Folie etwa bis zur Hälfte der Form mit vier Lagen Wolle belegt. Dazu die zweite Folie zunächst etwas zurückschlagen. Wenn man diese dann wieder herunterklappt, bedeckt sie einen Teil der Wolle auf der unteren Hälfte. Bevor man aber mit dem Auslegen beginnt, wird zunächst der Rand der unteren Wollschicht um die Folienränder nach oben geklappt.
Dann wird der obere Teil der Folie mit vier Lagen Wolle belegt - allerdings nur bis kurz vor dem Ende der zweiten kürzeren Folie. Alles wird mit Seifenraspeln bestreut und ebenfalls befeuchtet. Dazu wieder wie auf der Vorderseite ein Stück Gardinenstoff verwenden. Das dient dazu, dass die Wolle nicht verrutscht, wenn man das Wasser drüber gibt.
Hier habe ich das Werkstück um 180 Grad gedreht, aber man kann gut sehen, dass die zweite Folie herausschaut, um so am Ende den überlappenden Schlitz zu erhalten.
 Gefilzt wird das Kissen in der Rolltechnik. Als "Kern" verwende ich einen Holzstab, um den ich ein Frotteehandtuch gewickelt habe. Eine dünne Plastikfolie wird über das Werkstück gelegt und dann wird alles um den Holzstab gewickelt.
 Das gesamte Paket wird in ein Handtuch eingepackt und an den Enden mit einer Schnur festgebunden. Dieses Paket rolle ich nun etwa 100 Mal, öffne es, drehe das Filzstück um 90 Grad, wickele es wieder auf und rolle wieder 100 Mal. Wieder öffnen, drehen, aufrollen und filzen ....
So oft, bis die Wolle verfilzt ist.
 Wenn das der Fall ist, kann man die Folien im Inneren durch den Schlitz entfernen und das Werkstück wenden. Nun kommt noch der Vorgang des Walkens, den ich nicht mehr fotografiert habe. Dazu wird das Werktstück zusammengerollt und gefaltet und auf der Spüle ordentlich gerieben. Und zwar ebenfall in jede Richtung, denn es schrumpft immer in der Richtung, in der es gerieben wird.
 Hier sieht man noch einmal, wie sich die Rückseite überlappt.
Viel Spaß beim Kissen filzen!

Montag, 3. Februar 2014

Reisetipp Johannesburg

 Johannesburg hatte lange Zeit den Ruf, eine der gefährlichsten Städte der Welt zu sein. Dagegen kämpft die südafrikanische Metropole. Die meisten Urlauber aus Deutschland erleben Johannesburg nur als Durchreiseziel. Von dort starten viele Rundreisen wie zum Beispiel Safaris in den Krügerpark. Auch ich war im Oktober nur zwei Tage in Johannesburg - und konnte mir dabei nicht wirklich einen Eindruck machen. Hier ist mein Reisetipp zu JJohannesburg
Da gibt es zum Beispiel noch immer solche Einrichtungen wie den Rand Club - wo man das Gefühl hat, die Kolonialzeit lebt auch heute noch. Im Rand Club gibt es einen Dress-Code, der es untersagt, den Club mit Jeans zu betreten. Immerhin hat Nelson Mandela es in Form eines Gemäldes auch hier an die Wand geschafft.
 Ein beeindruckendes Ziel in Johannesburg ist das Apartheidmuseum, in welchem die ganze dunkle Geschichte der Apartheid vom Anfang des 20. Jahrhunderts bis zum Ende in 1994 präsentiert wird. Und zwar recht anschaulich. So kann man zum Beispiel das Museum durch zwei verschiedene Eingänge betreten - als "White" oder "Non-White", um einmal nachzuempfinden wie sich die Menschen damals gefühlt haben müssen. Obwohl man diese Demütigung bestimmt niemals nachfühlen kann.

 Erst seit 20 Jahren wird in Südafrika Demokratie gelebt. Das Land hat jede Menge Probleme. So sind zum Beispiel in den 80er-Jahren viele ausländische Unternehmen aufgrund der Sanktionen gegen Südafrika aus Johannesburg weggegangen. Heute stehen viele Gebäude im Zentrum der Stadt leer. Um sie vor dem Verfall zu retten, gibt es Bestrebungen, diese Viertel neu zu beleben.
Ein Beispiel ist Maboneng, ein ehemaliges Industrieviertel, in dem sich heute verschiedene Künstler, Modedesigner und Galerien angesiedelt haben, um das Viertel zu neuem Leben zu erwecken. Wie in anderen Großstädten der Welt, kann man in den alten Fabrikgebäuden auch hier trendigen Lifestyle kennenlernen. Mit schicken Restaurants...
...und angesagten Designerklamotten.


 Und man kann sich gut vorstellen, wo das irgendwann mal hinführen wird. Noch sind die Gebäude relativ erschwinglich. Doch es gibt schon Unternehmen, die kräftig investieren - in Lifestyle-Lofts und neues Wohnen...


Über meine Reise nach Johannesburg habe ich auch hier geschrieben (klick). Mehr von Filz und Garten gibt es außderdem auf Facebook zu lesen (klick). Ich freue mich, wenn ihr mir folgt!
Diese Reise habe ich auf Einladung von Thomas Cook gemacht.